Radio-Empfang via DAB+ : MDR beim Digitalradio-Neustart dabei
Am 1. August 2011 wurde in Deutschland der Digitalradio-Neustart vollzogen. Bundesweit sind zunächst in 27 Startregionen viele Programme im neuen leistungsstarken Sendernetz DAB+ zu empfangen. In Mitteldeutschland ist auch der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK beteiligt.
Mehr Programme über DAB+
Im ersten Schritt hat die Dreiländeranstalt zum 1. 8. 2011 weitestgehend im bestehenden DAB-Sendernetz in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen das Programmangebot mit ihren Programmen MDR INFO, MDR FIGARO, MDR SPUTNIK und JUMP sowie mit dem jeweiligen MDR 1-Landesprogramm im Standard DAB+ deutlich erweitert. Das Programm MDR KLASSIK wird zunächst weiter im bisherigen Standard DAB gesendet.
Mehr Versorgung, besserer Empfang über unabhängigen Verbreitungsweg
Ab 1. Dezember 2011 wird in einem zweiten Schritt die Empfangbarkeit der DAB+-Programme in Mitteldeutschland gesteigert, indem dann in den Neustartregionen Leipzig/Halle, Dresden und Erfurt/Weimar die Empfangbarkeit durch Erhöhung der Sendeleistung deutlich verbessert wird.
In weiteren Schritten ist der sukzessive Ausbau des Sendernetzes angedacht. So ist der MDR für das Medium Radio in der digitalisierten Welt über einen eigenen und vor allem unabhängigen Programmverbreitungsweg zukunftsorientiert aufgestellt.
Programmbegleitende Zusatzdienste
Als programmbegleitende Zusatzdienste zu den MDR-Programmen werden seit 1. August zunächst der Programm Service Name (PS, zum Beispiel MDR INFO), der Programme Type (PTY, z.B. Information) und das so genannte Dynamic Label angeboten. Hier können Titel, Interpret und Beitrag, der Claim der Welle und gegebenenfalls programmbezogene News/Events angezeigt werden. Das Angebot an Zusatzdiensten durch den MDR wird mit dem Auf- und Ausbau des neuen Digitalradio-Sendernetzes in Mitteldeutschland ab Herbst 2011 Schritt für Schritt erweitert. Auf Grund der größeren Kapazitäten wird es dann beispielsweise auch möglich sein, für MDR 1 RADIO SACHSEN, MDR 1 RADIO SACHSEN-ANHALT und MDR 1 RADIO THÜRINGEN in ihrem jeweiligen Bundesland eine zweite Regionalisierung anzubieten. Seit 1. August empfangen die Hörer in den drei mitteldeutschen Ländern in den regional gesplitteten Sendezeiten zunächst das Programm der jeweiligen Landeshauptstadt.
Schon seit Jahren verfolgt der MDR mit den mitteldeutschen Landesmedienanstalten und den privaten Radioanbietern in seinem Sendegebiet ein gemeinsames Ziel. "Wir wollen, dass das Radio auch in der digitalisierten Medienwelt eine gesicherte Zukunft hat, attraktiv bleibt und noch mehr Hörer erreicht", so Johann Michael Möller, Hörfunkdirektor des Senders. Basis dafür sei eine Vereinbarung, nach der in den ersten Jahren die privaten Veranstalter und der MDR die Übertragungskapazitäten in den drei Ländern gemeinsam nutzen.
Zusätzlicher Schwung für das Medium Radio
Für die ARD, deren Landesrundfunkanstalten nach dem Start aller Angebote den Hörerinnen und Hörern das umfangreichste Digitalradio-Angebot in Deutschland präsentieren werden, zeigt sich ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin Monika Piel überzeugt: "Das wird dem Radio, das als Medium intensiv genutzt, aber von Politik und Werbewirtschaft oft unterschätzt wird, zusätzlichen Schwung geben." Und weiter: "Digitale herkömmliche Sendernetze spielen neben dem Internet und dem vertrauten UKW-Empfang eine wichtige Rolle in unserer Programmverbreitungs-Strategie. Diese Strategie ist so ,hybrid', wie es die modernen Empfangsgeräte sind, in denen zunehmend klassischer Rundfunkempfang und Internet-Technik aufeinander treffen."
Die ARD geht davon aus, dass zeitgemäße und den Möglichkeiten moderner Endgeräte entsprechende Zusatzdienste und Zusatzangebote künftig ein wichtiger Bestandteil von Radioprogrammen sein werden. Dazu gehören unter anderem begleitende Informationen zu laufenden Sendungen, Audio-Angebote zum Nachhören, elektronische Programmführer und so genannte "Slide Shows" mit z.B. Cover-Fotos.
Auch wenn die Digitalradio-Empfangsgeräte der ersten Generation noch nicht alle diese Angebote darstellen können, zeigen Erfolge und Nutzung der „Apps“ zum Radiohören auf Smartphones, dass die Sender mit solchen Ideen grundsätzlich auf dem richtigen Weg sind. Es geht darum, dem Publikum ein attraktives "Kontextmenü" zur gerade ausgestrahlten Sendung anzubieten und dabei das lineare Programm geschickt mit Zusatzdiensten sowie Abrufangeboten aus dem Internet zu verknüpfen.
Über das Projektbüro Digitalradio
Um das Digitalradio als "Radio der Zukunft" in Deutschland zu etablieren, ist das Projektbüro Digitalradio mit Sitz in Baden-Baden gegründet worden. Es ist eine Gemeinschaftsinitiative von ARD, DeutschlandRadio sowie der Digitalradio Deutschland GmbH, einem Zusammenschluss der privaten Veranstalter, die im bundesweiten Digitalradiomultiplex starten. Das Projektbüro hat unter anderem die Aufgabe, die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten und die Einführung des neuen Digitalradios auf nationaler und regionaler Ebene zu informieren.
Auskünfte über Technische Hotline des MDR
Fragen zum Neustart von Digitalradio, zum Empfang aller Programme des MDR sowie zur Abschaltung der analogen Satellitenübertragung beantworten die Mitarbeiter der Technischen Hotline. Sie erreichen sie unter der folgenden Rufnummer:
Tel.: (0341) 300 9595 (gebührenpflichtig aus dem In- und Ausland)
Montag bis Freitag
11:00 Uhr bis 19:30 Uhr
(Außerhalb dieser Zeiten sprechen Sie bitte auf den Anrufbeantworter. Sie werden garantiert zurückgerufen.)
Sie können Ihre Fragen an die Technische Hotline auch per E-Mail an Technik@mdr.de, per Post an MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK, Technische Hotline, 04360 Leipzig, per FAX an die (0341) 300 29 9595 schicken oder gleich hier in das folgende Formular schreiben:
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