Gartenkalender

Gartenkalender | Januar 2013 : Zaubernuss, Crassula & Orchideen

(Sendung vom 13.01.2013)

Zaubernuss im Januar

Zaubernuss
Blühende Zaubernuss

Scheint jetzt die Sonne, entfalten sich die Blüten der Zaubernuss. Sie duften süß. Wird es eisig, rollen sich die Blühfäden zusammen und trotzen so den Minusgraden. Das Gehölz kann noch bis in den März hinein gepflanzt werden. Im Staudengarten hingegen fasziniert jetzt die palmblättrige oder stinkende Nieswurz. Sie blüht bis April durch. Leider ist die Christrosenverwandte sehr giftig und riecht unangenehm. 

Crassula-Blüte im Winter

Blüte Crassula
Blühende Crassula

"Crassula ovata" - so heißt ein Dickblattgewächs, das jetzt herrlich blüht, wenn es zuvor richtig gepflegt wurde. Bis in den Herbst hinein muss es immer gewässert und anschließend völlig austrocknet werden. Dann ist eine Ruhepause bei kühlen 5 bis 10 Grad Celsius nötig. Alle Geldbaum-Sorten mögen es dabei trocken und hell. Erst dann bilden sie Knospen.

"Hängende" Orchideen blühen besser

Orchideen hängend
Orchideenrispen suchen das Licht

Beobachtungen haben gezeigt: Phalaenopsis-Orchideen scheinen länger und üppiger zu blühen, wenn die Blütenstängel hängen dürfen. Es gibt dafür eine einfache Erklärung: Die Orchidee muss so weniger Energie für die Versorgung der Blüten mit Nährstoffen aufwenden. Es muss sozusagen nichts nach oben gepumpt werden, die Zellversorgung wird erleichtert. An den Enden bilden sich immer neue Triebe mit Knospen.

Gärtnereien befestigen die Blütenrispen senkrecht an einem Stab, damit auf dem langen Weg zum Kunden nichts abbrechen kann. Ohne Stab sucht sich der Orchideenstängel selbst seinen Weg in Richtung Licht. Wird später die Blütenlast zu schwer, kann schräg abgestützt werden.


Dieser Text gibt den Inhalt des Beitrags der Sendung "MDR Garten" mit dem angegebenen Ausstrahlungstermin wieder. Eventuelle spätere Änderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

Zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2013, 08:45 Uhr

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