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Hochschulpolitik : Sachsen will 30 Studiengänge streichen

An den Hochschulen in Sachsen sollen 30 Studiengänge ersatzlos gestrichen werden. Wie das Wissenschaftsministerium mitteilte, ist außerdem geplant, 27 Studiengänge neu zu organisieren. In Leipzig solle unter anderem der Studiengang Pharmazie wegfallen, weil er zu klein und forschungsschwach sei. Auch der bundesweit bekannte Fachbereich Namenkunde steht vor dem Aus. Außerdem sollen die Studiengänge Kartographie und Geomedientechnik an der TU Dresden, die Ausbildung in Digital Manufacturing und Technikkommunikation an der TU Chemnitz sowie das Architekturstudium an der Westsächsischen Hochschule Zwickau wegfallen. Weiterhin auf der Streichliste stehen mehrere mathematische und ingenieurtechnische Studiengänge an der Hochschule Zittau/Görlitz.

Schorlemer verteidigt Umbau

Sabine von Schorlemer
Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer

Die sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer verteidigte die Pläne. Schorlemer sagte MDR INFO, es sei ein ganz normaler ständiger Prozess, dass die Hochschulen ihr Profil schärften, Stärken ausbauten und Dopplungen strichen. Das habe nichts mit dem Gesamthaushalt der Hochschulen zu tun oder mit Stellenabbau. Im Gegenteil, die sächsischen Hochschulen hätten zum Start des Wintersemesters 300 zusätzliche Stellen erhalten. Zudem werde die Lehrerbildung ausgebaut. Schorlemer betonte, insgesamt gebe es keine Kürzungen im Gesamthaushalt der Hochschulen.

Die "Sächsische Zeitung" hatte über die Sparpläne berichtet. Als Hintergrund wurde eine Vorgabe an die Hochschulen und Universitäten angeführt, bis 2016 insgesamt 205 Stellen abzubauen.

Zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2013, 20:42 Uhr

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