MDR THÜRINGEN - Das Radio MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 5:00 Uhr


Schadensbilanz nach Gewitterfront in Thüringern

Nach der Gewitterfront gestern Abend halten sich die Schäden in Thüringen in Grenzen. Verletzte gab es nach Polizeiangaben nirgends. Zwischen Hamma und Auleben im Kreis Nordhausen ist die Straße nach einem Erdrutsch voll gesperrt. Blitzeinschläge in Wohnäuser meldet die Polizei aus Altenburg, aus Wildprechtroda bei Bald Salzungen und aus Freienhagen im Eichsfeld. Es blieb allerdings bei Schäden an Dachziegeln und Fenstern. Ein zunächst gemeldeter Wohnhausbrand in Gera hat sich inzwischen als Brand eines Strommasten herausgestellt, der schnell gelöscht werden konnte. Behinderungen durch umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste sind weitgehend beseitigt.


Neues Gesetz für Zusammenschluss von Gemeinden

Die Thüringer Landesregierung will bis zum 4. Juli ein neues Gesetz zum Zusammenschluss von Gemeinden auf den Weg bringen. Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte dem MDR, er habe Innenminister Holger Poppenhäger gebeten, dem Kabinett bis zur nächsten Sitzung einen Gesetzentwurf vorzulegen. Damit sollen Gemeinden bei freiwilligen Zusammenschlüssen auch weiterhin Gelder vom Land bekommen. Der Verfassungsgerichtshof hatte ein erstes Gesetz mit dieser Regelung, das Vorschaltgesetz, vor zwei Wochen wegen eines formellen Fehlers gekippt. Poppenhäger sagte MDR Aktuell, es bleibe bei den bisherigen Zusagen von insgesamt 155 Millionen Euro. Wann die Frist für freiwillige Gemeindefusionen endet, ist noch nicht klar.


Zeugnisübergabe und Ferienstart

Die Thüringer Schüler bekommen ihre Jahreszeugnisse. Nach Angaben des Bildungsministeriums erhalten landesweit über 190.000 Schüler der allgemeinbildenden Schulen ein Zeugnis. An den Berufsschulen sind es rund 50.000 Schüler. Nach der Zeugnisübergabe beginnen für alle Schüler sechseinhalb Wochen Sommerferien. Auch die knapp 20.000 Lehrer haben mehrere Wochen frei. Das Land nutzt die Sommerferien, um einige Schulen zu sanieren. Dafür gibt Thüringen im laufenden Jahr eine zweistelligen Millionen-Summe aus. Zum neuen Schuljahr am 10. August rechnen Statistiker mit etwa 2.500 Schülern zusätzlich. Bereits in diesem Jahr gingen hatte mehr Schüler in Thüringen zur Schule als im Vorjahr. Auch in Bremen, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt starten die Sommerferien.


Letzte Landtagssitzung vor der Sommerpause

Die Gebietsreform ist erneut Thema im Thüringer Landtag. Auf der letzten Sitzung vor der Sommerpause sollen die Ergebnisse eines sogenannten Bürgergutachtens vorgestellt werden. Insgesamt 72 Thüringer haben Vorschläge zur Gebietsreform eingereicht. Nach dem Willen der CDU soll die Landesregierung aber auch die Ergebnisse verschiedener Meinungsumfragen vorstellen. Die AfD verlangt in einer Großen Anfrage an die Regierung genaue Auskunft zum Thema Schusswaffenbesitz und -gebrauch in Thüringen. Weitere Themen sind das Thüringer Wanderwege-Konzept und die Förderung privater Solaranlagen.


Kritik an automatischer Diäten-Erhöhung

In Thüringen gibt es wieder Kritik an der automatischen Diäten-Anstieg für Abgeordnete. Das System gehört nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler Thüringen abgeschafft. Statt die Abgeordneten parallel nach Einkommens- und Preisentwicklung zu bezahlen, sollte es eine erhöhte steuerpflichtige Grundentschädigung geben. Auch die vollständig steuerfinanziere Altersversorgung müsse abgeschafft werden, so der Bund der Steuerzahler. Die Thüringer Landtagsabgeordneten bekommen rückwirkend zum Jahresanfang mehr Geld. Wie die Landesverwaltung mitteilte, steigen die monatlichen Bezüge um 2,9 Prozent auf rund 5.500 Euro.


Sechs mutmaßliche Drogendealer in Haft

Thüringer Ermittlern ist ein Schlag gegen die Drogenkriminalität gelungen. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, wurden unter anderem 48 Kilogramm Marihuana und 22.000 Euro Bargeld sichergestellt. Das Verfahren richte sich gegen sechs Verdächtige im Alter von 30 bis 63 Jahren. Gegen alle erließ das Amtsgericht Gera Haftbefehl. Die Gruppe soll mindestens seit 2016 Drogen beschafft und in Erfurt weiterverkauft haben. Ein mobiles Einsatzkommando hatte zwei Männer auf der Rückreise von einer Beschaffungsfahrt auf der B4 erwischt. Später wurden verschiedene Objekte im Erfurter Norden durchsucht und weitere Drogen gefunden. Der vorerst letzte Tatverdächtige wurde vorgestern in Bochum festgenommen.


Blankenhain: Rückruf von Salami-Sticks wegen Salmonellen-Verdachts

Wegen Salmonellen-Verdachts hat Mar-Ko Fleischwaren in Blankenhain im Weimarer Land seine "Salami-Sticks-Classic" zurückgerufen. Betroffen sind nach Firmenangaben jeweils die 100-Gramm-Packungen mit Mindesthaltbarkeitsdatum bis Anfang September. Bei einer Rohwaren-Kontrolle seien Salmonellen gefunden wurden die gesundheitliche Beschwerden hervorrufen könnten. Die Salami-Sticks wurden in Supermärkten in mehreren Bundesländern verkauft.


Immer weniger Mitglieder bei Freiwilligen Feuerwehren in Thüringen

Bei den Freiwilligen Feuerwehren in Thüringen sind immer weniger Menschen aktiv. Im vergangenen Jahr zählten die Freiwilligen Feuerwehren insgesamt rund 33.800 Mitglieder - das sind zwei Prozent weniger als noch 2015, wie der Staatssekretär im Innenministerium, Udo Götze, im Landtag sagte. Als Hauptgrund für den anhaltenden Rückgang nannte Götze die demographische Entwicklung, vor allem das hohe Durchschnitts-Alter im Freistaat. Bei den Jugendfeuerwehren hingegen sei die Zahl der Mitglieder im Vergleich zum Vorjahr leicht gewachsen.


Experten: Automobilbranche vor drastischem Wandel

Die Thüringer Automobilbranche steht nach Ansicht von Experten vor einem drastischen Strukturwandel. Davon geht der Automobilzulieferverband „Automotive Thüringen" aus. Vor allem mittelständische Unternehmen seien vom massiven Umbruch der Elektromobilität bedroht, sagte Verbandschef Michael Militzer auf dem Branchentag in Erfurt. Seinen Angaben zufolge wird in fünf bis acht Jahren etwa ein Viertel aller Autos elektrisch fahren. Thüringen habe den Anschluss an die Elektromobilität verloren. Militzer rief erneut die mittelständische Unternehmen auf, zu kooperieren.


Bundestag beschließt Überwachung von Messengerdiensten

Messenger-Dienst wie Whats-App dürfen künftig von Sicherheitsbehörden überwacht werden. Das hat der Bundestag beschlossen. Damit können auf Smartphones Nachrichten künftig vor der Verschlüsselung mitgelesen oder abgehört werden. Dafür muss auf dem Gerät eine entsprechende Software, der sogenannte Staatstrojaner, installiert werden. Datenschützer bezeichneten die Neuregelungen als verfassungswidrig. Außerdem hat der Bundestag beschlossen, dass extremistische Parteien künftig keine öffentlichen Gelder mehr bekommen sollen. Damit kann Parteien der Geldhahn zugedreht werden, die Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland verfolgen. Direkt betroffen von der Gesetzänderung ist die NPD. Bei ihr hatten die Verfassungsrichter bereits festgestellt, dass sie verfassungsfeindliche Ziele verfolgt.


USA fahnden weltweit nach VW-Managern

In der VW-Abgasaffäre fahnden die USA international nach fünf VW-Managern. Das berichten NDR, WDR und die "Süddeutsche Zeitung". Das US-Justizministerium wirft den Männern Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen US-Umweltvorschriften vor. Die Männer leben in Deutschland. Sobald sie die Bundesrepublik verlassen droht ihnen eine Auslieferung an die USA und eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren. Deutschland selbst liefert eigene Staatsbürger grundsätzlich nicht aus.


Deutschland trennt sich im Confed Cup gegen Chile 1:1

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist beim Confed Cup in Russland auf Halbfinalkurs. Das Perspektivteam von Bundestrainer Joachim Löw trennte sich in Kasan von Südamerikameister Chile 1:1. Arsenal-Stürmer Sanchez hatte Chile in Führung geschossen, ehe der Gladbacher Lars Stindl ausglich. Letzter Gruppengegner der deutschen Mannschaft ist am Sonntag in Sotschi der Afrikameister Kamerun.

Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2017, 05:05 Uhr