Pflanzengesundheit : Honig: Der Nektar der Götter
(Sendung vom 21.02.2012)
Honig ist das Ergebnis der Arbeit fleißiger Bienen. Er ist der erste Süßstoff, mit dem wir unsere Speisen verfeinerten. Im Honig sind zirka 200 Stoffe enthalten. Neben Frucht- und Traubenzucker sind aber auch Mineralien, Proteine und Vitamine wichtige und gesunde Bestandteile. Je nach Blütentracht unterscheiden sich bis zu 15 Geschmacksrichtungen.
Honig hat vor allem eine antibakterielle und heilende Wirkung. Bei längerer Anwendung beeinflusst er die biochemischen Prozesse im Organismus. Bei Erkältungen kann er in Tee eingerührt werden oder auch pur genossen werden. Dafür sollte man jede halbe Stunde eine Messerspitze Honig im Mund zergehen lassen, so verteilt sich dieser gut im Rachenraum und kann so seine volle Wirkung entfalten. Man muss sich auch keine Sorgen um die Kalorien machen. Honig hat etwa 20 Prozent weniger Kalorien als Zucker. Daher sollten Naschkatzen eher zu Honig als zu Schokolade greifen.
Klassifizierung
Honig kann man in zwei große Sorten unterteilen. Da gibt es zum einen Blütenhonig und zum anderen Waldhonig. Beim Blütenhonig kommt der Nektar von Blüten, wie zum Beispiel Raps oder Löwenzahn. Waldhonig wird von Tanne, Fichte oder Kiefer gewonnen.
Blütenhonig
Die Inhaltsstoffe sind bei allen Honigsorten etwa gleich. Unterschiede ergeben sich aber vor allem im Geschmack. In Blütenhonig ist die ganze Blütenvielfalt enthalten - von Obstbäumen, Löwenzahn oder auch Hecken. Es gibt aber auch spezielle Sorten, zum Beispiel den Löwenzahn-Honig. In Mitteldeutschland wird auch sehr häufig nach der Linden-Blüte der Linden-Honig geerntet. Etwas ganz besonderes ist Buchweizen-Honig. Dieser ist farblich deutlich dunkler als normaler Honig. Im Geschmack ist er herb und bitter, wird aber beim zweiten Probieren ein Hochgenuss.
Honig-Küche
Mit Honig lassen sich auch Speisen verfeinern. Eine leckere Nachspeise mit Honig kann man ganz einfach aus Quark, Milch und je nach Geschmack ein bis zwei Löffeln Honig bereiten. Im Winter können Apfelstücke untergehoben werden und danach das Ganze noch mit Zimt verfeinern. Natürlich sind auch andere Obstsorten denkbar - je nach Geschmacksvorliebe.
Gesprächsgast:
Als Gesprächsgast zum Thema "Honig: Der Nektar der Götter" stand uns Friedgard Schaper zur Verfügung.
Die Bienenfachfrau stammt aus einer Imkerfamilie. Zurzeit ist sie in der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau im Fachzentrum Bienen beschäftigt.
Dieser Text gibt den Inhalt des Beitrags der Sendung "MDR Garten" mit dem angegebenen Ausstrahlungstermin wieder. Eventuelle spätere Änderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.
