MDR SACHSEN-ANHALT

Verpuffung löst Großbrand im Chemiepark aus

Nach dem Großbrand im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen sollen die Anwohner weiterhin Fenster und Türen zulassen. Darauf hat die Feuerwehr hingewiesen. Gestern Nachmittag hatte es in einer Chemiefabrik eine Verpuffung gegeben. Das Feuer griff auf ein Bürogebäude über, die Rauchwolken waren bis Dessau-Roßlau zu sehen. Heute wollen Spezialisten nach der Brandursache suchen.

Justizminister entlässt Generalbundesanwalt Range

Generalbundesanwalt Range muss gehen. Bundesjustizminister Maas hat angekündigt, ihn in den Ruhestand zu versetzen. Das Vertrauen sei nachhaltig gestört, hieß es. Hintergrund sind die Ermittlungen gegen den Internetblog Netzpolitik.org. Range hatte Maas vorgeworfen, Einfluss auf die Ermittlungen genommen zu haben. Ein neuer Generalbundesanwalt ist auch schon im Gespräch - der Münchner Generalstaatsanwalt Frank.

Halberstadt: Bundeswehr baut Zelte für Flüchtlinge auf

Die Bundeswehr baut in Halberstadt noch in dieser Woche Zelte für Flüchtlinge auf. Laut Innenministerium werden die 15 Zelte auf dem Gelände der Zentralen Anlaufstelle errichtet. In jedem könnten bis zu 120 Menschen untergebracht werden. Die Landesregierung hatte die Bundeswehr um Hilfe gebeten, weil viel mehr Flüchtlinge nach Sachsen-Anhalt kommen als erwartet.

Behinderungen an A14

Auf der B100 bei Halle wird die Fahrbahn erneuert, ab heute sind deshalb in Peißen die Auf- und die Abfahrt zur A14 gesperrt. Wer aus Richtung Bitterfeld kommt oder dorthin will, muss eine Umleitung durch ein Gewerbegebiet nehmen. Die Sperrung dauert mindestens eine Woche. Zum Ende der Sommerferien sollen auch die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Ackerbrand in der Börde

Im Landkreis Börde hat ein Getreidefeld gebrannt. Nach Angaben der Polizei standen 45 Hektar in Flammen. Mehrere Feuerwehren seien im Einsatz gewesen. Landwirte hätten beim Löschen geholfen und mit schwerem Gerät Furchen gezogen, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreitet. Der Schaden wird auf 67.000 Euro geschätzt.

Urteil zu Witwen-Rente

Ehepartner haben auch dann Anspruch auf eine betriebliche Hinterbliebenenrente, wenn sie erst mit 60 oder später geheiratet haben. Das hat das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschieden. Es erklärte damit eine Spätehe-Klausel für unzulässig. Im konkreten Fall wollte eine Firma einer Frau keine Witwenrente zahlen, weil sie bei ihrer Heirat über 60 war. Die Richter sehen darin eine unzulässige Altersdiskriminierung.

Gold für Hallenser Rettungschwimmer

Paul Biedermann hat bei der Schwimm-WM Bronze gewonnen. Im russischen Kasan schwamm der Hallenser über 200m Freistil persönliche Jahresbestzeit. Die Rettungsschwimmer aus Halle sind bei der Europameisterschaft in Wales weiter auf Erfolgskurs. Gestern gab es für sie drei Goldmedaillen - eine für die Frauenstaffel und zwei für die Männermannschaft.

Zuletzt aktualisiert: 05. August 2015, 06:10 Uhr

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