Musik

Oldie-Geschichten | MDR THÜRINGEN - Das Radio | 03.02.2014 : "Wouldn't it be good" von Nik Kershaw

1984: Katarina Witt gewinnt bei den Olympischen Winterspielen in Sarajevo die Goldmedaille - und Nik Kershaw bringt "Wouldn't it be good" heraus.

Vom erfolglosen Tagelöhner, der in halbleeren Provinzclubs spielt, zum gefeierten Superstar, der das ausverkaufte Wembley-Stadion verzaubert - die wenigsten Musiker können diesen Karrieretraum leben, erst Recht nicht innerhalb von zwei Jahren. Als Kershaw Anfang der 1980er-Jahre noch Gitarrist in der Funk-Band "Fusion" war, scheint ein solch kometenhafter Aufstieg auch für ihn unmöglich. Um sich über Wasser zu halten, muss er nebenbei im Arbeitsamt in Ipswitch jobben. Doch mit seinem Sturkopf und dem festen Glauben an sein Potential als Songschreiber gelingt das Pop-Wunder. Nik löst seine Band auf, sperrt sich wochenlang zu Hause ein und komponiert massenhaft Songs. Die besten schickt er als Demo an jede Plattenfirma, deren Adresse er finden kann. Und das Echo ist überwältigend. Nik Kershaw bekommt einen Plattenvertrag und mit neuer trendiger Strähnchenfrisur ausgestattet, wird er quasi über Nacht zum Chart-Helden. Schon die zweite Single "Wouldn't it be good" wird ein Riesenhit und macht ihn in ganz Europa zum Mädchenschwarm. Im Juli 1985 spielt er den Titel schließlich beim legendären Live-Aid-Konzert in London.

Der Text …

… handelt vom Neid vieler Menschen auf das Leben anderer. "Würde es nicht gut sein, in deinen Schuhen zu stecken, auch wenn es nur für einen Tag wäre? Würde es nicht gut sein, auf deiner Seite zu stehen, dort ist das Gras immer grüner!"

Coverversionen …

… gibt es unter anderem von Sasha und Juliane Werding. Ihre deutsche Fassung "Sonne auf der Haut" landet nur wenige Wochen nach dem Original erneut in den Single-Charts.

Und heute?

Heute ist Kershaw immer noch als Musiker aktiv und veröffentlicht über seine Internetseite regelmäßig neue Songs. Neben seiner Arbeit als Musiker hat Nik Kershaw auch ein Buch geschrieben, in dem er humorvoll auf das Musikgeschäft blickt.

Zuletzt aktualisiert: 03. Februar 2014, 04:00 Uhr

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