Themenschwerpunkt Karneval | MDR FIGARO | 08.-13.02.2013 | Audio : Konfetti, Kostüme, Kontrollverlust
Den Rang einer "fünften Jahreszeit" hat der Karneval im MDR-Sendegebiet nicht. Dennoch gibt’s auch hier nicht nur Karnevalsflüchter, auch hier wird kräftig gefeiert, mancherorts schon von alters her. In Gesprächen Reportagen und Beiträgen zum Themenschwerpunkt bis Aschermittwoch geht es um alte Bräuche und neue Trends, um Literatur, Religion und Politik.
Fasching vor der Haustür | Freitag. 08.02. | 07:45 Uhr
Die Narren sind wieder los – von Weiberfastnacht bis Faschingsdienstag. Nun sind Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zwar keinesfalls karnevalistisches Kernland. Doch auch hier wird kräftig gefeiert, zum Beispiel in Wasungen. Für den Ort an der Werra ist der Karneval seit 1524 belegt, wie Jörg Sobiella in seinem Überblick über die hiesige Faschingslandschaft am Freitag im "Journal am Morgen" zu berichten wusste.
Karneval – eine katholische Erfindung | Sonnabend, 09.02. | 17:05 Uhr
Im "Magazin für Sinn- und Glaubensfragen" ging es um den Zusammenhang von Humor und Religion. Gesprächspartner Manfred Lütz warnt in seinem jüngsten Bestseller "Bluff! Die Fälschung der Welt" vor der Gefahr, sich in künstlichen Welten zu verlieren und dabei das eigentliche Leben zu verpassen. Lütz, ausgebildeter Psychiater und Theologe erklärt, warum Karneval eine katholische Erfindung ist – und Protestanten trotzdem mitfeiern sollten.
Wieso Funkengarde? Wieso Prinzenpaar? | Sonntag, 10.02. | 08:15 Uhr
In vielen Orten Deutschlands bereiten sich Karnevalsvereine das ganze Jahr über auf die sogenannte "fünfte Jahreszeit" vor. Doch woher kommt eigentlich der Fasching? Wozu braucht man eine Funkengarde und ein Prinzenpaar? Figarino-Reporterin Anja Rieger ist diesen Fragen nachgegangen und hat einen Faschingsverein in Apolda besucht. Denn die Stadt ist eine wahre Faschingshochburg in Thüringen.
"Erweckungserlebnis" Grafikfasching | Montag, 11.02. | Journal am Morgen
Zu DDR-Zeiten war der Fasching an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst legendär. "Kunst ist Waffel!" hieß damals das Motto, in ironischer Abwandlung der offiziellen Parole: "Kunst ist Waffe!" Siegfried Stadler sprach mit Wolfgang Krause Zwieback, der Mitte der 70er-Jahre als Student beim Leipziger Grafikfasching gewissermaßen seine Erweckung als Wortakrobat erlebte.
Karneval und Alkohol | Montag, 11.02. | 10:15 Uhr
Im Musikforum präsentiert Dieter David Scholz Werke, in denen der Rausch eine Rolle spielt. Auf jeden Fall als Thema. Ob ein guter Trunk aber womöglich auch Anlass oder Auslöser für die jeweiligen Kompositionen gewesen ist, wer weiß?
Karneval in der Literatur | Montag, 11.02. | 13:10 Uhr
Das "Journal am Mittag" am Rosenmontag widmet sich dem "kontrollierten Kontrollverlust": Der Publizist Herbert Hoven hält in der Literatur Ausschau nach Karnevalisten und Karnevalsflüchtern – von Johann Wolfgang Goethe bis Italo Calvino, von Mascha Kaléko bis Joseph Roth.
Warum eigentlich Pfannkuchen? | Dienstag, 12.02. | Journal am Morgen
In den angelsächsischen Ländern wird heute der Pancake-Day gefeiert. Auch hierzulande gehören Pfannkuchen - oder Berliner, wie sie etwa im Harz, aber auch in der Schweiz genannt werden - ganz selbstverständlich zum Fasching dazu.
In Österreich heißt das Hefeteiggebäck sogar Faschingskrapfen. Aber warum ist das so? Woher kommt der schöne, gleichwohl ungesunde Brauch eigentlich? Die Rechercheure von "Weltall - Erde - Maus" haben es für Sie herausgefunden.
Kostüm-Verleih mit Tradition | Dienstag, 12.02. | 13:10 Uhr
Und wer, bevor das närrische Treiben zu Ende geht, noch schnell ein Kostüm braucht, wird womöglich bei der Spezialistin Ingeborg Günther fündig. In ihrem "ersten Leben" Kindergärtnerin, hat sie sich in der Wendezeit mit einem Kostümverleih selbständig gemacht. Inzwischen ist sie über achtzig und in Leipzig eine Faschings-Institution.
Asche aufs Haupt (der anderen) | Mittwoch, 13.02. | Journal am Morgen
Wem das jetzt alles zu närrisch ist, dem sei versprochen: Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Mit diesem Bußtag beginnt die siebenwöchige Fastenzeit, Gottesdienstbesuchern wird ein Aschenkreuz auf die Stirn gezeichnet. Merkwürdig nur, dass die politischen Parteien den Kehraus an Aschermittwoch gern zur Abrechung mit den politischen Gegnern nutzen. Dabei wäre es doch durchaus angebracht, wie Peter Zudeick findet, dass die Politiker sich endlich einmal selbst Asche aufs Haupt streuen.
