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Ukraine führt Kriegssteuer ein

Die Ukraine hat eine Kriegssteuer eingeführt. Das beschloss das Parlament in Kiew mit großer Mehrheit. Danach soll von allen steuerpflichtigen Privateinkommen im Land zunächst bis zum Jahresende 1,5 Prozent gezahlt werden. Zugleich lehnten die Abgeordneten das Rücktrittsgesuch von Regierungschef Jazenjuk ab. Außerdem stimmten sie dafür, bewaffnete Ermittler aus den Niederlanden und Australien an den Absturzort des malaysischen Passagierflugzeugs zu entsenden. Nach mehrtägigen erfolglosen Versuchen sind inzwischen internationale Experten zu der Absturzstelle vorgedrungen. © MDR INFO

UN-Kommissarin: Israel missachtet internationales Recht

UN-Menschenrechtskommissarin Pillay hat Israel vorgeworfen, vorsätzlich internationales Recht zu missachten. Pillay sagte in Genf, es gebe ein Muster, nach dem Wohnhäuser, Schulen, Kliniken und UN-Einrichtungen im Gazastreifen angegriffen würden. Nichts von alledem scheine ihr zufällig. Die Angriffe auf Zivilsten seien vollkommen gewissenlos. Es sei unverzeihlich, dass die internationale Gemeinschaft die Gewalt im Nahen Osten nicht stoppe. Nach palästinensischen Angaben kamen bisher mehr als 1370 Menschen im Gaza-Streifen ums Leben; Tausende wurden verletzt. Auf israelischer Seite wurden durch Hamas-Geschosse 56 Soldaten und drei Zivilisten getötet. © MDR INFO

Tillich: Gesprächsfaden mit Moskau nicht aus Hand legen

Sachsens Regierungschef Tillich hat sich trotz der Wirtschaftssanktionen für weitere Kontakte mit Russland ausgesprochen. Tillich sagte in Dresden, Lösungen eines Konflikts könnten nur politisch und auf dem Verhandlungsweg erreicht werden. Die Zusammenarbeit müsse zum Wohle der Menschen wieder aufgenommen werden. Sanktionen seien ein hartes Mittel. Sie würden für diejenigen, die sie verhängten, auch nicht ohne wirtschaftliche Folgen bleiben. Deshalb sei es auch wichtig, so Tillich, den Gesprächsfaden nicht aus der Hand zu legen. © MDR INFO

Weiter Streit um Grenzwerte in Kinderspielzeug

Deutschland will seine strengen Grenzwerte für Giftstoffe im Spielzeug beibehalten und zieht deshalb vor den Europäischen Gerichtshof. Das zuständige Bundesagrarministerium teilte mit, gegen ein EU-Gerichtsurteil seien Rechtsmittel eingelegt worden. Ziel sei es, die strengeren Grenzwerte für Schwermetall beizubehalten. Das EU-Gericht in Luxemburg hatte Mitte Mai entschieden, dass Deutschland Grenzwerte für bestimmte Schwermetalle in Spielzeug den niedrigeren EU-Vorgaben anpassen muss. © MDR INFO

Bauern: Felder in Sachsen-Anhalt unter Wasser

In Sachsen-Anhalt stehen nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage noch viele Felder unter Wasser. Der Sprecher des Landesbauernverbandes Apprecht sagte, die Landwirte könnten sie mit ihrer schweren Erntetechnik derzeit nicht befahren. Es müssten noch Roggen, Weizen und teilweise Raps eingebracht werden. Die Bauern befürchteten wegen der Nässe auch eine schlechtere Qualität und damit niedrigere Preise. Den Zuckerrüben habe die Nässe nichts ausgemacht. © MDR INFO

Drogenrazzia in Süd-Thüringen

In Südthüringen hat es am Vormittag eine Drogen-Razzia gegeben. Wie die Polizei mitteilte, wurden 16 Wohnungen in Meiningen und Umgebung durchsucht. Dabei wurde ein Person verhaftet und Rauschgift sichergestellt. An der Aktion waren 65 Polizeibeamte beteiligt. Auch Drogenspürhunde wurden eingesetzt. Unterstützt wurde die Polizei von Ordnungsamt und Feuerwehr. © MDR INFO

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