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Das Interaktive Magazin | MDR FIGARO | 21.02.2015 | 13:00-17:00 Uhr : Deutsche Sprache in Not? Wohin treibt die Muttersprache?

Studenten protestieren 2013 auf dem Domplatz in Magdeburg gegen Kürzungen im Hochschulbereich
Student bei Protest gegen Kürzungen im Bildungsbereich

Der 21. Februar ist der Internationale Tag der Muttersprache. Die UNESCO rief ihn im Jahr 2000 zur "Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit" ins Leben. Das Interaktive Magazin nimmt diesen Tag zum Anlass zu fragen, wie es um die deutsche Muttersprache steht.

An der deutschen Sprache wird oft kein gutes Haar gelassen: zu lange Wörter, ein hässlicher Klang und zu umständliche Regeln. Spätestens seit der neuen Rechtschreibung sind viele Deutsche schlecht auf ihre Sprache zu sprechen.

"Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese Sprache zu lernen."

Mark Twain

Sprache unterliegt einem ständigen Wandel. Worte sterben aus, neue kommen hinzu. Auch im Deutschen kann man solche Prozesse beobachten: der Genitiv stirbt langsam aus, "wie" und "als" werden vertauscht und auf der Liste der häufigsten Rechtschreibfehler stehen unter anderem "Standart" [sic!] oder "orginal" [sic!]. Sollen wir unsere Rechtschreibung, unsere Grammatik als Kulturgut beibehalten - oder doch akzeptieren, dass sich unsere Muttersprache verändert?


Es wandern seit Jahren zunehmend englische Begriffe in die deutsche Sprache. Anglizismen wie "Handy", "Public Viewing" oder "Facility Management" halten Einzug. Und Wortkreationen zwischen Deutsch und Englisch ergeben schnell ein "abgefuckt" oder "chillaxen". Einige davon sind so skurril, dass kein Engländer sie versteht. Wie groß ist der Einfluss von Anglizismen in Ihrem Alltag?

Wie steht es um die deutsche Sprache in Zeiten der Globalisierung?
Die Sprache der Jugendlichen war schon immer bewusst abgrenzend zur Erwachsenenwelt. Und das funktioniert noch heute. Sätze wie "Alter, ich geh Schulhof" meinen wohl so was wie: "Ihr findet mich auf dem Schulhof" - Präpositionen überbewertet. Wer in Großstädten U-Bahn oder Bus fährt, hört nicht selten diesen Mix aus Deutsch und einer Fremdsprache. Deutsch mit Türkisch, Deutsch mit Arabisch - Deutsch wird bunt und Multi-Kulti. Heißt die Zukunft Sprachmischung statt Hochdeutsch?

Auch die Neuen Medien haben Auswirkungen auf unsere Sprache. Mit Hashtags und 140-Zeichen-Nachrichten, WhatsApp & Co. steht die deutsche Sprache vor besonderen Herausforderungen. Durch die Kommunikation per SMS und eine begrenzte Zeichenzahl entstehen oft völlig neue, kreative Sprachschöpfungen. Verfällt dadurch der klassische Satzbau von Subjekt, Prädikat und Objekt? Wie sieht das Deutsch der Zukunft Ihrer Meinung nach aus?

Fast 80 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass mehr für die deutsche Sprache getan werden müsse. Sind Sie der gleichen Meinung? Wie soll dieses "mehr" aussehen?

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Moderation: Rachel Gehlhoff

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Das Interaktive Magazin widmet sich jeden Sonnabend von 13 bis 17 Uhr einem Schwerpunktthema. Im Mittelpunkt steht die Interaktion mit dem Hörer - sowohl im Radio als auch in der Community meinFIGARO.de.

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