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MDR INFO | Digital | 15.11.2011 : Cloud Computing - Trends und Entwicklungen

von Michael Voß

Beim CDU-Bundesparteitag in Leipzig ist unter anderem das Thema "Bildungsrepublik Deutschland" auf der Tagesordnung. Der Deutschlandchef von Microsoft will als Gastredner die Delegierten heute davon überzeugen, dass die Zukunft der Computerentwicklung im wahrsten Sinne des Wortes in den Wolken liegt.

Die Arbeitsoberfläche der Google-Anwendung "Text und Tabellen"

Bislang speichert jeder Computernutzer seine Dateien auf dem eigenen Rechner. Dafür gibt es die interne Festplatte. Eine Sicherheitskopie wird eventuell noch auf einer externen Festplatte hinterlegt - das ist alles. Doch so mobil die Medien werden, so mobil wird auch das Speicherverhalten. "Cloud Computing" heißt der neue Trend, bei dem zum Beispiel private Daten nicht mehr nur auf der eigenen Festplatte, sondern bei externen Anbietern via Internet gespeichert werden. Die Cloud, das ist die Wolke - und der englische Begriff beschreibt plastisch, wie es einige Nutzer empfinden: Nebulös und nicht durchsichtig wirkt das, worum es geht. Doch eigentlich ist die Idee ganz einfach, findet Ralph Haupter, Deutschland-Chef von Microsoft:

"Sie haben eine Anwendung, eine Bildbearbeitung, nehmen ein Foto, bearbeiten das Bild und speichern es ab. Beim Abspeichern können Sie gleichzeitig noch hinterlegen, ob Ihre Schwiegermutter das Bild gleichzeitig noch mitgesendet bekommen soll, oder ob sie es dann nur angucken darf - oder sogar herunterladen darf für ihr eigenes privates Album."

Ralph Haupter, Deutschland-Chef Microsoft

Und das eigentlich Praktische: Die Daten können von jedem Platz der Welt, der einen Internetanschluss hat, aufgerufen werden. Ob die Schwiegermutter in Lateinamerika oder um die Ecke sitzt, sie kann es sehen, wenn man es ihr erlaubt. Auch die eigenen Daten lassen sich so vom Handy, vom privaten Computer oder auch am Arbeitsplatz aufrufen - und zwar immer auf dem aktuellen Stand.

Cloud Computing und Datenschutz

Eine Ideallösung, könnte man meinen. Doch Kritiker werfen den Anbietern von Cloud Computing vor, es mit dem Datenschutz nicht so genau zu nehmen. Dann nämlich, wenn die Datenspeicher außerhalb Europas stehen würden, wo der Datenschutz nicht so hoch eingeschätzt wird. Microsoft kennt die Vorbehalte und zählt auf Transparenz. So seien die Daten in Irland oder in Holland gespeichert und unterstehen damit europäischem Recht. Jeder könne frei entscheiden, betont Ralph Haupter von Microsoft, ob er diese Dienstleistung in Anspruch nehmen möchte.

Das ist einfach, denn es gibt inzwischen zahlreiche Anbieter für weltweite Speichermöglichkeiten. Microsoft, Apple - aber von auch Betriebssystemen unabhängige Unternehmen wie beispielsweise Dropbox - bieten den Service an. Bei vielen Firmen kann man das Cloud Computing als Privatperson sogar gratis nutzen. Doch das täuscht nicht darüber hinweg, dass hinter dieser Wolke ein großes Geschäft steht. Ralph Haupter sieht zwei große Trends:

"Zum einen […] die Cloud-Technologie als Dienstleistung und als Service. Zum anderen gibt es das, dass die Technologie eben individualisiert auf ganz vielen Endgeräten für jeden privat nutzbar ist. Spiele, Konsolen, Fernsehgeräte, Smartphones, Stereoanlagen - all das wird mittlerweile ja in die [...] IT-Welt integriert."

Ralph Haupter, Deutschland-Chef Microsoft

Der Computernutzer der Zukunft wird also nicht mehr seine computergebundene Festplatte haben, sondern seine Inhalte in der weltweiten Wolke ablegen. Cloud Computing erobert die Netze und der User wird so noch mobiler.

Die Arbeitsoberfläche der Google-Anwendung "Text und Tabellen"
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Digital: Cloud Computing

Wenn der eigene Rechner nicht mehr ausreicht, kann man - erreichbar über das Internet - Kapazitäten anderer Computer mitnutzen. Das sogenannte Cloud Computing machts möglich ...

14.11.2011, 19:08 Uhr | 03:29 min

Zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2011, 05:25 Uhr

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