MDR THÜRINGEN - Das Radio MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 18:30 Uhr


Treffen zwischen Ramelow und Gebietsreformgegner abgesagt

Eine außergerichtliche Einigung zwischen der Thüringer Landesregierung und den Gegnern einer Gebietsreform ist vorerst geplatzt. In einem Brief, der MDR THÜRINGEN vorliegt, hat Ministerpräsident Bodo Ramelow für morgen geplante Verhandlungen mit den Vertretern des Volksbegehrens abgesagt. Er reagierte damit auf ein Schreiben des Trägervereins "Selbstverwaltung für Thüringen" vom vergangenen Freitag. Darin hatte der Verein erklärt, er habe von seinen Mitgliedern kein Mandat für solche Verhandlungen. Er bestehe weiter darauf, dass die Thüringer in einem Volksbegehren über das sogenannte Vorschaltgesetz entscheiden sollen. Allerdings sei man bereit, nach einer Aufhebung dieses Gesetzes mit der Landesregierung über eine Gebietsreform zu verhandeln. Das wiederum lehnt Ramelow ab.


Zwei Tote nach Unfall auf B92 bei Weida

Beim Zusammenstoß eines Sattelzugs mit einem Auto auf der B 92 bei Weida ist ein Ehepaar ums Leben gekommen. Ihr Wagen wurde regelrecht unter dem Lastwagen begraben. Nach Polizeiangaben musste ein Kran die Zugmaschine anheben, damit das Fahrzeug und die beiden Insassen im Alter von 80 und 77 Jahren geborgen werden konnten. Eine Polizeisprecherin sagte, der leere Tanksattelzug habe Vorfahrt gehabt - und der Pkw sei beim Abbiegen gegen den Lkw geprallt. Der Lastwagenfahrer blieb laut Polizei unverletzt, erlitt aber einen Schock. Die sogenannte Fortuna-Kreuzung gilt seit Jahren als Unfallschwerpunkt.


Freispruch im Prozess wegen Brandstiftung in Gerstungen

Im Prozess um eine Brandstiftung in Gerstungen ist der Angeklagte freigesprochen worden. Es gebe weder eindeutige Beweise oder Augenzeugen noch ein Motiv, befand das Amtsgericht Eisenach. Klar sei nur, dass jemand das leerstehende Einfamilienhaus im September 2015 angezündet hat. Dabei war ein Schaden von 25.000 Euro entstanden. Das Haus gehört der Ehefrau des Angeklagten. Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt, weil die Eigentümerin zuvor im Internet angekündigt hatte, sie wolle das Gebäude an Flüchtlinge vermieten.


Bewährungsstrafe für Erfurter Fußball-Rowdy

Wegen Körperverletzung ist ein 29-jähriger Fußball-Rowdy vom Amtsgericht Erfurt zu einer viermonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Zudem muss der Mann 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und 1.500 Euro an den Polizeisportverein Erfurt zahlen. Der Verurteilte hatte beim Heimspiel des FC Rot-Weiß Erfurt gegen den FSV Frankfurt am 4. Februar eine Polizistin gegen den Oberkörper getreten. Beim Prozess entschuldigte er sich für die Tat und sprach von einem "Aussetzer" unter Alkohol und Fan-Emotionen. Der 29-Jährige hatte bereits in der Vergangenheit mehrere Geldstrafen wegen Körperverletzung, Trunkenheit im Verkehr und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte bekommen. Der 29-Jährige muss zudem mit einem bundesweiten Stadionverbot rechnen, Fußball-Drittligist Rot-Weiß Erfurt hat ihm bereits Hausverbot erteilt.


Milchbauern weiter in Schwierigkeiten

Angesichts der anhaltenden Milchkrise hat Thüringens Landwirtschaftsministerin Birgit Keller ein Umdenken gefordert. Keller sagte beim Thüringer Milchtag in Erfurt, Landwirte und Molkereien müssten flexiblere und modernere Lieferverträge abschließen und so Angebot und Nachfrage besser in Einklang bringen. Gefordert sei auch der Lebensmittelhandel. Er müsse gegenüber den Milcherzeugern fairer auftreten. Nach Angaben des Bauernverbandes haben die Milchbauern die Krise - trotz gestiegener Preise - noch nicht überwunden. Statt zurzeit 30 Cent pro Liter benötigten die Milchbauern mindestens 35 Cent, um kostendeckend zu arbeiten.


Urteil im Missbrauchsprozess

Vor dem Landgericht in Gera ist im Prozess um sexuellen Missbrauch von Kindern das Urteil gesprochen worden. Der 36-Jahre alte Angeklagte sei zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden, sagte Gerichtssprecherin Silke Hollandmoritz MDR THÜRINGEN. Der Prozess hatte erst am Morgen begonnen. Nach einer Verfahrensabsprache legte der Mann ein Geständnis ab. Der 36-Jährige war angeklagt, sich im November 2014 in Mohlsdorf im Kreis Greiz an der damals dreizehnjährigen Tochter seiner langjährigen Lebensgefährtin vergangen zu haben.


Ermittlungen nach Loch im Wald im Ilmkreis

Die Polizei untersucht ein mysteriöses Loch bei Wüllersleben im Ilmkreis. Unbekannte haben in einem Wald ein acht Meter tiefes Loch gegraben. Zweck und Sinn liege noch völlig im Dunklen, teilte die Verwaltungsgemeinschaft Riecheimer Berg mit. Das Loch sei kreuzgefährlich für Waldarbeiter, Jäger oder Spaziergänger. Es sei Anzeige gegen unbekannt gestellt worden. Die Grube sei mittlerweile gesichert und solle in dieser Woche von der Gemeinde verfüllt werden.


Thüringer Rosenmontagszüge locken viele Schaulustige

Hunderttausende Narren haben sich von den traditionellen Rosenmontagszügen in Köln, Düsseldorf und Mainz begeistern lassen. Allein im Kölner Zug liefen oder fuhren mehr als 10.000 Menschen mit. In Thüringen gab es Umzüge in Viernau im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, in Siemerode im Eichsfeld und in Sondershausen. Dort gestalteten 19 Vereine den Umzug mit rund 1.100 Aktiven und zahlreichen Motivwagen. Den Zug verfolgten 5.000 Schaulustige, nicht wie zunächst von der Polizei angegeben 20.000. Viele hatten ihren Standort gewechselt und waren deshalb doppelt gezählt worden.


Sonnenscheinreicher Winter in Thüringen

Die Sonne hat sich in diesem Winter in Thüringen überdurchschnittlich oft blicken lassen. Mit 215 Stunden war Thüringen ein sehr sonnenscheinreiches Bundesland, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Der langjährige Mittelwert liege nur bei 148 Stunden. Außerdem hat es seltener als üblich geregnet oder geschneit - nämlich weniger als 90 Liter pro Quadratmeter. Damit sei Thüringen das zweittrockenste Bundesland gewesen.


Polizeigewerkschaften begrüßen Berliner Urteil gegen Raser

Die Polizeigewerkschaften haben die Verurteilung von zwei Autorasern wegen Mordes begrüßt. Beide Gewerkschaften sprachen von einem richtungsweisenden Signal. Das Urteil sei ein deutliches Zeichen an all diejenigen, die glaubten, aus Eigensucht das Leben anderer gefährden zu dürfen. Das Landgericht Berlin hatte im Prozess um ein illegales Autorennen die Angeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt. Die beiden Männer waren vor einem Jahr mit Tempo 170 über den Ku´damm gerast. Ein unbeteiligter Autofahrer kam bei einem Zusammenstoß ums Leben. Die Verteidigung kündigte Revision an.


Deutsche Geisel auf Philippinen ermordet

Das Auswärtige Amt hat die Ermordung der deutschen Geisel auf den Philippinen bestätigt. Ein Sprecher erklärte, es gebe keinen Zweifel mehr, dass der auf den Philippinen entführte Deutsche nicht mehr am Leben sei. Man sei zutiefst erschüttert über das unmenschliche und grausame Vorgehen der Täter. Die Terrorgruppe Abu Sayyaf hatte ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung des Mannes zeigt. Zuvor war ein Ultimatum verstrichen, in dem die Entführer von der Bundesregierung umgerechnet 570.000 Euro gefordert hatten. Der 70-Jährige war im November während einer Segelreise in die Hand der Islamisten geraten. Seine Partnerin wurde bereits kurz danach getötet.

Zuletzt aktualisiert: 27. Februar 2017, 18:35 Uhr