MDR Garten

Pflanzen von A bis Z : Goji-Beere - eine Frucht mit teuflischen Kräften

(Sendung vom 14.02.2012)

Teufelszwirn wird die Goji-Beere auch genannt, vielleicht, weil in den Früchten soviel Kraft und Energie steckt. Die Goji-Beere ist eine kleine, korallenrote Frucht. Ihr Verzehr soll dank der vielen Vitamine sehr gesund sein und glücklich machen.

Goji Beere

Der gemeine Bocksdorn gehört zu den Nachtschattengewächsen, umgangssprachlich ist der Strauch unter dem Namen Goji-Beeren-Strauch bekannt. Man nimmt an, dass die Pflanze ursprünglich aus China kommt.

Wildformen der Goji-Beeren gibt es seit 1850 in Deutschland. Diese Pflanzen tragen nicht viele Früchte. Man findet sie beispielsweise als Randbefestigung an Autobahnen. Wer eine reiche Ernte haben möchte, muss Kultursorten kaufen, wie "so sweet" und "big and sweet". Manche Sorten tragen sofort, andere brauchen drei bis vier Jahre, bevor die ersten Beeren geerntet werden können.

Sonne bevorzugt – der richtige Standort

Gartenexpertin Roswitha Schemm
Beerenexpertin Roswitha Schemm macht sich jeden Morgen einen Goji-Drink.

Der Goji-Strauch braucht ganz normalen durchlässigen Boden und viel Licht, damit er viele Früchte trägt. Je sonniger der Standort, desto höher ist der Ertrag. Das gilt auch für Balkon und Terrasse, denn der Goji-Strauch kann auch in einem großen Topf wachsen, der mindestens 50 Liter fasst. Wichtig ist, den Strauch regelmäßig zu gießen und im Frühjahr zu düngen. Wer die Goji-Beere im Topf angebaut hat, muss im Winter den Topf schützen. Die Wurzeln sind frostempfindlich, der Strauch selbst hält Minusgrade gut aus. Es ist aber zu bedenken, das die Pflanze sehr groß wird, sie wächst im Jahr zwei bis vier Meter hoch. Wer die Pflanzen in Reihe setzt, sollte einen Abstand von 1,50 Meter einhalten.

Den Ertrag von Goji-Beeren steigert man durch den richtigen Schnitt. Ein Strauch sollte nicht mehr als acht Haupttriebe haben. Diese werden im Winter um ein Drittel gekürzt. In den Sommermonaten trägt die Pflanze an den langen Trieben kleine, ovale Früchte, die inzwischen sogar als Mittel gegen Alterung gehandelt werden.

Gesunde Köstlichkeit – Goji-Beeren verarbeiten

Goji Beeren Salat
Auf Salat sind Goji-Beeren das i-Tüpfelchen.

Die Goji-Beere gilt in weiten Teilen Asiens als Frucht des Wohlbefindens und als Jungbrunnen. Die chinesische Medizin vertraut auf ihre Heilkräfte. Die Beeren sollen glücklich machen und als Aphrodisiaka wirken. Im Handel gibt es Goji-Beeren meist getrocknet oder als Saft. Wer das Glück hat, sie im eigenen Garten ernten zu können, kann sie trocknen, einfrieren, zu Marmelade oder Saft verarbeiten. Frisch geerntet oder auch getrocknet sind sie eine knackige Beigabe für Salate oder köstliche Vitamin-Drinks.

Ein Power Drink steht auf dem Tisch.
Wer nach solch einem Getränk müde bleibt, ist selbst schuld

Zum Trocknen werden die Früchte einfach auf ein luftiges Gitter gelegt, oder in die Sonne gestellt. Auch im Backofen können Sie konserviert werden. Die Temperatur sollte allerdings gering sein. Achten Sie darauf, dass die kleinen Beeren nicht austrocknen und zu hart werden.

Für einen Salat werden die Gojis mit Gurken, Möhren, Ananas und Nüssen angerichtet und mit einem Dressing aus Salz, Pfeffer, Essig und Öl abgeschmeckt. Ein Frühstücksdrink aus Früchten der Saison und Goji-Beeren bringt Schwung in den Tag.


Dieser Text gibt den Inhalt des Beitrags der Sendung "MDR Garten" mit dem angegebenen Ausstrahlungstermin wieder. Eventuelle spätere Änderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2012, 15:09 Uhr

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