Pflanzengesundheit

Pflanzengesundheit : Schädlinge im Winterquartier

(Sendung vom 06.01.2013)

Schon beim Einräumen des Winterquartiers sollte man darauf achten, dass keine Schädlinge eingeschleppt werden. Zu schnell breiten sich diese über alle Pflanzen aus. Manchmal passiert es aber doch, dass Wolllaus und rote Spinne sich unbemerkt eingenistet haben. Deshalb sollten Pflanzen im Winterquartier regelmäßig untersucht werden.

Orleanderblätter mit Schädling rote Spinne

Schmier- oder Wollläuse

Selbst im Erfurter egapark werden täglich hunderte Kübelpflanzen in den Gewächshäusern kontrolliert. Selbst wenn die Pflanzen, bevor sie ins Winterquartier einziehen, sorgfältig übrprüft wurden, lassen sich Schädlinge nicht vermeiden.

schmierige weiße Masse zwischen den Blattachseln.
Wollläuse lassen sich mit Spiritus entfernen.

Sehr verbreitete ungebetene Gäste sind Schmier- oder Wollläuse. Sie sehen weiß und schmierig aus und setzen sich in die Blattachseln. Ist eine Pflanze stark befallen, können die entsprechenden Stellen mit purem Spiritus abgewaschen werden. Hier hilft ein Ohrenstäbchen. Bei weniger starkem Befall wird der Spiritus mit Wasser verdünnt.

Die Behandlung muss regelmäßig wiederholt werden. Bleiben die Wollläuse hartnäckig in der Pflanze sitzen, hilft zum Schluss nur ein chemisches Mittel aus dem Gartenfachmarkt.

Rote Spinnen, Blattläuse, Pilze

Besonders anfällig für Schädlinge ist auch der Orleander. Er wird oft noch vor dem Einzug ins Winterquartier an Blättern und Stängeln von der roten Spinne befallen. Dort, wo die Schädlinge saugen, hinterlassen sie weiße Pünktchen auf den Blättern.

Ist die Pflanze einmal von Spinnen befallen, kommen oft auch noch Blattläuse und Pilzbefall dazu. Ein bewährtes Hausmittel gegen alle Schädlinge ist eine konzentrierte Seifenlauge aus Fit oder Kernseife. Mit einem normalen Haushaltsschwamm werden die Blätter einzeln gründlich abgerieben. Die Behandlung sollte allerdings wiederholt werden, bis die Pflanze wieder gesund aussieht.

Dickmaulrüssler und Moos auf Pflanzen

Dickmaulrüssler machen sich gern an den Wurzeln von Fuchsien oder Knollenbegonien zu schaffen. Die raupenähnlichen Larven fressen die dünnen Faserwurzeln ab. Ob eine Pflanze befallen ist, erkennt man oft daran, dass sie nur noch locker in der Erde steckt. Die Erde muss dann vollständig entfernt und die Pflanze neu eingetopft werden. Moos auf Topf- und Kübelpflanzen sind ein Zeichen dafür, dass die Pflanzen zu feucht standen. Auch in diesem Fall hilft nur Umtopfen.

Zuletzt aktualisiert: 06. Januar 2013, 01:00 Uhr

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