Koch Robin Pietsch
Bildrechte: MDR JUMP/Ben Kruse

Kulinarisches Das ist Spitzenkoch Robin Pietsch!

Koch Robin Pietsch
Bildrechte: MDR JUMP/Ben Kruse

Robin Pietsch kocht in seinem Restaurant "ZeitWerk" in Wernigerode zwar auch nur mit Wasser, hat aber das gewisse Händchen, aus gewöhnlichen Zutaten ein kulinarisches Kunstwerk zu zaubern. Er lernte zunächst Konditor in Wernigerode, bei einem der bekanntesten Konditoren seiner Zunft. Darauf folgte eine Kochlehre. Unter anderem arbeitete Robin beim ersten und bisher einzigen Sternekoch in Sachsen Anhalt.

Im Jahr 2010 hat er sich mit seinem Restaurant & Kochschule "ZeitWerk" selbstständig gemacht. Das Restaurant ist eine Art "Wohnzimmer"-Restaurant. Man kommt als Gast, geht jedoch als Freund. Der Gast bekommt überraschende kulinarische Kreationen in Form eines saisonalen Menüs serviert und fühlt sich wie im eigenem Wohnzimmer.

Gault & Millau Guide - Auszeichnung das dritte Jahr in Folge

Die ungewöhnliche Auswahl an Speisen lockt inzwischen Gourmets aus aller Welt in den Harz. Erst im November 2015 zeichnet der Gault & Millau Guide zum dritten Mal in Folge sein Haus als eines der besten in Sachsen-Anhalt aus. Hier ist der 26-jährige Spitzenkoch täglich anzutreffen. Er kocht, lacht und gibt mit seinem Team auch Kurse für jeden, der Einblicke in die famosen Speisen der "ZeitWerk"-Küche haben will.

Nachgefragt bei Robin Pietsch

Mein persönliches Lieblingsgericht ...

"Im Grunde gibt es kaum Sachen, die ich nicht mag, denn schließlich ist das Thema 'Lebensmittel' ja mein Steckenpferd. Quasi probiert werden muss alles und eigentlich müssen wir alle dankbar sein, täglichen Zugriff auf Lebensmittel im "Überfluss" zu haben. Wenn ich mich dann noch entscheiden kann, esse ich eine ganz einfache Tomatensauce mit Nudeln von meiner Omi am liebsten."

Mein persönlicher Tipp für Hobbyköche ...

"Geht nicht - gibt's nicht und falls es sich doch mal etwas schwieriger gestaltet: 'Die Kochfrage der Woche' auf 'MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir' stellen und wir lösen das Problem gemeinsam."

So gelingt jedes Gericht ...

"'Gerichte' ist ein ziemlich weitreichender Begriff, wenn wir das ganze verallgemeinern, finde ich, sollte jeder mit etwas Hingabe, dem nötigen Respekt vor den Zutaten, einer Prise fachlichem 'Know How' und vor allem mit Spaß in dem was er tut, in der Lage sein, ein ordentliches Gericht zu kochen. Wenn es denn dann doch einmal nicht gelingt, den Kopf nicht in den Sand stecken, denn wie sagt man so schön: 'Ein Meister fällt ja schließlich auch nicht vom Himmel'."

Wenn ich nicht am Herd stehe, mache ich am liebsten ...

"Wie jeder andere es bestimmt ebenfalls tut, versuche ich an freien Tagen meine Freizeit zu genießen und Kraft zu tanken. Stets an meiner Seite: meine tolle Frau Laura. Der Job in der Gastronomie sowie die damit verbundene Selbständigkeit spannt einen zeitlich ziemlich ein, aus diesem Grund habe ich die Bedeutung des Wortes 'Zeit' schätzen gelernt und freue mich z.B. sehr darüber, etwas Zeit mit meinen Freunden und meiner Familie zu verbringen. Platz für mehr ist extrem selten."

Meine persönlichen Vorbilder am Herd sind ...

"Eigentlich jeder, der sich am Herd etwas traut und ausprobiert, könnte ein potentielles Vorbild sein. Auf die Gastronomie-Szene bezogen, würden mir spontan Namen einfallen wie: René Redzepi, Tim Raue, der nicht nur in betriebswirtschaftlicher Hinsicht ein umtriebiger, kreativer Koch ist, und generell alle Köche, die gegen den Strom kochen."

In fünf Jahre sehe ich mich ...

"Einfach genau so glücklich, gesund und weiterhin auf dem 'Teppich der Realität'."

Zuletzt aktualisiert: 02. Februar 2017, 14:26 Uhr