Tiergarten : Wanzen: Schädlich und nützlich
(Sendung vom 16.08.2011)
Neben den Schmetterlingen gehören Wanzen zu den buntesten Insekten im Garten die Wanzen. Ob die rote Feuerwanze, die grüne Stinkwanze, die bunte Blattwanze oder die gelbrote Stachelwanze - viele Wanzen sind auffällig gefärbt und oft recht groß.
Erkennbar sind die meisten Wanzen an ihrem typischen Körperbau mit dem dreieckigen Schildchen auf dem Rücken. Für den Gärtner interessant sind vor allem pflanzensaugende Wanzen, denn unter ihnen gibt es einige wenige Schädlinge wie die Beerenwanze oder die Kohlwanze. Beerenwanzen kommen häufig in Gärten, um an Früchten zu saugen. Durch den eingespritzten Speichel werden diese für den Menschen ungenießbar. Kohlwanzen dagegen saugen am liebsten an Kohlblättern, die daraufhin verwelken, deformieren und schließlich abfallen können. Es gibt jedoch auch nützliche Wanzen wie die Raubwanzen. Raubwanzen sind aktive Jäger und suchen Pflanzen nach Blattläusen und Raupen ab, die sie dann aussaugen. Die Beine der Raubwanzen sind sehr lang und die Vorderbeine sind oft zu Fangbeine umgewandelt. Die Wanzenwelt ist extrem vielgestaltig.
Meister der Verwandlung
Wer sich im Garten Zeit nimmt und genau hinguckt, kann dort die erstaunlichsten Formen entdecken. Sie tummeln sich in allen Gärten. Man findet sie auf Blüten, an Obst oder im Gemüsebeet, aber meist fallen sie erst dann auf, wenn man sie zwischen die Finger bekommt und einem der unangenehme Wanzengeruch in die Nase steigt. Einige Wanzen machen Schaden im Garten, andere dagegen sind sogar richtig nützlich. Auf jeden Fall lohnt es sich, sie im Auge zu behalten.
Dieser Text gibt den Inhalt des Beitrags der Sendung MDR Garten mit dem angegebenen Ausstrahlungstermin wieder. Eventuelle spätere Änderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.
