Das Erste | 02.12.2012 | 20:15 Uhr : Tatort "Todesschütze"
Ein Pärchen wird auf dem Heimweg von drei jungen Männern überfallen und zusammengeschlagen. Polizisten bemerken den Überfall, können aber die Täter weder fassen, noch erkennen ...
Auf ihrem nächtlichen Heimweg werden Anne und René Winkler von drei jungen Männern attackiert und zusammengeschlagen. Die Polizisten Rahn und Maurer bemerken diesen Überfall und kümmern sich um die beiden Opfer. Die weglaufenden Täter aber können sie nicht erkennen oder fassen.
Eva Saalfeld und Andreas Keppler beginnen an den Aussagen der Polizeikollegen zu zweifeln, als sich herausstellt, dass einer der verdächtigen Jugendlichen, die anhand der Beschreibung Winklers identifiziert wurden, der Sohn von Rahn ist. Dass ein Vater seinen Sohn decken will, könnten sie nachvollziehen, aber dass auch sein Kollege Maurer keinen der Jugendlichen erkannt hat, scheint ihnen nicht glaubwürdig. Schweigt er aus falsch verstandener Freundschaft? Der Dienststellenleiter legt für seine Polizisten die Hand ins Feuer. Die Jugendlichen schweigen hartnäckig und haben ihre Alibis sorgfältig untereinander abgesprochen – ohne Tatzeugen können Saalfeld und Keppler ihnen nichts nachweisen.
Als Anne Winkler an den Folgen der Attacke stirbt, versucht der verzweifelte Ehemann, der sich von der Polizei im Stich gelassen fühlt, das Recht in die eigene Hand zu nehmen. Die Gewalt weitet sich aus...
Produktionsnotizen:
Bevor er im nächsten Jahr seinen Dienst als Tatort-Kommissar im Norden Deutschlands antritt, spielt Wotan Wilke Möhring in "Todesschütze" einen Polizisten, der in den Fokus der Ermittlungen der Leipziger Kommissare gerät. Es ist sein vierter Fall für diese Sendereihe. Wenn Polizisten nahe Verwandte (z.B. Ehefrau oder Sohn), die einer Straftat verdächtigt werden, schützen und nicht aussagen, gehen sie nach StGB §258 wie jeder Bürger der Bundesrepublik Deutschland straffrei aus. Allerdings fällt diese Handlung auch unter das Polizeidienstrecht und sie können disziplinarisch belangt werden. Dies kann zu einem Verweis, Geldbuße, Gehaltskürzung oder Entfernung aus dem Dienst führen. Die Strafe richtet sich aber nach der Schwere der Tat und berücksichtigt die besonderen Umstände.
Links in der ARD
Stab:
Drehbuch: Mario Giordano, Andreas Schlüter
Regie: Johannes Grieser
Kamera: Wolf Siegelmann
Musik: Jens Langbein,
Robert Schulte Hemming
Ton: Andreas Mücke-Niesytka
Kostüm: Aenne Plaumann
Maske: Anke Saboundjian, Wolfgang Lienig
Szenenbild: Matthias Friedrich
Schnitt: Esther Weinert
Produktionsleitung: Ulrike Zirzow
Herstellungsleitung: Michael Schmidt
Produzent: Jan Kruse, Saxonia Media
Redaktion: Sven Döbler, MDR
Produktionszeit 6. März bis 3. April 2012
Drehorte Leipzig und Umgebung
Besetzung:
Hauptkommissarin Eva Saalfeld: Simone Thomalla
Hauptkommissar Andreas Keppler: Martin Wuttke
Kriminaltechniker Wolfgang Menzel: Maxim Mehmet
René Winkler: Stefan Kurt
Anne Winkler: Natascha Paulick
Phillip Rahn: Wotan Wilke Möhring
Tobias Rahn: Jonas Nay
Ulrike Rahn: Carina Wiese
Marcel Degner: Antonio Wannek
Robin Franke: Vincent Krüger
Peter Maurer: Rainer Piwek
Frauke Maurer: Winnie Böwe
Werner Schubert: Hasko Weber
Robins Mutter: Anne-Kathrin Gummich
u. a.




