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Essay | MDR FIGARO | 22.01.2012 | Podcast : "Schwein gehabt" ist nicht genug

Die Deutschen lieben Schweinefleisch - als Schnitzel oder Boulette, als Sonntagsbraten oder in der Wurst. Ob das gesund ist? Michael Töpfers Blutwerte sagten etwas Anderes. Er begann 2007 einen Langzeit-Test und berichtet nun erneut aus seiner Welt ohne Schwein.

Schweine auf Stroh

Beständiger Bluthochdruck, fortschreitende Verfettung und ermüdende Gelenke waren vor mehreren Jahren Anlass für Michael Töpfer, über die eigene Lebensweise nachzudenken. Sein Befund: zu wenig Bewegung sowie ein Essverhalten, das zu wünschen übrig ließ. Außerdem bekam Töpfer in jener Zeit, er ist gerade Anfang 50, einen Text in die Hand, der ihm zu denken gab: "Schweinefleisch und Gesundheit", publiziert von Dr. med. Hans-Heinrich Reckeweg.

Schweinefleisch ist homotoxisch!

Der Mediziner Reckeweg (1905-1985) kam durch jahrelange Studien zu dem Ergebnis: "Vermeiden Sie jeglichen Schweinefleischgenuss!" Denn Schweinefleisch sei für den Menschen giftig und Auslöser vieler Krankheiten, wie Gallensteine, Blinddarmentzündung, Arthritis, Arthrose, Rheuma, Grippe oder Fettsucht. Die Eiweißstruktur des Schweinefleisches sei der des menschlichen Körpers sehr ähnlich - das Abwehrsystem des Menschen erkenne das Gift nicht und lasse es ungehindert in den Körper. Außerdem schwäche Schweinefleisch das Bindegewebe, löse Allergien aus und belaste das Nervensystem des Menschen. Kurz gesagt: Schweinefleisch sei homotoxisch!

Ein Selbstversuch beginnt

Reckewegs These, dass Schweinefleisch der Auslöser vieler Krankheiten sei, interessierte Töpfer. Im Januar 2007 startete er seinen Selbstversuch und verzichtete fortan auf den Genuss von Schweinefleisch in jeglicher Form. Zwei Jahre später war bei MDR FIGARO ein erster Erfahrungsbericht zu hören.

Nun gibt es weitere Einzelheiten aus Töpfers Leben mit verändertem Speiseplan. Nach fünf Jahren des Selbstversuchs sieht er sich dazu veranlasst. Denn zuviel ist um ihn herum: Manuskriptanfragen, hunderte Downloads der ersten Sendung, gesteigertes Interesse nach Reckewegs gedrucktem Vortrag, was einen Nachdruck seitens des Verlags erforderte, Nachfragen und Kommentare von Fremden und Freunden.

Auch bei Familie Töpfer selbst hat sich einiges geändert. Alle haben die Ernährung auf schweinefleischlose Kost umgestellt. Das ist nicht immer einfach beim Einkauf - Stichwort: Inhaltsstoffe. Die veränderten Ernährungsgewohnheiten brachten wiederum weitere Veränderungen mit sich. Mehr über die Vorzüge eines Lebens ohne Schwein verrät Michael Töpfer in seinem Essay!

Schwein
MDR FIGARO

Podcast: "Schwein gehabt" ist nicht genug

Die Deutschen lieben Schweinefleisch - als Schnitzel oder Boulette, als Sonntagsbraten oder in der Wurst. Ob das gesund ist? Ein Selbstversuch von Michael Töpfer.

22.01.2012, 19:05 Uhr | 24:00 min

Zuletzt aktualisiert: 31. Januar 2012, 10:59 Uhr

Angaben zur Sendung

"Schwein gehabt" ist nicht genug
Ein Essay von Michael Töpfer

Produktion: MDR 2012
Sprecher: Martin Seifert

Ursendung
Dauer: 25 Minuten

Buchtipp

Hans-Heinrich Reckeweg:
"Schweinefleisch und Gesundheit. Allgemeinverständlicher Vortrag"
48 Seiten,
Baden-Baden: Aurelia-Verlag 1980,
ISBN: 978-3-922907-06-0

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