Musik & Bühne

Take 5 vom 23.1.2012 - Klassik

Indian Ragas & Medieval Song

Cover der CD "Indian Ragas & Medieval Song"
Label: Glossa (Best-Nr.: GCD 922508)

Dominique Vellard, Tenor
Ken Zuckerman, Sarod
Anindo Chatterjee, Tabla
Keyvan Chemirani, Percussion

Diese CD-Produktion verbindet Gregorianik und Gesang der französischen Trobadors mit indischen Ragas. Hinter diesem ambitionierten Projekt steckt einer der ganz Großen der europäischen Alte-Musik-Szene, der Franzose Dominique Vellard, der auch an der Schola Cantorum Basiliensis lehrt, dem führenden Bildungsinstitut für Originalklang. Vellard hat für die CD europäische und indische Musiker zusammengebracht. Sie spielen jeweils Musik ihrer Tradition, aber sie improvisieren auch gemeinsam - ein spannendes Experiment!


Telemann: A Fagotto Solo

Cover der CD "Telemann: A Fagotto Solo"
Label: Ricercar (Best-Nr.: RIC 314)

Jérémie Papasergio, Fagott
Ensemble: Syntagma Amici

Georg Philipp Telemann hatte zum Fagott ein besonderes Verhältnis. Er war begeistert von diesem revolutionär neuartigen Instrument, das sich zu seinen Lebzeiten aus dem Dulzian heraus entwickelt hat, vor allem wegen seines großen Tonumfangs. Allerdings beklagte der auch, dass es seiner Zeit zu wenige virtuose Spieler gab. So machte er auch der Not eine Tugend und schrieb Werke für musikalische Laien. Dahinter steckte jedoch auch geschäftliches Interesse. Telemann verstand sich schon damals auch auf Marketing und hatte damit, neben seiner Arbeit als Musikdirektor der Hamburger Hauptkirchen eine zusätzliche Einnahmequelle. Was dem einen oder anderen Stück auf der CD an Virtuosität vielleicht fehlt, das gleicht Telemann durch Eleganz aus - wunderbare Unterhaltungsmusik! Solist und Ensemble kommen aus Frankreich, alle sind noch recht jung, aber absolut geschult in der adäquaten Spielweise.


Robert Schumann: Cello Concerto in A minor, Op. 129

Cover der CD "Robert Schumann: Cello Concerto in A minor, Op. 129"
Label: Genuin (Best-Nr.: GEN 11215)

Benedikt Klöckner, Violoncello
Deutsche Streicherphilharmonie
Leitung: Michael Sanderling

Benedict Klöckner ist Jahrgang 1989, kommt aus Neuwied in Rheinland-Pfalz und gilt als der deutsche Cello-Nachwuchsstar. Er hat einen sehr schönen, akkuraten Ton und meistert die Klippen im Schumann-Konzert scheinbar mühelos. Begleitet wird er von Musikern der deutschen Streicherphilharmonie, die zum größten Teil noch jünger sind als er. Dieses Ensemble wurde in der DDR als nationales Auswahlorchester der Musikschulen gegründet, hat die Wende überstanden und ist nun das Streichorchester des Verbandes der Musikschulen in Deutschland unter Michael Sanderling.


"French Impressions"

Cover der CD "French Impressions"
Label: Sony Classical (Best-Nr.: 88697891822)

Werke von Camille Saint-Saëns, Maurice Ravel und César Franck
Joshua Bell, Violine
Jeremy Denk, Klavier

Auf diesem Album hört man drei französische Meilensteine des Genres aus der Zeit der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert! Beide Interpreten bilden zudem ein wirklich gutes Team. Was am Violinisten Joshua Bell beeindruckt, ist vor allem seine Vielseitigkeit im Repertoire. Er ist kürzlich zum Musikdirektor der Londoner Academy of St. Martin-in-the-Fields gekürt worden, dort muss er viel Mozart, Beethoven spielen. Aber diese impressionistische Kammermusik liegt ihm genauso gut.


"Faszination Dance"

Cover der CD "Faszination Dance"
Label: Deutsche Grammophon (Best-Nr.: 0028947647461)

The Philharmonics

"The Philharmonics" sind ein - in gutem Sinne - "durchgeknalltes" Ensembles. Es besteht aus fünf Streichern, einem Klarinettisten und einem Pianisten, der ab und zu aber auch Schlagzeug oder Melodica spielt. Mit Ausnahme des Pianisten und "Spiritus rector" der Truppe sind alle Mitglieder Wiener- oder Berliner Philharmoniker und kommen aus Tschechien, Ungarn, Deutschland oder Österreich. Zu hören sind klassische Tänze - vom deutschen Ländler von Franz Schubert über den Walzer bis zu Tango und Bossa Nova. Die Arrangements sind alle höchst originell, so dass FIGARO-Musikexperte Claus Fischer beim Hören nach eigenem bekunden "mehrfach in schallendes Gelächter ausgebrochen" ist.

Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2012, 16:04 Uhr

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