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Gesundheit : Kolibakterien verunreinigen Trinkwasser im Raum Glauchau

Seit Montag ist die Trinkwasserqualität im Versorgungsgebiet des Wasserwerkes Kertzsch im Landkreis Zwickau beeinträchtigt. Ursache sind Darmkeime, die in das Trinkwasser gelangt sind. Wie der Regionale Zweckverband Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau mitteilte, sind die Orte Meerane (ohne Neubaugebiet Remser Weg und Gewerbegebiet), Waldenburg (außer Ortsteile Ober- und Niederwinkel), Oberwiera, Remse und Schönberg mit insgesamt rund 22.000 Einwohnern betroffen.

Wasser zum Trinken und Zähneputzen abkochen

Im Trinkwasser der rund 5.800 Anschlüsse seien die Grenzwerte sogenannter Coliformer Keime überschritten, hieß es. Das wurde bei einer Trinkwasseranalyse durch das Gesundheitsamt des Landkreises Zwickau festgestellt. Derzeit fänden Desinfektionsmaßnahmen mit Chlor statt.

Um Gefahren für die Gesundheit auszuschließen, werden die Einwohner der betreffenden Orte und Ortsteile aufgefordert, das Trinkwasser vorsorglich fünf Minuten lang abzukochen. Kindertagesstätten, Schulen, Pflege- und Altersheime wurden durch den Zweckverband gesondert informiert. In der betroffenen Region wurden zudem Handzettel verteilt. Die Beeinträchtigungen dauern voraussichtlich mindestens vier Tage. An der Ursache für die Verunreinigung werde gearbeitet, hieß es.

In Thüringen haben die Behörden nach einer Woche am Montag Entwarnung gegeben. Dort gab es ebenfalls Probleme mit Kolibakterien im Trinkwasser.

Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2012, 17:50 Uhr

4. Eckersbacher:
mdr-Headline: "Trinkwasser im Raum Glauchau", Lob dem mdr, wegen der wahrheitsgemäßen und sachlichen Berichterstattung über das Ereignis. Weiter so! Wie titelt im Gegensatz heute der Zwickau diskriminierende, resonante LC-Informationsschwingkreis aus DAZ- und BILD-Online? Headline heute: "Zu viele Fäkalkeime im Trinkwasser bei Zwickau". Mittlerweile merken es die nachdenlichen Zwickauer. Zieht in der Berichterstattung das Thüringer Nazitrio nicht mehr, schreibt man den Zwickauern Fäkalkeime durch die Hintertür ins Trinkwasser. Diese Berichterstattung erinnert an die DDR. Hatte damals nicht der Westen die Fäkalkeime im Trinkwasser oder bezeichnete die DDR-Propaganda damals BILD nicht sogar als Springer-Lügenpresse?
17.07.2012
11:34 Uhr
3. Krümelkacker:
soso... An der Ursache für die Verunreinigung werde gearbeitet Die Verunreinigung zu beheben, wäre sinnvoller ;-)
17.07.2012
11:27 Uhr
2. Karin Böhme:
Sollte man auch das Trinkwasser für Tiere in meinem Fall für einen Hund auch abkochen ?
17.07.2012
11:08 Uhr
1. Sandra klitzsch:
Wie verhält man sich denn? Kann man denn überhaupt noch bedenkenlos die hände waschen?
16.07.2012
22:19 Uhr

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Info-Hotline des Wasserversorgers

Tel. 03763 - 405405

Kolibakterien

Der Kinderarzt Theodor Escherich entdeckte 1919 den Darmkeim. Nach ihm wurde das Bakterium benannt. E.-Coli-Bakterien sind normaler Bestandteil des menschlichen und tierischen Darmtrakts. Dabei enthält ein Gramm Kot Millionen von Bakterien.

Gelangen E.-Coli-Bakterien aus dem Darm in andere Körperbereiche, kann es zu Infektionen kommen. Mögliche Ursache ist mangelnde Toilettenhygiene. Bestimmte E.-Coli-Stämme produzieren Giftstoffe, die beim Menschen zu Durchfall führen.

Was tun bei Durchfall?

Durch Kolibakterien ausgelöster Durchfall dauert meist nicht länger als zwei Tage, sollte er dann nicht abklingen, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Länger anhaltender Durchfall kann für Kleinkinder, ältere oder kranke Menschen lebensbedrohlich werden. Dabei muss vor allem der große Flüssigkeits- und Elektrolyteverlust ausgeglichen werden. Dabei kann eine Salz-Zucker-Lösung helfen mit abgekochtem Wasser, etwas Speisesalz, Traubenzucker und einem Teelöffel Backpulver. Meiden Sie Fett, Ballaststoffe und Milch.

Gelangen Kolibakterien in andere Bereiche des Organismus können sie Harnweg-, Blinddarm-, Wund-, Gallenweg- und Hirnhautinfektionen auslösen.

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