MDR INFO | digital | 13.12.2011 : Was steckt hinter den quadratischen QR-Codes?
Auf Plakatwänden, in Zeitungsanzeigen und auch auf Verpackungen sieht man die QR-Codes immer öfter. Das sind quadratische Felder mit einem schwarz-weißen Muster, das moderne Handys und Smartphone lesen und verarbeiten können. Auch von MDR INFO findet man derzeit Plakate, auf denen ein solcher QR-Code zu finden ist. Doch wozu ist das Ganze gut, und welche Gefahren beinhalten diese kleinen Codes?
Das Prinzip kennt man aus dem Supermarkt: Ein Scanner liest einen grafischen Code und verarbeitet ihn irgendwie weiter. So funktioniert heute fast jede Supermarktkasse, wenn die sogenannten Barcodes, also Strichcodes, der Waren eingelesen werden. Der QR-Code funktioniert genau so, nur, dass er keine Striche enthält, sondern Punkte, und deshalb mehr speichern kann, erklärt Michael Huch von der Zeitschrift "Computerbild":
In einen QR-Code passt also schon eine kleine Kurzgeschichte, aber dafür werden die Codes meist gar nicht genutzt. Hauptsächlich finden wir QR-Codes in der Werbung. Sie beinhalten dann meist einen Internet-Link zu einer bestimmten Seite, einem Song oder einem Video. Das kann mit dem Handy abfotografiert werden und wird dann mit einem sogenannten QR-Code-Reader, also einem Programm zum Lesen dieses Codes, umgewandelt. Diese Programme gibt es kostenlos im Internet. Der Vorteil ist, dass das Abtippen komplizierter und langer Internetadressen wegfällt. Der Nachteil ist, dass das blinde Vertrauen auf den fürs menschliche Auge unlesbaren Code Risiken birgt, sagt der Experte und hat ein Beispiel:
Befolgt man diesen Tipp und sieht in der Anzeige des Handys, dass die Zieladresse im Internet vertrauenswürdig ist, kann man sie sich auch getrost anzeigen lassen. Doch auch für andere Bereiche lassen sich QR-Codes verwenden. Zum Beispiel für Visitenkarten, wobei man hier auf die klassische Alternative nicht verzichten sollte.
Unterm Strich liegt der Hauptnutzen von QR-Codes darin, Internetadressen, etwa zu Werbezwecken, schnell darstellen zu lassen. Der Empfänger spart Zeit und der Werbetreibende, etwa ein Unternehmen, kann sein eigenes Internetangebot effektiv bewerben. Nicht nur die Programme zum Lesen gibt es kostenfrei im Internet, sondern auch die zum Erstellen eines solchen Codes.
