MDR SACHSEN-ANHALT

Magida und Gegendemonstranten in Magdeburg

Gegen einen Aufmarsch des islamkritischen Magida-Bündnisses sind in Magdeburg Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Auf dem Alten Markt sprachen unter anderem Kultusminister Dorgerloh, Uni-Rektor Strackeljahn und Domprediger Quast zu den Demonstranten. Dorgerloh sagte, in einer demokratischen und weltoffenen Gesellschaft dürfe es keinen Platz für Hass auf andersdenkende, andersgläubige und anders aussehende Menschen geben. Ebenso wenig sei Platz für Gewalt oder die Aufforderung zur Gewalt. Das Magida-Bündnis zog nach einer Kundgebung durch die Stadt. Die Polizei sprach von rund 800 Magida-Anhängern und mehr als 2.000 Gegendemonstranten.

Tausende für Weltoffenheit und Toleranz

In mehreren Städten Deutschlands hat es Demonstrationen für Weltoffenheit und Toleranz gegeben. So gingen Tausende unter anderem in Berlin, Leipzig, Hannover und München auf die Straßen. Allein in der Dresdner Innenstadt kamen laut Polizei mehr als 20.000 Menschen zu einem Konzert mit Herbert Grönemeyer, der Band Silly, BAP-Sänger Wolfgang Niedecken und Jan Josef Liefers. Der Platz vor der Frauenkirche musste wegen Überfüllung geschlossen werden.

Budde und Gallert Spitzenkandidaten

Die SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Budde soll die Sozialdemokraten in die Landtagswahl im kommenden Jahr führen. Die 49-Jährige wurde am Abend einstimmig vom SPD-Landesvorstand als Spitzenkandidatin vorgeschlagen. Endgültig nominiert werden soll sie am 8. März von einer Mitgliedervollversammlung. - Die Partei-Chefin der Linken, Bull, hat heute mitgeteilt, sie werde Fraktionschef Gallert als Spitzenkandidaten vorschlagen. Er soll offiziell auf einem Linken-Parteitag in Dessau-Roßlau als Kandidat aufgestellt werden.

Haseloff sprach mit Hanwha Q Cells

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff hat mit der Führung des Solarkonzerns Hanwha Q Cells gesprochen. Nach Angaben von Regierungssprecher Schuppe bekannte sich das Unternehmen zum Erhalt der Forschung in Bitterfeld-Wolfen. Allerdings werde die Massenproduktion von Solarzellen keinen Bestand haben. Hanwha Q Cells hatte in der vergangenen Woche angekündigt, die Produktion in Deutschland zu schließen und ins Ausland zu verlagern. 550 der 900 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden.

Krankenhäuser in roten Zahlen

Die Hälfte der Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt schreibt laut einer Studie rote Zahlen. Die Untersuchung war von der Krankenhausgesellschaft in Auftrag gegeben worden. Demnach müssen ohne Hilfe vom Land weitere Häuser geschlossen oder zusammengelegt werden. Dadurch entstünde vor allem in strukturschwachen Regionen großer Schaden. Die Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalts vertritt knapp 50 Kliniken. Ihre Zahl nimmt seit Jahren ab.

Gute Stimmung beim Handwerk im Süden Sachsen-Anhalts

Das Handwerk im Süden-Sachsen-Anhalts rechnet auch in Zukunft mit gut gefüllten Auftragsbüchern. Das sagte der Präsident der Handwerkskammer Halle, Keindorf. Grund sei vor allem die Nachfrage im Bauhandwerk. Die Konjunktur zeige bislang keine Schwäche. Die Auslastung der Betriebe liege bei 81 Prozent. Die Aufträge reichten im Durchschnitt für 6,7 Wochen. Auch für das laufende Jahr rechne man mit einer guten wirtschaftlichen Entwicklung.

Kampfflugzeug in Spanien abgestürzt

Auf einem Luftwaffenstützpunkt in Spanien ist ein Kampfflugzeug abgestürzt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Madrid kamen dabei mindestens zehn Menschen ums Leben, 13 weitere wurden verletzt. Das Flugzeug der griechischen Luftwaffe hatte an einem Ausbildungsprogramm der Nato teilgenommen. Es stürzte kurz nach dem Start auf eine Fläche ab, auf der andere Maschinen abgestellt worden waren.

Handball-WM: Deutschland im Viertelfinale

Bei der Handball-Weltmeisterschaft in Katar steht die deutsche Mannschaft im Viertelfinale. Das Team gewann das Achtelfinalspiel gegen Ägypten 23:16. Gegner am Mittwoch ist dann Gastgeber Katar.

Zuletzt aktualisiert: 26. Januar 2015, 22:35 Uhr

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