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Theater Altenburg-Gera : Theaterleute demonstrieren vor dem Landtag

Rund 200 Menschen haben am Donnerstag vor dem Landtag in Erfurt für den Erhalt des Theaters Altenburg-Gera demonstriert. Sie übergaben dort an einen Vertreter des Landtags eine Petition mit 30.000 Unterschriften, in der die Aufrechterhaltung des Fünf-Sparten-Betriebes gefordert wird.

Eine große Gruppe Frauen und Männer steht im Halbkreis auf einem Platz. Sie tragen ein langes schwarzes Transparent mit der Aufschrift: Schützen Sie Ihr Theater. Jede Stimme zählt. Danke für bisher 30.000 Unterschriften.
Rund 200 Beschäftigte und Freunde des Theaters waren nach Erfurt gekommen.

Frank Raspel vom Spartenrat des Theaters sagte, dass die Mitarbeiter schon bisher jedes Jahr auf eine Million Euro an Lohn verzichtet hätten, um den Theaterbetrieb am Laufen zu halten. Das könne nicht ewig so weitergehen.

Dem Theater droht ab 2013 trotz jährlicher Zuschüsse von Gesellschaftern und Land in Höhe von rund 16,4 Millionen Euro ein Haushaltsloch von 2,6 Millionen Euro pro Jahr. Im Mai hatten die Gesellschafter und das Land noch einen "Zuschlag" von 1,16 Millionen Euro pro Jahr beschlossen. Den Rest des Deckungsloches soll das Theater aus eigener Kraft füllen, etwa durch Einsparungen. Jedoch haben die Verhandlungen über einen neuen Haustarifvertrag noch keine Einigung ergeben. Deshalb hat der Aufsichtsrat eine Frist gesetzt: Sollte bis zum 18. September kein neuer Haustarifvertrag vereinbart sein, will das Gremium eine "unternehmerische Entscheidung" treffen. Es wird damit gerechnet, dass damit Spartenschließungen und Entlassungen gemeint sind.

Raspel sagte dazu am Donnerstag, schon die zu Jahresanfang von Land und Gesellschaftern geschlossene Finanzierungsvereinbarung sei von Anfang an nicht ausreichend unterfüttert gewesen. "Die Situation war seit langem absehbar", sagte er. Auch der im Frühjahr angekündigte Nachschlag habe die jüngsten Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst noch nicht mit aufgewogen.

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2012, 22:19 Uhr


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