MDR THÜRINGEN - Das Radio MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 0:30 Uhr


Überlaufende Talsperre im Harz

Die Nordharz-Region hat immer noch mit den Folgen des Dauerregens zu kämpfen. Bei Wernigerode in Sachsen-Anhalt läuft seit dem späten Abend eine Talsperre über. Wie es dazu hieß, sind die über die Staumauer schwappenden Wassermengen aber relativ gering. Die Feuerwehr vor Ort bewerte die Lage als unproblematisch, so ein Sprecher. Zudem habe der Regen deutlich nachgelassen. Trotzdem ist die Situation vielerorts noch angespannt im nördlichen Vorharz. Neben Wernigerode und Ilsenburg betrifft dies auch den niedersächsischen Nachbarkreis Goslar. In Thüringen dagegen hat sich die Situation klar beruhigt.


Bundesarbeitsgericht zu Internet-Kontrollen von Beschäftigten

Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt befasst sich heute mit digitaler Kontrolle von Beschäftigten an Dienstcomputern. Dazu wird ein Grundsatzurteil erwartet, wie weit eine derartige Überwachung gehen kann. Der konkrete Fall stammt aus Nordrhein-Westfalen und dreht sich um den Einsatz sogenannter Keylogger. Solch ein heimliches Programm zeichnet alle Tastur-Eingaben auf. Die so erzielten Daten hatte ein Arbeitgeber für eine Kündigung verwendet. Er warf dem betreffenden Beschäftigten vor, er habe seine Arbeitszeit teils privat genutzt.


Abermals Prozess gegen Eishockeytrainer

Das Erfurter Landgericht verhandelt heute erneut den Fall eines Erfurter Eishockeytrainers. Staatsanwaltschaft und Verteidigung waren in Berufung gegangen, nachdem das Amtsgericht den Mann zu einer Geldstrafe von 750 Euro verurteilt hatte. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er im Februar 2015 eine Schülerin nach dem Training heimlich unter der Dusche filmte. Der Mann soll dafür eine Minikamera verwendet haben, die in einem Stift eingebaut war.


Ramelow zu Neonazi-Konzerten in Themar

In die Debatte um Neonazi-Konzerte im südthüringischen Themar hat sich auch Regierungschef Bodo Ramelow eingeschaltet. Dabei lobte er am Abend auf einer Bürgerversammlung den Gegenprotest. Zudem würdigte Ramelow den juristischen Vorstoß des Landrates im Kreis Hildburghausen, Thomas Müller, das Konzert vom 15. Juli zu verhindern. Damit sei er zwar vor Gericht gescheitert, so der Ministerpräsident, aber er habe es wenigstens versucht. Kommenden Sonnabend soll in Themar ein weiteres Neonazi-Konzert laufen.


Verhandlungen über Teil-Übernahme von Solarword

Für das pleitebedrohte Solartechnik-Unternehmen Solarworld gibt es Hoffnung. Laut Insovenzverwalter laufen Gespräche mit einem Investor, der die Werke in Arnstadt und im sächsischen Freiberg fortführen will. Bislang unbestätigten Angaben zufolge soll der Investor aus dem arabischen Katar kommen. Übernimmt er die Standorte tatsächlich, ist allerdings mit einem drastischen Personalabbau zu rechnen; von über 1.200 auf dann voraussichtlich nur noch 450 Beschäftigte. Wie der Insolvenzverwalter weiter mitteilte, wird vorerst jedoch niemand entlassen. Bis 15. August soll die Belegschaft unverändert weiter arbeiten.


Thüringer Frauen deutlich seltener kinderlos

In Thüringen gibt es weniger kinderlose Frauen als im Bundesdurchschnitt. Das teilte das Statistische Landesamt mit. Mit 23 Prozent gab danach knapp jede vierte Frau an, keine Kinder geboren zu haben. Deutschlandweit dagegen ist der Wert deutlich höher. Mit 35 Prozent ist demnach gut jede dritte Frau kinderlos.


Schwerverletzter bei Verpuffung im Kreis Gotha

Bei einem Kellerbrand in Neudietendorf im Kreis Gotha hat es einen Schwerverletzten gegeben. Der Mann kam per Rettungs-Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Halle. Nach Angaben der Polizei geschah das Unglück in einer ehemaligen Destille. Im Keller des Gebäudes waren demnach Gärballons mit Alkoholresten gelagert. Der Keller hatte durch die Regenfälle unter Wasser gestanden und war abgepumpt worden, wobei es zu einer Verpuffung kam.


Zwei tote deutsche Soldaten in Mali

Beim Absturz ihres Hubschraubers im afrikanischen Mali sind zwei deutsche Soldaten umgekommen. Das teilte am späten Abend das Einsatzführungs-Kommando der Bundeswehr mit. Die Ursache für den Absturz im Norden des Landes ist allerdings noch unklar. Die Maschine war im Auftrag der Vereinten Nationen unterwegs. Die Bundeswehr unterstützt derzeit zwei UN-Missionen in Mali mit mehreren hundert Soldatinnen und Soldaten.


Kein Verbot von Verbrennungs-Motoren in Deutschland

Die Bundesregierung will kein Verbot von Dieselautos und Benzinern wie in Großbritannien. So etwas stehe derzeit nicht auf der Agenda der Bundesregierung, sagte in Berlin ein Regierungssprecher. Er reagierte damit auf eine vorherige Meldung aus London. Danach plant die britische Regierung aus Klimaschutzgründen, dass auf der Insel ab 2040 keine Autos mehr mit Verbrennungs-Motoren verkauft werden dürfen.

Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2017, 00:35 Uhr