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Blackbox an niederländische Ermittler übergeben

Malaysia hat den Flugschreiber des in der Ostukraine abgestürzten Flugzeuges an die niederländischen Ermittler übergeben. Das bestätigte das Außenministerium in Den Haag. Demnach soll die Blackbox zur Auswertung nach Großbritannien gebracht werden. Von ihr erhoffen sich die Experten Aufschlüsse über die Absturzursache. Nach Medienberichten gehen die US-Geheimdienste davon aus, dass die Maschine mit 298 Menschen am Bord von prorussischen Separatisten abgeschossen wurde. Jedoch sei das Flugzeug aus Versehen getroffen worden. Beweise für eine russische Beteiligung gebe es bisher nicht. Der US-Sicherheitsberater Rhodes sagte im Fernsehen, Russland trage eine Verantwortung, weil es die Separatisten mit Material unterstützt. © MDR INFO

Israel kritisiert Flugabsagen

Die israelische Regierung hat die Flugabsagen europäischer und US-amerikanischer Airlines kritisiert. Verkehrsminister Katz sagte, für Absagen gebe es keinen Grund. Der Flughafen von Tel Aviv sei bei Starts und Landungen sicher. Wenn die Airlines ihr Flüge strichen, werde so der Terrorismus belohnt. Gestern war in etwa zwei Kilometern Entfernung vom Flughafen Tel Aviv eine palästinensische Rakete eingeschlagen. Daraufhin verhängte die US-Luftfahrtbehörde ein 24-stündiges Flugverbot für Verbindungen zwischen den USA und Israel. Auch Lufthansa, Air Berlin, Air France und andere europäische Airlines strichen ihre Flüge nach Tel Aviv. © MDR INFO

Belgien vor Mitte-Rechts-Regierung

Belgien steuert zwei Monate nach der Parlamentswahl auf eine Mitte-Rechts Koalition zu. König Philippe hat die flämischen Christdemokraten und die frankophonen Liberalen mit der Bildung einer Regierung beauftragt. Die Parteichefs Peeters und Michel nahmen den Auftrag an. Der neuen Regierung sollen vier Parteien aus beiden Landesteilen angehören, erstmals auch die flämischen Separtisten. - In Belgien hatte es nach den Wahlen 2010 541 Tage gedauert, bis eine Regierung feststand. Das ist bis heute Weltrekord. © MDR INFO

Chrysler ruft weitere 800.000 Autos zurück

Chrysler ruft weitere 800.000 Autos in die Werkstätten zurück. Grund sind Probleme mit den Zündschlössern. Wie der US-Autobauer in Detroit mitteilte, kann der Zündschlüssel durch das Knie des Fahrers gedreht werden. Der Motor könne dadurch unbeabsichtigt abgeschaltet und die Airbags würden deaktiviert werden. Betroffen seien Jeeps der Baujahre 2005 bis 2007. Chrysler hatte bereits Ende Juni 700.000 Autos wegen defekter Zündschlösser zurückgerufen. © MDR INFO

Nokia drückt Gewinne von Microsoft

Microsoft hat an der Übernahme der Nokia-Mobilfunksparte schwer zu tragen. Wie der weltgrößte Software-Hersteller mitteilte, stieg im vergangenen Quartal der Umsatz zwar um 17 Prozent. Der Gewinn aber sei auf 4,6 Milliarden Dollar zurückgegangen. Die Microsoft-Aktie gab zunächst nach, drehte dann aber leicht ins Plus. - Microsoft hatte Nokia Ende April übernommen. Vergangene Woche kündigte der Konzern dann den größten Stellenabbau seit seiner Gründung vor 39 Jahren an. Jeder siebte der 127.000 Arbeitsplätze soll wegfallen. © MDR INFO

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