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EU-Gipfel für neue Russland-Sanktionen - Aber noch kein konkreter Beschluss

Der EU-Sondergipfel hat sich für neue Sanktionen gegen Russland ausgesprochen, aber noch keine konkreten Entscheidungen gefällt. Das teilte Ratspräsident van Rompuy in der Nacht in Brüssel mit. Die EU-Kommission sei beauftragt worden, innerhalb einer Woche Vorschläge zu machen. Van Rompuy sprach von bedeutsamen Schritten, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Bundeskanzlerin Merkel sagte, es gehe um Sanktionen im Finanz- und Energiesektor sowie im Hochtechnologie-Bereich. Außerdem sollten die Einreiseverbote und Kontosperrungen auf weitere Vertreter der prorussischen Kräfte in der Ostukraine ausgeweitet werden. Merkel wies zugleich die Forderung des ukrainischen Präsidenten Poroschenko nach Waffenlieferungen ab. Der Konflikt könne nur politisch und nicht militärisch gelöst werden. © MDR INFO

USA setzen Luftangriffe auf IS-Milizen fort

Die US-Luftwaffe hat erneut Stellungen der IS-Terroristen im Nordirak angegriffen. Wie das Verteidigungsministerium in Washington mitteilte, wurden ein Waffenlager und Stellungen der Milizen in der Nähe des Mossul-Staudamms zerstört. Damit habe man eine Bodenoffensive irakischer und kurdischer Truppen unterstützt. Nach Angaben der Militärführung in Bagdad soll mit der Offensive die von IS-Kämpfern belagerte Stadt Amerli befreit werden. Dort sind rund 15.000 Einwohner eingekesselt. Die meisten von ihnen gehören zur Volksgruppe der Turkmenen. © MDR INFO

Regierungsstreit um Maut spitzt sich offenbar zu

Im Streit um die PKW-Maut geht Bundesfinanzminister Schäuble offenbar auf Konfrontationskurs zu seinem Kabinettskollegen Dobrindt. Wie "Der Spiegel" berichtet, lässt Schäuble ein alternatives Konzept erarbeiten. Danach würden alle Autobahn-Nutzer - also nicht nur Ausländer - belastet. Zudem sollten private Investoren für den Autobahn- und Straßenbau gewonnen werden. Im Gegenzug könnten sie zeitweise einen Teil der Mauteinnahmen erhalten. Dem Magazin zufolge sind Schäubles Pläne erst für die nächste Wahlperiode gedacht. © MDR INFO

Neuer UNO-Gesandter will neuen Schwung bei Zypern-Verhandlungen

Der neue UNO-Sondergesandte für Zypern, Eide , will neuen Schwung in die Gespräche über eine Wiedervereinigung der Insel bringen. Der norwegische Diplomat kündigte schon für nächste Woche erste Treffen mit den Konfliktparteien an. Zunächst soll es getrennte Unterredungen mit den Führern der griechischen und türkischen Zyprer geben. Eide war vor wenigen Tagen von UNO-Generalsekretär Ban zum Sondergesandten ernannt worden, nachdem sich die Zypern-Verhandlungen festgefahren hatten. Die Mittelmeerinsel ist seit einer türkischen Invasion 1974 geteilt. © MDR INFO

Proteste wegen Ebola-Epidemie in Liberia und Guinea

Im Kampf gegen Ebola hat die Regierung Liberias die Quarantäne eines großen Slums wieder aufgehoben. Hunderte der rund 75.000 Bewohner feierten die Entscheidung auf den Straßen. Die Abriegelung des Armenviertel in der Hauptstadt Monrovia hatte zu gewalttätigen Protesten der Bewohner geführt. Auch in Guinea ist es im Zusammenhang mit der Ebola-Epidemie zu Ausschreitungen gekommen. In der zweitgrößten Stadt des Landes, N'Zerekore , protestierten Händler gewaltsam gegen eine Desinfektions-Kampagne. Bei Zusammenstößen wurden mindestens 55 Menschen verletzt. © MDR INFO

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