Rundgang über die Baustelle : Sanierung des Mathematisch-Physikalischen Salons fast abgeschlossen
Der seit 2007 geschlossene Mathematisch-Physikalische Salon kehrt ab November wieder in den Dresdner Zwinger zurück. Wie das Sächsische Finanzministerium am Donnerstag mitteilte, steht die Generalsanierung kurz vor der Vollendung. Die Bauarbeiten hatten 2008 begonnen. Insgesamt investiert das Land Sachsen bis Ende des Jahres rund 17 Millionen Euro in die Sanierung der Ausstellungsflächen, Depots, Werkstätten, Verwaltungstrakte und Außenbereiche des Zwingerflügels, in dem die Sammlung untergebracht wird. Die Wiedereröffnung des Spezialmuseums für Uhren und wissenschaftliche Instrumente ist im April 2013 geplant.
Faible sächsischer Kurfürsten für Wissenschaft und Kunst
August der Starke hatte 1728 das "Königliche Cabinet der mathematischen und physikalischen Instrumente" im Zwinger einrichten lassen. Als eigenständiges Museum erhielt es kurz darauf das erste Inventarverzeichnis und 1746 schließlich seinen bis heute gültigen Namen. Die Sammlung selbst wurde bereits um 1560 von Kurfürst August von Sachsen begründet, der in seiner Kunstkammer wertvolle Erzeugnisse aus Wissenschaft, Technik und Kunst zusammentrug. August von Sachsen erwarb vor allem in den süddeutschen Reichsstädten Nürnberg und Augsburg wissenschaftliche Instrumente. Alles, was er in seine Sammlung übernahm, entsprach nicht nur dem neuesten Stand der Technik, sondern genügte auch künstlerisch den höchsten Ansprüchen. Die prunkvoll vergoldeten und fein gearbeiteten Messinstrumente wurden zwar von Wissenschaftlern genutzt, dienten aber vor allem der Repräsentation kurfürstlicher Macht. Kurfürst August der Starke kaufte 150 Jahre später nicht nur wissenschaftliche Instrumente an, er verpflichtete auch Handwerker nach Sachsen und beauftragte Einheimische mit der Fertigung. Damit begründete er die eigenständige sächsische Instrumentenbaukunst.
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