Festival "Women in Jazz" | Halle | 01.-10. Februar 2013 : Das weibliche Gesicht des Jazz
Von Jazz der goldenen Swing-Ära bis zur Neuinterpretation von Händels "Messias" am Piano präsentiert das Musikfestival "Women in Jazz" in Halle ein vielfältiges Spektrum. Vom 1. bis 10. Februar geben national und international bekannte Jazzmusikerinnen in der Saalestadt den Ton an. Das Festival geht damit in sein achtes Jahr.
Zehn Tage lang wird Halle zur Bühne für Künstlerinnen wie Cristin Claas (Deutschland), Malia (Großbritannien), Sidsel Endresen (Norwegen), Isabelle Olivier (Frankreich), Ingrid Lukas (Estland), Lily Dahab (Argentinien), Makiko Hirabayashi (Japan), Angelika Niescier (Deutschland), Kgomotso Tsatsi (Südafrika), Julia Hülsmann (Deutschland) und Rita Marcotulli (Italien). So verschieden wie ihre Herkunft ist auch ihre Auffassung von Jazz.
Kileza lässt Jazz-Legende Ella Fitzgerald lebendig werden
In die Swing-Ära von Jazz-Ikone Ella Fitzgerald entführt Kgomotso Tsatsi, auch bekannt unter dem Namen Kileza. Bei ihrem Auftritt in der Ulrichskirche wird die stimmgewaltige südafrikanische Künstlerin von Andrej Hermlins "Swing Dance Orchestra" begleitet. Wer seine Augen schließt, wird glauben, Ella Fitzgerald persönlich erfülle mit ihrer Stimme die Gewölbe des alten Kirchenbaus.
Cristin Claas: Vielfältig und überraschend
Gekonnt verwebt die deutsche Sängerin Cristin Claas mit ihrer Band "l'arc six" - in der Besetzung mit Christoph Reuter, Jörg Naumann, Stephan Bormann, Gerald Manske und Thomas Rüdiger - Jazz mit klassischen Elementen, Chanson und auch Pop. Es scheint, als gebe es für Claas keine Musikrichtung, die sich nicht mit Jazz verschmelzen lässt. Speziell für das Festival "Women in Jazz" ist die Zusammenarbeit mit der Staatskapelle Halle entstanden, mit der Cristin Claas schon einmal aufgetreten ist und das Publikum begeisterte.
Makiko: Neuinterpretation von Händels Messias am Piano
Nicht mit ihrer Stimme, sondern ihrem Instrument lässt die Japanerin Makiko Hirabayashi den Jazz aufleben. Die Künstlerin interpretiert mit "Makiko – Mysteries of Life – The Händel Experience" Händels Messias am Piano. Das Konzert in der Oper Halle erlebt bei "Women in Jazz" sogar seine Uraufführung.
Lily Dahab: Tango, Jazz und mehr
In der Musik von Lily Dahab aus Argentinien trifft Piazzollas Tango mit seiner feurigen Dramatik auf verträumte Melancholie, den reichen Schatz der Folklore des Landes reichert sie an mit Einflüssen der europäischen Musik und den Farben des Jazz. Am 7. Februar war sie zu Gast im Studio von MDR FIGARO:
Isabelle Olivier: Die Harfe im Jazz
Auch die Französin Isabelle Olivier - die einst bei Pierre Jamet, dem unbestrittenen Meister der französischen Harfe lernte - stellt ihr Instrument in den Vordergrund; ein Instrument, das eher ungewöhnlich im Jazz ist: die Harfe. Mit der Sängerin Brigitte Jacquot, David Venitucci am Akkordeon und Louis Moutin am Schlagzeug beweist die Künstlerin, die auch Musik für Filme, Theaterstücke und das Ballett schreibt, dass sich auch auf der Harfe lebendiger, klassischer und moderner Jazz spielen lässt.
Jazz in seiner vielfältigsten Form
Das sind nur einige der Höhepunkte des zehntägigen Jazzfestivals, auf dessen Programm auch die Ausstellung "Jazz im Portrait" mit Gemälden und Grafiken von Arvo Wichmann steht, Jazz-Workshops und Live-Jazz in der Hallenser Innenstadt beim "Cityjazz". MDR FIGARO schneidet das Eröffnungskonzert am Sonnabend in der Oper Halle mit und sendet es am Montagabend.
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