Thementag | MDR FIGARO | 27.07.2012 | Zum Nachhören : Faszination Olympia: Wie London die Welt inspirieren will
Die Olympischen Spiele 2012 finden vom 27. Juli bis zum 12. August in London statt. Was hat die Stadt, außer dem sportlichen Wettstreit noch zu bieten? MDR FIGARO hat sich auf die Suche begeben.
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Vom 27. Juli bis zum 12. August finden in London die Olympischen Spiele 2012 statt. Sportler aus aller Welt treffen sich, um sich in Wettkämpfen zu messen, neue Rekorde aufzustellen und möglichst eine der begehrten Medaillen zu erringen.
Ebenfalls aus allen Ländern der Erde kommen Besucher in die britische Hauptstadt. Sie wollen bei diesem einzigartigen Sport-Event dabei sein und ihre Favoriten anfeuern. Doch nicht nur der Sport ist ein Grund für die Reise nach England. Die Stadt hat sich zurechtgemacht, um ihre Gäste zu empfangen.
Dabei können Besucher in London nicht nur die üblichen Sehenswürdigkeiten wie Tower Bridge, Big Ben, die zahlreichen Parks und den Buckingham Palast besichtigen. Gerade im kulturellen Bereich hat London schon immer viel zu bieten. Für die Olympischen Spiele hat die Stadt an der Themse sogar noch einmal aufgerüstet.
Beim MDR FIGARO-Thementag soll ein Blick auf die kulturelle Vielfalt des Olympia-Begleitprogramms in London geworfen werden. Welche Ausstellungen lohnen sich und welche Konzerte? Welche Traditionen werden bei den Olympischen Spielen gepflegt? Wie gehen die Londoner mit dem Großereignis um?
Der Thementag im Programm von MDR FIGARO
In den verschiedenen Journalen sind Beiträge zu den Olympischen Spielen 2012 zu hören. Ab 18 Uhr senden wir ein einstündiges Spezial mit folgenden Themen:
Das Leben ist ein Zehnkampf
Voll mit Ambitionen ist unser Leben in der Moderne, geprägt von Leistungsdenken, imstande gar, den lebenden Körper selbst zu transformieren. Das trifft so auch auf den Körper einer Stadt zu.
Wir fragen nach Londons Zehn- oder auch All-Kämpfer-Eigenschaften zu Beginn dieser Olympischen Spiele. Und danach, wie diese Stadt sich durch Olympia und noch vor Beginn der Spiele eigentlich verändert hat. Soviel immerhin ist offenkundig: ohne Reibung, ohne Streit in London selbst ist das nicht abgegangen. Dazu ein Gespräch mit London-Korrespondent Sebastian Hesse.
"Inspire a Generation"
Das Motto macht den Anspruch klar: London will gleich eine ganze Generation mit diesen Spielen inspirieren. Weltweit! Gastgeber des weltgrößten Sportfestes dürfen selbstredend derart selbstbewusst globale Ansprüche erheben, zumal die Gastgeberstadt eine der wichtigsten Hauptstädte Europas ist.
Was wäre nun aber gewesen, wenn Leipzig den Zuschlag für die Spiele erhalten hätte? Bettina Baltschev erinnert an die Geschichte einer ostdeutschen Olympiabewerbung. Und deren Anspruch.
London calling
London ist zwei Wochen lang Welthauptstadt des Sports. Und was hat London als Welthauptstadt des Pop zu bieten? Im Grunde alles! Genau dafür ist London ja berühmt.
Macht das aber bereits einen eigenen Sound? Oder ist London gerade deshalb Welthauptstadt des Pop, weil sie keinen eigenen Sound hat? Wie also klingt die Begleitmusik zu diesen Olympischen Spielen? Eine Betrachtung von Johannes Paetzold.
Die Olympiastadt vexiert
Wie oft hat London nicht schon herhalten müssen als Kulisse für den Film. Gern beispielhaft genannt werden da Klassiker wie "Blow-up", "Dracula", "Match Point" oder "A Study in Pink". Die Reihe ließe sich lange fortsetzen.
Was hat sich da offenbart von der Beziehung zwischen Stadt und ihren Bewohnern? Auch von der Gewalt, mit der die Stadt die Menschen prägt - und diese wiederum die Stadt? Vielleicht gibt es ja "den" London-Film noch gar nicht? Jörg Taszmann geht dieser Frage nach.
Olympische Ambitionen im Buch entdeckt
Der britische Schriftsteller Peter Ackroyd schreibt über London: Die Stadt "ist immer eine hässliche Stadt gewesen; das gehört zu ihrer Identität. Es wurde zu allen Zeiten wieder aufgebaut, wieder abgerissen und vandalisiert." Was für eine Atmosphäre wohnt dieser Stadt inne? Welchen Sportsgeist bringt sie damit hervor? Und wie äußert dieser sich in der Literatur? Ein Gespräch mit dem Leipziger Anglistik-Professor Elmar Schenkel.
