MDR-Rundfunkrat | 23.10.2017 Wertschöpfungsgutachten: MDR schafft und sichert Arbeitsplätze in der mitteldeutschen Wirtschaft

MDR-Zentrale in Leipzig
Bildrechte: MDR/Thomas Schulze

Durch die direkten Ausgaben des MDR im Jahr 2016 in Höhe von rund 715 Millionen Euro entsteht ein gesamtwirtschaftlicher Effekt von rund 1,7 Milliarden Euro in Deutschland. Insgesamt werden durch die wirtschaftliche Tätigkeit des MDR insgesamt 10.565 Arbeitsplätze in Deutschland unterstützt, davon allein in Mitteldeutschland 5.148. Umgerechnet erzeugt jeder Euro Arbeitseinkommen der Beschäftigten im MDR weitere 3,28 Euro weiteres Einkommen der Arbeitnehmer in den einschlägigen Branchen in Deutschland beziehungsweise 1,44 Euro in Mitteldeutschland. Diese Zahlen der wirtschaftlichen Wertschöpfung ermittelten Professor Dr. Wilhelm Althammer und Dr. Eric Hille von der Handelshochschule Leipzig in einem Gutachten zur „Ermittlung der gesamtwirtschaftlichen Effekte des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR)“. Der MDR hat den Forschungsauftrag zur Ermittlung des Beitrags des MDR zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung im Benehmen mit dem MDR-Rundfunkrat in Auftrag gegeben.

Rundfunkratsvorsitzender Steffen Flath hob den Ansatz des Aufsichtsgremiums für die Auftragsvergabe des Gutachtens hervor: „Uns war die wissenschaftliche Unabhängigkeit der Untersuchung sehr wichtig. Deshalb haben wir uns nach eingehender Sichtung mehrerer Angebote für die Handelshochschule Leipzig und den dortigen Sparkassen-Lehrstuhl für Makroökonomie unter Professor Althammer entschieden. Der Befund, dass jeder Euro Ausgaben des MDR mit 1,37 Euro zusätzlichem regionalem Güteraufkommen verbunden ist, unterstreicht die Bedeutung des Auftraggebers MDR für die Wirtschaft in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mit direkten und indirekten Effekten in der Wertschöpfungskette fördert der MDR Wirtschaftskreisläufe und sichert und schafft Arbeitsplätze in Mitteldeutschland.“

Der MDR-Rundfunkrat befasste sich darüber hinaus mit einer Studie des unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR, das als Ausgründung aus dem Fachgebiet Finanz- und Wirtschaftspolitik an der TU Darmstadt entstanden ist, und das im Auftrag der ARD den ökonomischen Nutzen der ARD in Deutschland untersuchte. Zu den Kernergebnisse der Gutachter gehören: Die ARD trug im Jahr 2015 mehr als 7,7 Milliarden Euro zum nationalen Bruttoinlandsprodukt bei und sicherte flächendeckend knapp 98.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Durch die Auftragsvergaben der ARD profitieren zahlreiche kleine Unternehmen sowie Selbständige aus der Kultur- und Kreativwirtschaft. 2015 bezog die ARD mehr als 72,2 Prozent der Vorleistungen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft und erbrachte insgesamt 3,3 Milliarden Euro fiskalische Effekte, davon entfielen zwei Milliarden Euro auf die Sozialversicherungen. Und: Das ARD-Angebot ist „Made in Germany“, sie bezieht weit über 90 Prozent der gesamten Vorleistungen aus dem Inland.          

Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2017, 14:51 Uhr