Musik & Bühne

Im Konzert | MDR FIGARO | 13.02.2014 | 20:05 Uhr : Zum Gedenken an Dresdens Zerstörung 1945

Seit 1951 gibt die Staatskapelle Dresden jeweils am Jahrestag der Zerstörung der Stadt ein Gedenkkonzert. MDR FIGARO hat dieses Jahr live aus der Semperoper übertragen und bietet hier den Mitschnitt zum Nachhören an.

Dresden 1945
Dresden nach der Bombardierung vom 13. Februar 1945

Der 13. Februar 1945 gehört zu den leidvollsten Tagen, die Dresden je erlebte. Bis dahin war die Stadt weitgehend von den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg verschont geblieben. Doch dann zerstörten englische und amerikanische Bomber große Teile der Stadt. Bis zu 25.000 Menschen kamen ums Leben.

Seit 1946 gedenkt Dresden jedes Jahr des 13. Februar. Seit 1998 versuchen Neonazis, dieses Datum für ihre Zwecke zu missbrauchen. Tausende Dresdner stellen sich dem Jahr für Jahr entgegen und bilden eine Menschenkette um das Stadtzentrum. Die Sächsische Staatskapelle lässt zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945 Giuseppe Verdis "Messa da Requiem" erklingen.

"Mit Giuseppe Verdis 'Messa da Requiem' begründete die Sächsische Staatskapelle 1951 ihre lange Tradition der Dresdner Gedenkkonzerte. Nun nimmt sich erstmals Christian Thielemann der Totenmesse des großen italienischen Musikdramatikers an – eine Komposition, die die Frage nach den letzten Dingen stellt, ohne die Verzweiflung angesichts des Todes abstreifen zu können."

Quelle: Homepage der Semperoper Dresden

Programm:

Giuseppe Verdi: "Messa da Requiem"

Interpreten:

Sopran: Krassimira Stoyanova
Mezzosopran: Marina Prudenskaya
Tenor: Charles Castronovo
Bass: Georg Zeppenfeld
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Dirigent: Christian Thielemann

MDR FIGARO übertrug das Konzert ab 20:05 Uhr live aus der Semperoper.

Über die Sächsische Staatskapelle Dresden:

Die Sächsische Staatskapelle Dresden ist eines der ältesten Orchester der Welt. Sie wurde 1548 im Auftrag von Kurfürst Moritz von Sachsen gegründet und im Laufe der Jahrhunderte von vielen berühmten Musikerpersönlichkeiten geleitet, zum Beispiel von Heinrich Schütz, Carl Maria von Weber und Richard Wagner, Fritz Busch, Karl Böhm, Herbert Blomstedt oder Giuseppe Sinopoli.

Das Orchester hat viele Werke uraufgeführt, so allein neun Opern von Richard Strauss. Auch heute arbeitet es regelmäßig mit bedeutenden zeitgenössischen Komponisten zusammen: Seit 2007 verlieh es den Titel "Capell-Compositeur" an Persönlichkeiten wie Rebecca Saunders, Hans Werner Henze oder den Karlsruher Komponisten Wolfgang Rihm.

Seit 2012 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle, Myung-Whun Chung ist Erster Gastdirigent. Zu Hause ist das Orchester in der Semperoper Dresden. Hier begleitet es pro Saison etwa 260 Opern- und Ballettaufführungen, dazu kommen rund 50 symphonische und kammermusikalische Konzerte sowie Aufführungen in der Dresdner Frauenkirche.

Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2014, 12:38 Uhr

Angaben zur Sendung:

Das Konzert können Sie hier bis zum 20.02.2014 nachhören.

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