MDR THÜRINGEN - Das Radio

Ermittler brechen erneut zu Absturz-Stelle auf

Im Osten der Ukraine versuchen Ermittler wieder zur Absturzstelle des Passagier-Flugzeugs vorzudringen. Dazu brachen Teams aus australischen und niederländischen Polizisten am Morgen aus der Separatisten-Hochburg Donezk auf. Gestern hatten die Ermittler eine geplante Erkundung des Unglücksorts wegen anhaltender Gefechte abgesagt. Die Absturzstelle liegt rund 60 Kilometer östlich von Donezk. - Die Vereinten Nationen legten einen Bericht zur Lage in der Region vor. Darin wird von einer Schreckensherrschaft der Separatisten gesprochen. Um ihre Macht zu sichern, würden die bewaffneten Gruppen Menschen entführen, einsperren, foltern und hinrichten.

Geheimnis um Dunkelgräfin wird gelüftet

Das Geheimnis um die Herkunft der sogenannten Dunkelgräfin von Hildburghausen wird heute gelüftet. In einer Dokumentation des MDR wird geklärt, ob im Grab auf dem Hildburghäuser Schulersberg tatsächlich die französische Königstochter Marie Thérèse begraben liegt. Erst jetzt ist es durch DNA-Analysen möglich geworden, das seit mehr als 150 Jahren bestehende Rätsel zu lösen. Dafür waren die Gebeine der Dunkelgräfin exhumiert worden. Die Dokumentation ist im MDR FERNSEHEN ab 22:05 Uhr zu sehen.

Kindesmissbrauch vor Geraer Landgericht

Vor dem Landgericht Gera muss sich seit heute ein Mann wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 48-Jährigen vor, zwischen August 2010 und Dezember 2013 seine Stieftochter mehr als 40-mal sexuell missbraucht zu haben. Das Mädchen war damals zwischen elf und 14 Jahre alt. Der Angeklagte hat bereits gestanden und sitzt in Untersuchungshaft.

Jugendcamp in KZ-Gedenkstätte Buchenwald

20 junge Europäer erkunden derzeit die Geschichte der Gedenkstätte Buchenwald. Sie kommen unter anderem aus Russland, Spanien, der Ukraine und Deutschland. Die jungen Menschen beteiligen sich an archäologischen Grabungen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers. Außerdem arbeiten sie an Gedenksteinen für jüdische Kinder, die von Buchenwald in das Vernichtungslager Auschwitz transportiert worden sind. Ziel des 14-tägigen Workcamps ist es, die Erinnerung an die Geschichte des Ortes und die dort begangenen Verbrechen wachzuhalten.

Auerstedt: Schwerverletzter bei Festival

Im Weimarer Land ist bei dem gestrigen Unwetter ein Mann schwer verletzt worden. Der 25-jährige war bei einem Festival in Auerstedt, als er von herabstürzenden Ästen getroffen wurde. Auch die Veranstaltungszelte wurden durch den Sturm und herabfallende Äste beschädigt - das Festival wurde daraufhin abgebrochen. Am Nachmittag waren über Thüringen zahlreiche Gewitter mit Starkregen hinweggezogen. In Südost-Thüringen fielen in einer Stunde mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter. In Südthüringen brannten nach Blitzschlägen zwei Wohnhäuser. In Bleicherode wurde ein Silo von einem Blitz entzündet.

Ausgebüxte Berberaffen sorgen für Aufregung

Im Kyffhäuserkreis haben am Morgen ausgebüxte Berberaffen für Aufregung gesorgt. Bei der Polizei in Sondershausen gingen gegen 6:45 Uhr Anrufe von Autofahrern ein. Demnach würden zwischen Immenrode und Kleinfurra mehrere Affen auf den Leitplanken sitzen. Wie der Erlebnispark Straußberg MDR THÜRINGEN bestätigte, hatten die Affen ihr Gehege verlassen - offenbar über einen Ast, der durch das gestrige Unwetter abgebrochen war. Inzwischen sind die Affen freiwillig wieder in ihr Gehege zurückgekehrt.

Pilzsaison läuft an - Nachwuchssorgen bei Pilzberatern

In Thüringen läuft die Pilzsaison langsam an. Wie die Arbeitsgemeinschaft Mykologie mitteilte, sind nach den jüngsten Regenfällen die ersten Pilze aufgetaucht. Dabei handele es sich vor allem um Sommersteinpilze, Röhrlinge und Pfifferlinge. Wie gut das Pilzjahr wird, dazu wollten die Experten noch keine Prognose abgeben. Sorgen bereitet ihnen, dass es in Thüringen immer weniger Pilzberater gibt. Ihre Zahl sei von mehr als 100 auf inzwischen nur noch etwa 60 gesunken, hieß es.

Sicherheitsrat fordert Feuerpause im Nahen Osten

Der UN-Sicherheitsrat hat eine sofortige und bedingungslose Waffenruhe im Nahen Osten gefordert. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen erklärte nach einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung, Israelis und Palästinenser sollten die Kampfhandlungen umgehend einstellen. Die Menschen im Gazastreifen bräuchten dringend Lebensmittel und Hilfe. Zuvor hatten bereits UN-Generalsekretär Ban und US-Präsident Obama eine humanitäre Waffenruhe ohne Vorbedingungen gefordert. Die Palästinenser beklagen in dem fast dreiwöchigen Konflikt inzwischen mehr als tausend Tote. Auf israelischer Seite kamen mehr als 40 Menschen ums Leben.

Gericht spricht Yukos-Aktionären 50 Milliarden Dollar zu

Die Aktionäre des früheren russischen Ölkonzerns Yukos werden entschädigt. Ein Schiedsgericht in Den Haag sprach ihnen rund 50 Milliarden Dollar zu. Dieses Geld muss ihnen der russische Staat zahlen. Das Gericht entschied, dass die russische Regierung den Bankrott des einstigen Öl-Riesen aus politischen Gründen herbeigeführt hat. Der Yukos-Konzern gehörte dem ehemaligen Milliardär Chodorkowski. Gerichte warfen Chodorkowski schwere Wirtschaftsstraftaten vor und verurteilten ihn zu jahrelanger Lagerhaft. Große Teile des Konzernvermögens fielen an den Staatskonzern Rosneft.

Zuletzt aktualisiert: 28. Juli 2014, 12:05 Uhr

© 2014 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK