CD der Woche | MDR FIGARO | 19.09.2011 | Podcast : Ramón Ortega Quero: Oboenkonzerte
Der spanische Oboist Ramón Ortega Quero zählt mit Anfang Zwanzig zwar noch zu den jungen Musikern. Dennoch verfügt er über eine hohe musikalische Reife und Ausdruckskraft.
Der 1988 geborene Oboist Ramón Ortega Quero zählt vom Alter her vielleicht noch zum musikalischen Nachwuchs. Doch er hat sich schon längst als hochkarätiger Instrumentalist etabliert. Als Jugendlicher spielte er in Daniel Barenboims West-Östliches-Divan-Orchester. Beim 56. Internationalen Musikwettbewerb der ARD gewann der aus Andalusien stammende Spanier 2007 den ersten Preis. Das erste Mal seit über 40 Jahren wurde er an ihn damals verliehen. Der Wettbewerb fand in München statt und die Bayern nutze gleich die Chance - der Bayerische Rundfunk engagiert ihn als Solo-Oboist für seinen Klangkörper. Für seine CD "Shadows" erhielt Ramón Ortega Quero später zudem einen ECHO Klassik und wurde einem breiteren Publikum bekannt.
Nun hat der Oboist gemeinsam mit der Kammerakademie Potsdam unter der Leitung von Peter Rainer verschiedene Oboenkonzerte aufgenommen. Darunter finden sich Werke von Georg Philipp Telemann oder Bach, teilweise für andere Instrumente komponiert und hier für die Oboe umgeschrieben. Produziert hat die CD als Tonmeister Alfredo Lasheras Hakobian, der einer der Chefs des renommierten Leipziger Klassik-Labels Genuin ist, auf dem das Album auch erscheint.
Ramón Ortega Quero spielt die Werke voller Tiefgang, lotet die Facetten der Musik gefühlvoll aus und lässt sie glänzen oder den Hörer sanft streicheln. Er spielt das Instrument nicht nur, er wird gleichwohl eins mit der Oboe. Eine innige Erfahrung!
Ramón Ortega Quero: "Oboenkonzerte"
Ramón Ortega Quero, Oboe
Kammerakademie Potsdam
Leitung: Peter Rainer
Label: Genuin (Best.Nr.: GEN11209)
