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FIGARO trifft ... Ralf-Peter Schulze | MDR FIGARO | 19.02.2012 | 12:05 Uhr (Wh.) : Die Balance zwischen Bewahren und Erneuern

Ralf-Peter Schulze ist neuer Intendant des Mittelsächsischen Theaters Freiberg/Döbeln. Dort feierte am 11. Februar 2012 die Oper "Sturmhöhe" ("Wuthering Heights") als europäische Erstaufführung Premiere. Über diese Oper, das Mittelsächsische Theater in seiner historischen Bedeutung und seine neue Aufgabe als Intendant ist Ralf-Peter Schulze im Gespräch mit Moderator Thomas Bille, live bei "FIGARO trifft ...".

Ralf-Peter Schulze ist seit Januar 2012 neuer Intendant des Mittelsächsischen Theaters. In einem Grußwort beschreibt er seine Sicht auf das aktuelle Theater. Demnach ist jede Stadt und jeder Kulturraum für ihn eine Entdeckung. "Jedes Theater ist etwas Besonderes, ist ein lebender Organismus, der erlebt und verstanden werden will", so sein Credo. Die Balance zwischen Bewahren und Erneuern zu finden, soll zudem seiner Meinung nach ein Schwerpunkt künftigen Handelns sein.

Die Hauptspielstätten des Mittelsächsischen Theaters sind in Freiberg und Döbeln. Seit 2007 wird in den Sommermonaten auch auf der Seebühne Kriebstein gespielt. Seinen Sitz hat Intendant Ralf-Peter Schulze im Freiberger Theater, welches sich seit 1791 im Besitz der Stadt befindet und damit das älteste mit einem eigenen Ensemble spielende Stadttheater der Welt ist. 600 Aufführungen werden hier durchschnittlich pro Jahr geboten.

"Ein Wunsch ist mir schon in Erfüllung gegangen: Wir haben Freiberg als erstes eine Drehscheibe eingebaut, damit die Bühnenmöglichkeiten, die man als Regisseur zur Verfügung hat, sich etwas erweitern. Andere Wünsche sind unmöglich gewesen: Wir wollten das Bühnenhaus etwas vergrößern - aber das ist aus bautechnischen Gründen nicht gelungen."

Ralf-Peter Schulze

Europäische Erstaufführung

Am 11. Februar 2012 hatte in Freiberg "Sturmhöhe" ("Wuthering Heights") als europäische Erstaufführung Premiere, eine Oper von Carlisle Floyd. Die Aufführung des Stückes nach dem literarischen Klassiker von Emily Brontë fand unter der musikalischen Leitung von Jan Michael Horstmann und in der Regie von Judica Semler statt. Die Aufführung des Stückes erfolgte in englischer Sprache und mit deutschen Übertiteln.

Ralf-Peter Schulze im Porträt

Ralf-Peter Schulze wurde 1955 in Weimar geboren. Sein Vater war Schauspieler, die Mutter Opernsängerin. Ab dem dritten Lebensjahr wuchs er in Unterwellenborn, später in Dresden und Berlin auf. Nach einer Ausbildung zum Facharbeiter für Nachrichtentechnik nahm Ralf-Peter Schulze Gesangsunterricht bei Adalbert Quadt und studierte an der Berliner Schauspielschule "Ernst Busch". Anschließend arbeitete er an verschiedenen Theatern, u.a. auch als Regisseur.

Von 1979 bis 1992 war Ralf-Peter Schulze zunächst als Schauspieler am Deutschen Nationaltheater Weimar engagiert, später inszenierte er dort erste Aufführungen. Von 1990 bis 1993 wechselte er ans Landestheater Eisenach und war von 1993 bis 1998 u.a. Gast am Staatstheater Cottbus, am Nationaltheater Weimar, am Stadttheater Gießen und an den fusionierten Bühnen Altenburg-Gera, Volkstheater Bautzen, Vogtlandtheater Plauen und Kammertheater Neubrandenburg.

Von 1998 bis 2000 wirkte Ralf-Peter Schulze als Schauspieldirektor am Landestheater Neustrelitz und von 2000 bis 2011 als Intendant der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg Neustrelitz.

"Ich wünsche mir, dass viele Menschen hierherkommen und sich für die Theaterarbeit, die wir hier in den nächsten Jahren machen wollen, interessieren."

Ralf-Peter Schulze


Zu Gast im Studio | MDR FIGARO | mittwochs | 18:00 Uhr: "FIGARO trifft ..." zum Zurückblättern

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Zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2012, 10:12 Uhr

Angaben zur Sendung:

FIGARO trifft ... Ralf-Peter Schulze
Neuer Intendant Mittelsächsisches Theater Freiberg/Döbeln

Sendung:
Mi, 15.02.2012, 18:05 bis 19:00 Uhr

Wiederholung:
So, 19.02.2012, 12:05 bis 13:00 Uhr

Moderation: Thomas Bille
Redaktion: Angelika Zapf

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