Thementag | MDR FIGARO | 31.07.2012 | Zum Nachhören : Sommerfrische
Wenn vor 200 Jahren die Sommersonne die Häuser der Stadt unerträglich aufheizte, zog es die Menschen aus der Stadt aufs Land, ins Grüne und Kühle - in die Sommerfrische. Wenn sie es sich leisten konnten. MDR FIGARO blickt auf alte Zeiten zurück.
"Sommerfrische" ist, folgt man Grimms Wörterbuch, das in mehreren Bänden ab 1812 erschien, ein "Erholungsaufenthalt der Städter auf dem Lande zur Sommerzeit" oder auch die "Landlust der Städter im Sommer" und damit schon lange eine Tradition - weit bevor Tucholskys Erzählung "Schloß Gripsholm" veröffentlicht war. Erfunden wurde die "Sommerfrische", wenn man so will, schon in der Antike, um den heißen Sommern in der Stadt zu entfliehen. Die Sommerresidenz des Papstes, das Castel Gandolfo, ist nur ein Beispiel. Die "Sommerfrische" war aber auch eine Flucht vor Krankheitskeimen, die sich in der Wärme gut ausbreiten konnten in einer Zeit, als Nachttöpfe noch auf der Straße ausgekippt wurden.
MDR-Figaro widmet sich einen ganzen Tag lang dem Thema "Sommerfrische".
Buchtipp
Charles Simmons: "Salzwasser"
Roman, 135 Seiten,
München: C. H. Beck Verlag 1999,
ISBN-10: 3-406-45291-4,
ISBN-13: 978-3-406-45291-8



