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FIGARO-Café | Zum Nachhören

Lothar de Maizière und die Wiedervereinigung

Sendung am 07.02.2010

Er war der erste und letzte frei gewählte Ministerpräsident der DDR. Er sollte die Wiedervereinigung auf den Weg bringen. Wie füllte er sein kurzes politisches Amt aus? Lothar de Maizière war zu Gast im FIGARO-Café.

Lothar de Maizière
Lothar de Maizière

Er war der erste und letzte frei gewählte Ministerpräsident der DDR: Lothar de Maizière. Sein Auftrag lautete: Die deutsche Wiedervereinigung, so schnell wie möglich. Doch die Zwei-plus-Vier-Gespräche, die 1990 den Weg zur deutschen Einheit ebneten, werden eher mit Hans-Dietrich Genscher in Verbindung gebracht. Der Einigungsvertrag gilt als Verdienst von Helmut Kohl, der auch als Vater der Einheit bezeichnet wird. Welche Rolle kam Lothar de Maizière zu? Wie füllte er sein kurzes politisches Amt aus und wie groß war sein Einfluss bei der Ausgestaltung des Einigungsvertrages? Darüber spricht FIGARO-Moderator Thomas Bille mit dem Talkgast Lothar de Maizière in der Live-Sendung aus dem Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig.

Rückblick nach 20 Jahren Einheit

Am 10. Februar 1990 reiste Bundeskanzler Helmut Kohl zusammen mit Außenminister Hans-Dietrich Genscher nach Moskau. Sie führten mit dem sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow erste Gespräche über die Deutsche Einheit. Am 18. März 1990 fanden in der DDR die ersten freien Volkskammerwahlen statt. Lothar de Maizière ging an der Spitze der "Allianz für Deutschland" in den Wahlkampf und gewann die Wahl. Seine Aufgabe war, die Einheit Deutschlands herzustellen. In seiner Regierungserklärung vom 19. April 1990 sprach er von der Hoffnung, eine gemeinsame Mannschaft beider deutscher Staaten zu den Olympischen Spielen 1992 nach Barcelona zu schicken. Wie gestalteten sich die Verhandlungen auf dem Weg zur Deutschen Einheit bis zum 3. Oktober 1990? Was sprach dafür, was dagegen? Gab es einen Zeitplan? Wie hat sich die Deutsche Einheit im europäischen und im weltweiten Kontext bewährt?

Jubelnde Menschenmassen vor dem Berliner Reichstag mit Feuerwerk
3. Oktober 1990: Jubelnde Menschenmassen vor dem Berliner Reichstag

Wie schaut Lothar de Maizière auf sein Leben, er, der mit 16 Jahren in die Ost-CDU eintrat und sich Jahre später als Vizepräses der Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR einen Namen machte. Wie sieht er die Dinge nach über 20 Jahren, als er am 18. November 1989 als Kirchenminister in die Regierung von Hans Modrow eintrat, im März 1990 Ministerpräsident der DDR wurde und nach dem 3. Oktober für kurze Zeit Bundesminister für besondere Aufgaben war? Im Dezember 1990 trat de Maiziére zurück, gab wenig später sein Bundestagmandat zurück und nahm seine Arbeit als Jurist und Anwalt wieder auf. Am 2. März wird Lothar de Maizière 70 Jahre alt.

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Lothar de Maizière im FIGARO-Café

Der erste und letzte frei gewählte Ministerpräsident der DDR über die Wiedervereinigung und seine kurze politische Amtszeit. (07.02.2010)

Zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2010, 10:17 Uhr

 

Angaben zur Sendung

FIGARO-Café mit Lothar de Maiziére, Jurist und Politiker, erster und letzter frei gewählter Ministerpräsident der DDR

Ort:
Zeitgeschichtliches Forum in Leipzig

Sendung:
So, 07.02.2010
16:05-17:30 Uhr (live!)

Gäste sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Wiederholung:
Di, 09.02.2010
22:00-23:25 Uhr

Moderation: Thomas Bille
Musik: Stephan König (Klavier)

 
 
 
 
 
 
 

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