Drama in französischen Alpen : Vier vermisste Bergsteiger am Leben
Die vier Bergsteiger, die nach dem Lawinenunglück am Montblanc-Massiv vermisst wurden, sind am Leben. Das teilte die französische Polizei am Abend mit. Zwei als vermisst gemeldete Alpinisten hätten eine andere Route genommen, zwei weitere hätten die Tour gar nicht angetreten.
Bei dem Lawinenunglück waren am Donnerstag neun Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern sind auch drei deutsche Alpinisten. Bei den anderen Toten handelt es sich nach Angaben der französischen Behörden um drei Briten, zwei Spanier und einen Schweizer. Außerdem seien 15 Bergsteiger verletzt worden.
Keine Warnung vor Lawinengefahr
Den Behörden zufolge hatte die Lawine zwei Seilschaften mit insgesamt 28 Kletterern überrascht. Einer der Verletzten habe gegen 5:25 Uhr am Morgen einen Notruf abgesetzt. Das Unglück ereignete sich in rund 4.000 Metern Höhe am Mont Maudit. Der Berg liegt für Bergsteiger auf dem Weg zum Montblanc, der mit 4.810 Metern der höchste Gipfel in den Alpen ist. Die Talorte für Besteigungen des Gipfels sind das französische Chamonix und Courmayeur in Italien.
Die Ursache für den Lawinenabgang ist bislang unklar. Wie AFP berichtet, hatte kein Wetterdienst vor erhöhter Lawinengefahr gewarnt. Nach Angaben der Behörden war es das schlimmste Lawinenunglück in der Region seit Jahren. Am Montblanc-Massiv kommt es immer wieder zu tödlichen Unglücken. Beim letzten schweren Lawinenunfall im August 2008 waren acht Bergsteiger getötet worden, darunter vier Deutsche.
Erst Anfang Juli waren fünf deutsche Bergsteiger in den Schweizer Alpen in den Tod gestürzt. Zu der Gruppe gehörten zwei Väter mit erwachsenen Söhnen und ein 14 Jahre altes Mädchen.

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