Ziergarten

Pflanzen von A bis Z | Ziergarten : Bodendecker: Schutz und schöne Blüten

(Sendung vom 30.03.2014)

Der Traum eines jeden Gärtners ist ein blühender und gepflegter Garten. Doch gerade schwer erreichbare Stellen, wie zum Beispiel unter Sträuchern, stellen den Gartenbesitzer immer wieder auf eine harte Probe und erfordern gärtnerisches Wissen und Kreativität. Für diese speziellen Bereiche eignen sich Bodendecker, ob immergrün oder blühend, besonders gut. Gärtnermeister Hans Müller von der Firma "Helix-Pflanzen" war Gast im Studio und hat verschiedene Arten vorgestellt.

Storchschnbael - Pflanze mit pink-farbener Blüte

Bodendecker bilden einen einheitlichen Pflanzenteppich und schützen den Boden vor Austrocknung und Unkrautbildung. Für pflegeleichte Gärten empfehlen sich immergrüne Bodendecker, wie zum Beispiel die Dicknarbe (Pachysandra terminalis). Sie ähnelt dem Buchsbaum, lässt sich also gut als kleine Einfassung von Beeten verwenden, ist aber bei feuchtwarmer Witterung deutlich robuster und weniger anfällig gegenüber Pilzbefall. Auch der Garten-Ehrenpreis ist ein immergrüner Bodendecker, der im Frühjahr sehr schön weiß blüht und Flächen besonders dicht überdeckt.

Storchschnbael - Pflanze mit pink-farbener Blüte
Der Storchschnabel eignet sich sowohl für sonnige als auch für schattige Bereiche.

Mit diesen Pflanzen können Sie problematische Stellen im Garten farbenfroh und abwechslungsreich gestalten. Sie eignen sich ebenso als Ersatz für pflegeaufwändige Rasenflächen. Wichtig ist aber ein sonniger Standort. Besonders unkompliziert sind Efeu (Hedera helix) und Immergrün (Vinca minor). Beide Bodendecker wachsen an sonnigen Standorten, aber auch im Schatten. Auch der Storchschnabel muss in diesem Zusammenhang unbedingt genannt werden. Es gibt Sorten, die sonnige Standorte brauchen, aber auch Pflanzen, die im Schatten gut gedeihen.

Standort und Pflege

Im März ist die ideale Pflanzzeit für Bodendecker. Der Wurzeldruck im Bereich großer Bäume ist jetzt sehr gering und so haben die Bodendecker die Chance, ihre Wurzeln zu bilden. Im kommenden Frühjahr können sich die Setzlinge dann gut ausbreiten. Die meisten Bodendecker sind unkompliziert und brauchen nicht viel Pflege. Grundsätzlich gilt: Bodendeckende Stauden müssen nicht geschnitten werden. Sie werden lediglich dort, wo sie auf Wege wachsen, in Form gebracht. Im Gegensatz dazu sollten bodendeckende Gehölze geschnitten werden, damit sie dicht wachsen. Eine Ausnahme ist der Storchenschnabel, der den Rückschnitt mit einer zweiten Blüte dankt.

Achten Sie beim Efeu darauf, dass er an einem Standort steht, an dem die Blätter nach einem Regen gut trocknen können. Sonst drohen den Pflanzen Pilzkrankheiten. Ein Standort unter Laubbäumen, von denen auch nach einem Regen noch lange Tropfen fallen, ist deshalb nicht zu empfehlen.

Wie viele Pflanzen auf einen Quadratmeter?

grüne Blätter
Der Garten-Ehrenpreis ist ein immergrüner Bodendecker, der im Frühjahr weiß blüht.

Die Geduld des Gärtners entscheidet darüber, wie viele Pflanzen gesetzt werden müssen. Wer drei Jahre warten möchte, bevor die Pflanzen dicht gewachsen sind, sollte fünf bis sieben Pflanzen pro Quadratmeter setzen. Wer schon nach zwei Jahren einen Blütenteppich haben möchte, braucht acht bis zwölf Pflanzen pro Quadratmeter. Wer innerhalb eines Jahres einen dichten Blütenteppich wünscht, sollte bis zu 20 Pflanzen setzten. Für ungeduldige werden auch Bodendecker-Matten angeboten. Diese sind allerdings auch preisintensiver und kosten ca. 100 Euro pro Quadratmeter.

Vor allem an schwierigen Standorten, beispielsweise unter Nadelgehölzen, empfiehlt Hans Müller eine Bodendecker-Platte. Diese sollte in den ersten zwei Jahren auch regelmäßig gegossen werden.

Zuletzt aktualisiert: 30. März 2014, 08:40 Uhr

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