MDR THÜRINGEN - Das Radio MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 12:00 Uhr


UNICEF beklagt Kriegsverbrechen in Aleppo

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat die jüngsten Angriffe auf die syrische Stadt Aleppo als "absoluten Tiefpunkt" beklagt. Die "Intensität und Rücksichtslosigkeit" der Attacken seien vergleichbar mit den Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs, sagte Unicef-Sprecher Rudi Tarneden. Dem Hilfswerk zufolge sind in dem von Rebellen gehaltenen Ostteil von Aleppo derzeit rund 100.000 Kinder in akuter Gefahr. Eine von Russland und den USA vermittelte Waffenruhe war vor einer Woche nach nur wenigen Tagen zerbrochen - seitdem flammten die Kämpfe besonders in Aleppo wieder mit brutaler Gewalt auf. Der Osten Aleppos wird von den Aufständischen kontrolliert, der Westteil der Stadt von den Regierungstruppen.


Bürgergutachten zur Gebietsreform fraglich

Das Bürgergutachten zur Gebietsreform droht zu einer Schlappe für das Thüringer Innenministerium zu werden. Grund dafür sind nach Informationen von MDR THÜRINGEN Probleme, die angestrebte Anzahl berufstätiger Teilnehmer zu finden. Sie müssten für die geplanten Treffen Ende Oktober eigenen Urlaub beantragen, weil das Bildungsministerium das Projekt bisher nicht als Bildungsurlaub anerkennt. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN sollen sich die Teilnehmer zudem inhaltlich auf die Verwaltungsstrukturen konzentrieren. Anders als angekündigt haben sie auf Fragen der Gemeindegrenzen faktisch keinen Einfluss mehr.


Förderprogramm für längere Kita-Öffnung kaum genutzt

In Thüringen haben bisher sieben Kindergärten das Förderprogramm für längere Öffnungszeiten genutzt. Wie das Bundesfamilienministerium auf Anfrage von MDR Aktuell mitteilte, haben Thüringer Einrichtungen aus dem Bundesprogramm "KitaPlus" rund 1,2 Millionen Euro Zuschüsse abgerufen. Sie werden gezahlt, wenn die Kindergärten Öffnungszeiten ausweiten. Vor allem von berufstätigen Eltern wird das häufig gewünscht. Insgesamt wurden bundesweit im ersten Jahr des Programms rund 21 Millionen Euro Fördermittel für 141 Vorhaben abgerufen. Bis 2018 stehen 100 Millionen Euro zur Verfügung.


Eingeschränkter Verkehr über Bleiloch-Talsperrenbrücke

Die Brücke über den Bleilochstausee in Saalburg im Saale-Orla-Kreis ist seit heute nur noch einspurig befahrbar. Grund sind vorbereitenden Arbeiten für einen Ersatz der über 80 Jahre alten Brücke. Jetzt regeln Ampeln den Verkehr über den See. Ab Januar ist die Brücke dann komplett gesperrt. Für mehr als fünf Millionen Euro soll dann eine neue Überquerung errichtet werden. Sie soll bis 2018 fertig sein.


Toter von Fambach: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Rund vier Monate nach dem Fund einer Leiche bei Fambach hat die Staatsanwaltschaft Meiningen Anklage erhoben. Wie die Staatsanwaltschaft Meiningen bestätigte, wird einem 20-Jährigen aus Südthüringen Mord vorgeworfen. Der Mann war kurz nach der Tat verhaftet worden und hat sich inzwischen zu den Vorwürfen geäußert. Der Prozess soll laut Landgericht Meiningen Mitte November beginnen. Im Mai hatte ein Jäger auf einem Kornfeld bei Fambach im Kreis-Schmalkalden-Meiningen einen 19-jährigen Toten gefunden. Die Leiche hatte zahlreiche Verletzungen aufgewiesen.


Neue Erkenntnisse im Fall der Babyleichen von Ichtershausen

Acht Monate dem Fund zweier Babyleichen in Ichtershausen im Ilmkreis steht endgültig fest, dass ein Baby gelebt hat. Im Prozess bestätigte ein Gerichtsmediziner, dass der 2015 geborene männliche Säugling geatmet hat. Hinweise auf einen natürlichen Tod gebe es nicht. Dem Gutachten zufolge bestehen jedoch Zweifel daran, dass die Babyleiche bereits seit Oktober 2015 an der Fundstelle gelegen hat. Es gebe Anzeichen dafür, dass das Kind zuvor kälteren Bedingungen ausgesetzt und luftdicht eingepackt war. Angeklagt sind die Eltern der toten Babys. Die Staatsanwältin wirft ihnen vor, ihre neugeborenen Söhne nach der Geburt getötet beziehungsweise den Tod billigend in Kauf genommen zu haben.


Zugstrecke im Weimarer Land wieder befahrbar

Auf der Bahnstrecke zwischen Apolda und Großheringen im Weimarer Land fahren seit Mitternacht wieder Züge.. Die Strecke konnte nach Angaben des Betreibers Abellio am Abend freigegeben werden, bis 24 Uhr fuhren aus organisatorischen Gründen aber noch Busse. Grund für die Sperrung waren Bauarbeiten. Sie hatten sich eine Woche länger als geplant hingezogen, weil es Probleme beim Einbau einer Brücke bei Darnstedt gegeben hatte.


Landtagsuntersuchungsausschuss zum Aktenlager Immelborn

Vor dem Landtags-Untersuchungsausschuss zum Aktenlager von Immelborn wird heute Innenstaatssekretär Udo Götze befragt. Er soll vor allem erklären, wie es nach der rot-rot-grünen Regierungsbildung zur raschen Einigung zwischen dem Innenministerium und dem Landesdatenschutzbeauftragten Lutz Hasse kam. In der kleinen Gemeinde im Wartburgkreis waren im Sommer 2013 Hunderttausende ungesicherte Akten gefunden worden. In der Folge hatten sich Hasse und das damals noch CDU-geführte Innenministerium heftig gestritten. Hasse verlangte Amtshilfe der Polizei, um das Lager zu räumen. Das lehnte das Ministerium ab. Inzwischen ist das Lager geräumt.


Keine höhere Bundes-Beteiligung an DDR-Sonderrenten

Hauptzahler für Extra-Renten aus DDR-Zeiten bleiben vorerst weiter die Ost-Länder. Das Bundesfinanzministerium lehnte es auf MDR-Anfrage ab, sich stärker an den Kosten dafür zu beteiligen. Dies hatte zuvor Thüringens Finanzministerin Heike Taubert gefordert. Der Freistaat muss für solche Altersbezüge allein in diesem Jahr etwa 413 Millionen zahlen. Seit den frühen 90ern sind es schon über 7,5 Milliarden gewesen. Hintergrund sind einstige DDR-Sonder- und Zusatzversorgungssysteme. Die Rentenansprüche daraus wurden nach der Wende in bundesdeutsches Recht übernommen.


Immer mehr Diebstähle in Zügen und auf Bahnhöfen

In Deutschlands Zügen und Bahnhöfen wird immer häufiger gestohlen. Nach Medienberichten hat die zuständige Bundespolizei im vergangenen Jahr rund 44.800 Taschen- und Handgepäckdiebstähle registriert. Das seien 25 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Angaben der Bundespolizei handelt es sich oft um professionelle Täter, die auch international auf Beutezug gehen. Sie empfiehlt, Geld, Kreditkarten und andere Wertgegenstände eng am Körper zu tragen.


Erstes TV-Duell zwischen Clinton und Trump

Der US-Präsidentschaftswahlkampf geht in die heiße Phase. Die Kandidatin der Demokraten Clinton und der Republikaner Trump liefern sich in der kommenden Nacht das erste TV-Duell. Dabei wird mit bis zu 100 Millionen Zuschauern gerechnet. Weil derzeit beide Kandidaten nahezu gleich auf liegen, kann das Fernseh-Duell nach Ansicht von Beobachtern wahlentscheidend werden.

Zuletzt aktualisiert: 26. September 2016, 12:05 Uhr