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Keine US-Beweise für russische Mitwirkung an Flugzeugabschuss

Der US-Geheimdienst hat bislang keine Beweise dafür, dass Russland direkt an dem mutmaßlichen Abschuss des Passagierflugzeugs in der Ukraine beteiligt gewesen ist. Sicherheitsberater Rhodes sagte bei CNN, unabhägig davon trage Russland eine Verantwortung. Das Land unterstütze die prorussischen Separatisten mit Material und Training. Auch nach dem Unglück sei die Hilfe nicht eingestellt worden. Medienberichten zufolge gehen US-Geheimdienstler davon aus, dass die malaysische Maschine von prorussischen Separatisten abgeschossen wurde. Das Flugzeug mit 298 Menschen am Bord sei vermutlich aus Versehen getroffen worden. - Der Flugschreiber der Maschine wurde inzwischen an die niederländischen Ermittler übergeben. © MDR INFO

Britische Firmen liefern weiter Waffen nach Russland

Trotz scharfer Kritik an Russland dürfen britische Firmen weiter Waffen und militärische Ausrüstung an Moskau liefern. Wie aus einem Bericht an das Parlament in London hervorgeht, sind über 250 Exportgenehmigungen weiter gültig. So können britische Firmen unter anderem Scharfschützengewehre, Munition oder Nachtsichtgeräte im Wert von fast 170 Millionen Euro nach Russland schicken. Die britische Regierung hatte mehrfach angekündigt, Waffenexporte nach Russland umgehend zu stoppen. Premier Cameron hatte noch gestern Frankreich kritisiert, weil es ein Kriegsschiff an die russische Marine ausliefern will. © MDR INFO

Mifa-Gläubiger beraten weiteres Vorgehen

Die Gläubiger des Fahrradherstellers Mifa wollen heute ihr weiteres Vorgehen beraten. Dazu steht unter anderem die Wahl eines gemeinsamen Vertreters an. Er soll ihre Interessen bündeln und mit dem Unternehmen über spätere Zinszahlungen verhandeln. Die Mitteldeutschen Fahrradwerke hatten sich über eine Anleihe 25 Millionen Euro besorgt und 7,5 Prozent Zinsen versprochen. Dann wurden die finanziellen Schwierigkeiten des Fahrradbauers bekannt. Inzwischen will der indische Investor Hero Cycles bei Mifa einsteigen. Dafür sollen die Gläubiger aber auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. © MDR INFO

Zeuge soll über Flucht des NSU-Trios aussagen

Im NSU-Prozess am Oberlandesgericht München wird heute ein Zeuge befragt, der dem Neonazi-Trio bei der Flucht geholfen haben soll. Den Ermittlungen zufolge hatte der Mann aus Dresden ein Auto geholt, das dem Mitangeklagten Wohlleben gehörte. Wohlleben soll dem NSU-Trio das Fahrzeug geliehen haben. Von einem weiteren Zeugen will das Gericht wissen, ob die Gruppe um den späteren NSU-Terroristen Böhnhardt schon Mitte der 90er Jahre Waffen besaß. Es ist bereits der zweite Versuch, den Zeugen zu vernehmen. Zum ersten Termin war der Mann nicht erschienen. © MDR INFO

Spontane Demo gegen Urteil im Akademikerball-Prozess in Jena

Rund 100 Menschen haben in Jena gegen das Urteil im Wiener Akademikerball-Prozess protestiert. Der Polizei zufolge zogen die Demonstranten am Abend für eine Stunde durch die Innenstadt. Das Wiener Landgericht hatte gestern einen 23 Jahre alten Studenten aus Jena zu einem Jahr Haft verurteilt. Die Strafe wurde teilweise zur Bewährung ausgesetzt. Unter Anrechnung der U-Haft kam der Mann nach der Verhandlung auf freien Fuß. - Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 23-Jährige zu den Anführern einer teils gewalttätigen Demonstration gegen den Akademikerball gehörte. Die Veranstaltung wurde von der rechten FPÖ organisiert. Bei den Ausschreitungen im Januar waren 20 Menschen verletzt worden und ein Sachschaden von rund 500.000 Euro entstanden. © MDR INFO

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