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MDR INFO | digital | 14.08.2012 : Schwieriger Systemwechsel bei Smartphones

Android-Smartphone oder iPhone - für manch einen Nutzer ist das eine Glaubenssache. Doch viele sehen das Ganze inzwischen auch eher pragmatisch und wollen einfach nur ein schickes Smartphone, das sich leicht bedienen lässt. Doch wer aus der Apple-Welt ins Android-Lager wechseln möchte oder umgekehrt von Android aufs iPhone umsteigen will, muss plötzlich eine ganze Menge Probleme bewältigen.

von Stefan Römermann

Ein Mann hält ein Smartphone des Herstellers Blackberry.

Das dringendste Problem beim Umstieg auf ein neues Smartphone sind in der Regel die abgespeicherten Adressen und Telefonnummern. Wer nicht mehrere Dutzend Kontaktdaten mühsam abtippen möchte, kann die Daten mit einem sogenannten Cloudanbieter synchronisieren. Die Daten werden dann per Internet zentral auf einem Server des Anbieters gespeichert. Hat man ein neues Telefon gekauft, muss man nur die Benutzerdaten für den Cloud-Dienst eingeben und ein paar Augenblicke später ist das komplette Adressbuch auch auf dem neuen Gerät verfügbar, erklärt Jörg Wirtgen vom Computermagazin c't. "Android speichert Termine und Adressen standardmäßig bei Google. Und das ist eine offene Schnittstelle. Vom iPad und vom iPhone aus kann man sofort darauf zugreifen und dann beispielsweise auch gleichzeitig mit dem iPad und einem Android-Gerät arbeiten."

Datenschutz nicht vernachlässigen

Ein Problem gibt es allerdings, wenn die Daten nur in der von Apple betriebenen iCloud liegen. Dann ist der Umzug der Daten auf ein Android-Gerät etwas schwieriger. Wie es trotzdem geht, verraten Anleitungen im Internet. Doch so praktisch Cloud-Dienste sind: Man vertraut dabei einem Unternehmen seine gesamten Kontaktdaten an. Zwar versprechen Anbieter wie Google und Apple, dass sie die Daten nicht missbrauchen. Trotzdem raten Datenschützer zur Vorsicht. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, kann seine Daten per Hand erst auf den PC und anschließend auf das neue Telefon kopieren. "Sie schließen Ihr Handy an den PC an, nehmen eine spezielle Software und laden das Adressbuch auf den PC. Das ist eine relativ komplexe Sache. Auch da lässt es sich vermeiden, dass sie alle Adressen neu abtippen müssen."

Apps sind nicht kompatibel

Per Clouddienst oder USB-Kabel lassen sich auf ähnliche Weise Musikdateien und Fotos zwischen den unterschiedlichen Gerätetypen hin- und her kopieren. Bereits gekaufte Apps lassen sich bei einem Umzug von Android zum iPhone oder umgekehrt jedoch nicht weiter benutzen, erklärt Michael Peuckert vom Technik-Magazin Connect. "Ich habe hier zwei verschiedene Betriebssysteme, die nicht miteinander harmonieren. Daher muss ich beim Umzug von einem iOS-Produkt zu einem Android-Produkt meine kompletten Apps neu kaufen bzw. installieren." Wer sein altes Smartphone verschenken oder weiterverkaufen möchte, sollte nach dem Kopieren der Daten übrigens unbedingt das Telefon komplett löschen. Schließlich sind im Gerät außer den Adressbüchern und Fotos auch Passwörter gespeichert. Um diese sensiblen Daten wirklich restlos zu löschen, wählt man im Einstellungsmenü des Geräts den Punkt "Auf Werkszustand zurücksetzen" aus.

Zuletzt aktualisiert: 14. August 2012, 11:39 Uhr

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