Literatur & Film

Schwerpunkt | MDR FIGARO | 01.-03.10.2012 : Fundstücke aus dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum

100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek

Vor hundert Jahren gründete der Börsenverein der Deutschen Buchhändler in Leipzig die Deutsche Bücherei als Archivbibliothek. Heute als Deutsche Nationalbibliothek bezeichnet, hat die Institution mehrere Erweiterungsbauten bekommen. Am 13. März 2012 wurde auch das Deutsche Buch- und Schriftmuseum wiedereröffnet. Dort gibt es ganz besondere Ausstellungsstücke zu bewundern. MDR FIGARO stellt einige in einer kleinen Serie vor.

Bibliotheken sind Orte der Extreme: Orte der Magie und der Bürokratie, der Begegnung und der Klausur, des Brütens und der Geistesblitze. Inspiration und Demotivation liegen nah beieinander. Auch die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig ist ein solcher Ort. In diesem Jahr nun feiert sie ihr 100-jähriges Bestehen. Zum Jubiläumsjahr hat sie sich unter anderem ein "Schaufenster" geschenkt - die neue Dauerausstellung im Deutschen Buch- und Schiftmuseum. Eine Ausstellung im neuen Erweiterungsbau in Leipzig, die einen Einblick in 5.000 Jahre Mediengeschichte der Menschheit gibt.

Unter dem Titel "Zeichen - Bücher - Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode" wird der Bogen von der Entstehung der frühen Schriftsysteme über den Buchdruck mit beweglichen Lettern bis zur digitalen Netzwelt gespannt und augenzwinkernd Ausblick in die Zukunft der Informationsgesellschaft gegeben. MDR FIGARO präsentiert Fundstücke aus diesem Museum, ganz besondere Objekte, an denen kleine Mediengeschichten nacherzählt werden.

Von der Deutschen Bücherei zur Deutschen Nationalbibliothek

Am 3. Oktober 1912 wurde auf Veranlassung des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig die Deutsche Bücherei gegründet. Nach der Teilung Deutschlands 1947 wurde zusätzlich in Frankfurt am Main die Deutsche Bibliothek mit dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 gegründet, zu der seit 1970 auch das Ende 2010 nach Leipzig umgezogene Deutsche Musikarchiv gehört. Seit 1950 ist das Deutsche Buch- und Schriftmuseum Teil der Deutschen Bücherei. Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 wurden die Standorte in Leipzig und Frankfurt am Main zusammengeführt. Seit 2006 trägt die vereinte Institution den Namen Deutsche Nationalbibliothek.

Wozu eine Deutsche Nationalbibliothek?

Die DNB sammelt, dokumentiert und archiviert für die Nutzung in Gegenwart und Zukunft das wissenschaftliche und kulturelle Erbe Deutschlands in Text und Musik. Gesammelt werden Medienwerke in Papierform, in Mikroformen, Tonträger sowie Medienwerke auf anderen Datenträgern und Netzpublikationen. Die DNB bietet neben der Nutzung ihrer Sammlungen in Leipzig und Frankfurt am Main Dienstleistungen für Bibliotheken, Buchhandel, wissenschaftliche Einrichtungen und individuelle Benutzer an. Mehr als 800 Leserinnen und Leser nutzen täglich die Medienangebote vor Ort in den Lesesälen an den Standorten.

Diskurs | MDR FIGARO | 20.09.2012 | Audio: Gedächtnis der Nation

Die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig feiert Geburtstag. Einhundert Jahre wird sie im Oktober alt. Nils Kahlefendt zeichnet die wechselvolle Geschichte eines ehrwürdigen Hauses nach. [mehr]


Zuletzt aktualisiert: 13. März 2012, 20:15 Uhr

Deutsches Buch- und Schriftmuseum

Deutscher Platz 1
04103 Leipzig

Öffnungszeiten des Museums:
Dienstag bis Sonntag 10:00-18:00 Uhr
Donnerstag 10:00-20:00 Uhr


© 2014 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK