Kunst & Architektur

Kleider machen Leute : Ausstellung zeigt historische und moderne Outfits

Das Museum für sächsische Volkskunst in Dresden zeigt noch bis zum 4. November eine Ausstellung über historische und moderne Kleidungsstile und ihre Regeln und Insidercodes. Unter dem Titel "Sächsische Volkstrachten, HipHop und Nadelstreifen" präsentiert die Schau originale sächsische Volkstrachten aus dem Vogtland, Altenburg und der sorbischen Lausitz.

Gezeigt werden aber nicht nur historische Outfits, auch die Kleidungsstile der heutigen Jugend stehen im Fokus. Vorgestellt werden die Richtungen Gothic, Punk, Heavy Metal und Hip Hop und ihre ausgeklügelten Regeln, Verbote und Insidercodes. Teil der Ausstellung ist auch ein "moderner Fürstenzug" mit Outfits der Gegenwart, geschaffen vom Dresdner Künstler Holger John.

Trachtenausstellung

Zuletzt aktualisiert: 02. November 2012, 15:35 Uhr

Was bedeutet eigentlich Tracht?

Bis weit in das 18. Jahrhundert hinein war Tracht einfach das, was getragen wurde: Kleidung also. Diese war abhängig von regionalen Gepflogenheiten, sozialem Stand, Beruf, Gesinnung und Wohlstand der Träger. Auch heute werden noch Trachten getragen, vor allem im ländlichen Raum, um traditionelle Lebensweisen und die Verbundenheit mit der Heimat zu dokumentieren.

Wer trägt denn heute noch Trachten?

Das Große Trachtenfest von 1896 in Dresden gilt als der letzte große Auftritt der originalen Trachten des Königreichs Sachsen. Bis in die Gegenwart kleiden sich lediglich die Sorben bei bestimmten Festen nach einem Trachtenreglement. Darin ist bis ins kleinste Detail festlegt, wer was bei welcher Gelegenheit und unter welchen Umständen tragen soll.

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