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MDR INFO | digital | 13.12.2011 : Was steckt hinter den quadratischen QR-Codes?

Auf Plakatwänden, in Zeitungsanzeigen und auch auf Verpackungen sieht man die QR-Codes immer öfter. Das sind quadratische Felder mit einem schwarz-weißen Muster, das moderne Handys und Smartphone lesen und verarbeiten können. Auch von MDR INFO findet man derzeit Plakate, auf denen ein solcher QR-Code zu finden ist. Doch wozu ist das Ganze gut, und welche Gefahren beinhalten diese kleinen Codes?

von Andreas Herrler

QR-Code MDR INFO Werbung Plakat

Das Prinzip kennt man aus dem Supermarkt: Ein Scanner liest einen grafischen Code und verarbeitet ihn irgendwie weiter. So funktioniert heute fast jede Supermarktkasse, wenn die sogenannten Barcodes, also Strichcodes, der Waren eingelesen werden. Der QR-Code funktioniert genau so, nur, dass er keine Striche enthält, sondern Punkte, und deshalb mehr speichern kann, erklärt Michael Huch von der Zeitschrift "Computerbild":

"Der kleinste ist 11 mal 11 Elemente. Man kann sich das vorstellen wie Rechenpapier oder eben auch wie Pixel, das entspricht dann immerhin schon einer Zahl mit 35 Ziffern. Wenn man jetzt einen großen Code nimmt, das sind dann 177 mal 177 Elemente, das sind dann immerhin schon knapp 24.000 Bit, umgerechnet heißt das, in diesem kleinen Code stecken dann 27 voll ausgeschriebene SMS."

Michael Huch, Zeitschrift "Computerbild"

In einen QR-Code passt also schon eine kleine Kurzgeschichte, aber dafür werden die Codes meist gar nicht genutzt. Hauptsächlich finden wir QR-Codes in der Werbung. Sie beinhalten dann meist einen Internet-Link zu einer bestimmten Seite, einem Song oder einem Video. Das kann mit dem Handy abfotografiert werden und wird dann mit einem sogenannten QR-Code-Reader, also einem Programm zum Lesen dieses Codes, umgewandelt. Diese Programme gibt es kostenlos im Internet. Der Vorteil ist, dass das Abtippen komplizierter und langer Internetadressen wegfällt. Der Nachteil ist, dass das blinde Vertrauen auf den fürs menschliche Auge unlesbaren Code Risiken birgt, sagt der Experte und hat ein Beispiel:

"Die Bank macht eine Werbung und hat einen QR-Code, hinter dem sich ein Imagefilm verbirgt. Jetzt könnte sich jemand die Arbeit machen und im Internet kostenfrei einen eigenen QR-Code machen und den darüber kleben. Dann landet der Kunde aber auf einer Phishingseite. Deswegen ist es wichtig, einen Scanner zu benutzen, der im Vorfeld zeigt, wo die Reise hingeht, also die URL schon mal anzeigt."

Michael Huch, Zeitschrift "Computerbild"

Befolgt man diesen Tipp und sieht in der Anzeige des Handys, dass die Zieladresse im Internet vertrauenswürdig ist, kann man sie sich auch getrost anzeigen lassen. Doch auch für andere Bereiche lassen sich QR-Codes verwenden. Zum Beispiel für Visitenkarten, wobei man hier auf die klassische Alternative nicht verzichten sollte.

Unterm Strich liegt der Hauptnutzen von QR-Codes darin, Internetadressen, etwa zu Werbezwecken, schnell darstellen zu lassen. Der Empfänger spart Zeit und der Werbetreibende, etwa ein Unternehmen, kann sein eigenes Internetangebot effektiv bewerben. Nicht nur die Programme zum Lesen gibt es kostenfrei im Internet, sondern auch die zum Erstellen eines solchen Codes.

QR-Code MDR INFO Werbung Plakat
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QR-Codes werden gerade in der Werbung immer beliebter

Wer Bahn fährt und seine Fahrkarten selbst ausdruckt, dem fällt das kleine weiße Quadrat auf dem Ticket ins Auge. Das sind die sogenannten QR-Codes. Bergen sie auch Gefahren?

12.12.2011, 16:10 Uhr | 02:59 min

Zuletzt aktualisiert: 19. Dezember 2011, 19:28 Uhr

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