Gartenkalender | Januar : Glättbretter, Nieswurz & Tulpenwissen
(Sendung vom 31.01.2012)
Glättbrett selber bauen
Sperrholz ist ideal, weil es sich bei Nässe nicht verzieht. Im Baumarkt gibt es sicher auch Holzreste für einen Griff. Mit Schaftschrauben lässt sich das Glättbrett mit dem Griff wackelfest verbinden. Die Löcher dafür vorher mit der Bohrmaschiene vorbohren. Gut vor Verschmutzungen geschützt ist das Brett, wenn es mit etwas Öl eingerieben wird. Abgerundete Enden auf einer Seite erleichtern das Andrücken der Anzuchterde in runden Gefäßen. Aus der Erde wird so die Luft heruasgedrückt. Das erleichtert das Keimen der Samen.
Nieswurz-Sämlinge
Der berühmte Staudengärtner Karl Förster nannte sie Palmblatt-Schneerose, aber eigentlich heißt der imposante Winterblüher mit den hellgrünen Blüten "Stinkende Nießwurz". Der strenge Geruch und die Mär, dass einst die Wurzeln für Schnupftabak verwendet wurden, haben zu diesem Namen geführt. Einmal im Garten, tauchen schnell überall Sämlinge der Pflanze auf. Die Staudensamen werden nämlich gern durch Ameisen verbreitet.
Tulpenwissen
Tulpen gehören zu den ersten Schnittblumen, die jedes Jahr angeboten werden. Wenn es draußen noch winterlich ist, bringen sie schon Farbe in die Wohnung. Wer sicher gehen möchte, dass seine Tulpen lange halten, sollte folgende Tipps beachten:
Beim Beschneiden von Tulpen sollten maximal zwei Blätter pro Stängel bleiben. Am Ende dann schräg anschneiden, damit die Blüte genug Wasser bekommt. Wenn dann Tulpen ihre Zellen mit Wasser vollgepumpt haben, strecken sie sich und werden immer länger. Das sogenannte Zellstreckungswachstum lässt sich durch einen Trick bremsen, einen kleinen Einschnitt unterhalb des Blütenkopfes. Niedriger Wasserstand und kühler Standort über Nacht verringern das Wachstum ebenfalls. Ideal für die Vase sind übrigens knospige Blüten, die schon Farbe zeigen.
