MDR THÜRINGEN - Das Radio MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 9:00 Uhr


Skepsis in Berlin nach Trumps Amts-Einführung

Der neue US-Präsident Trump hat bereits eine erste Amtshandlung vollzogen. Sie betraf die Gesundheitsreform seines Vorgängers Obama. Trump wies an, dazu entsprechende Vorschriften zu lockern, um Geld zu sparen. Zuvor war der 70-Jährige gestern feierlich ins Amt eingeführt worden. Nach seiner Antrittsrede zeigte sich die Bundesregierung besorgt. Vize-Kanzler Sigmar Gabriel sprach am Abend im ZDF von hoch nationalistischen Tönen. Man müsse sich warm anziehen. Der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen kritisierte, die USA würden noch weiter und tiefer gespalten.


Thüringen will Beziehungen mit USA ausbauen

Thüringen will auch unter dem neuen US-Präsidenten Trump die Wirtschaftsbeziehungen mit den USA weiter ausbauen. Anlässlich der Vereidigung von Trump sagte Landtagspräsident Christian Carius, die Vereinigten Staaten seien der wichtigste Handelspartner Thüringens. Die wirtschaftlichen Beziehungen seien eng und sollten gemeinsam zu neuen Erfolgen geführt werden. Auch wenn die Skepsis gegenüber dem neuen amerikanischen Präsidenten in Thüringen überwiege, sei er Gewinner einer demokratischen Wahl, so Carius. Das verdiene Respekt. Er wünsche Trump viel Glück und Erfolg bei seiner verantwortungsvollen Aufgabe.


Erhöhte Zahl an Verkehrssündern in Thüringen

2016 ist die Zahl der in Thüringen erwischten Verkehrssünder kräftig gestiegen. Nach vorläufigen Angaben der Zentralen Bußgeldstelle erhöhten sich die erfassten Ordnungswidrigkeiten auf weit über 929.000 Fälle, zehn Prozent mehr als 2015. Parallel dazu kletterten die Einnahmen der Bußgeldstelle auf fast 30,5 Millionen Euro, ein Plus von etwa 6,6 Millionen. Der Straßenverkehr sei intensiver als zuvor überwacht worden, so dazu die Polizei, zudem mit qualitativ besserer Digital-Messtechnik.


Thüringen beim Ländertag auf "Grüner Woche"

Beim Ländertag der weltgrößten Agrar- und Ernährungsmesse "Grüne Woche" in Berlin ist heute auch Thüringen mit dabei. Dazu werden mehrere Vertreter der Landesregierung am Stand des Freistaats erwartet. Dort präsentieren sich 24 Firmen und elf Landkreise. Anlässlich der "Grünen Woche" haben zahlreiche Verbände und Organisationen zu einem großen Protestzug aufgerufen. Damit soll im Tagesverlauf gegen industrielle Massen-Produktion von Lebensmitteln demonstriert werden.


Landtag mit neuem Besucher-Rekord

Thüringens Landtag meldet einen neuen Besucherrekord. Der Parlamentsverwaltung zufolge wurden im vorigen Jahr gut 19.400 Gäste gezählt, vor allem Schüler. Das seien 29 Prozent mehr gewesen als 2015, hieß es. Landtags-Präsident Christian Carius zeigte sich erfreut darüber. Das Thüringer Parlament habe sich zu einem regelrechten Besuchermagnet entwickelt, sagte er. Das solle auch so bleiben.


Verfassungsschutz will AfD nicht beobachten

Auch der Thüringer Verfassungsschutz sieht keinen Grund für eine Beobachtung der AfD. Präsident Stephan Kramer sagte, nach einer ersten Prüfung der heftig kritisierten Rede von Björn Höcke werde nicht hinreichend deutlich, dass er die Verfasstheit der Bundesrepublik und ihr demokratisches Fundament angreife. Kritik am Umgang der Bundesrepublik mit dem Holocaust und der Erinnerungskultur sei jedoch häufig ein Standardthema der rechtsextremen Szene. Ob Höckes Rede als Volksverhetzung zu werten sei, müsste die Staatsanwaltschaft untersuchen, so Kramer.


Drogenvorfälle Thema im Justizausschuss

Der Justizausschuss des Thüringer Landtags hat sich über die Drogenvorfälle in den Gefängnissen beraten. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN räumte dabei Justizminister Dieter Lauinger in seinem Bericht vor dem Ausschuss ein, dass Drogenhunde etwa beim Einlass von Besuchern nur eingeschränkt zum Einsatz kommen. Hier spielten auch Aufwand und Nutzen beim Einsatz der Hunde eine Rolle. Ein Teil der Abgeordneten im Justizausschuss bemängelte diese Praxis. Im Dezember waren in der Justizvollzugsanstalt Tonna im Kreis Gotha drei Häftlinge bewusstlos aufgefunden worden, nachdem sie Drogen konsumiert hatten.


Neues "Früh-Erkennungssystem" für Gefährder

Die deutschen Behörden wollen mit einem neuen Sicherheits-System sogenannte Gefährder eher als bisher erkennen. Das melden NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Danach hat das Bundeskriminalamt zusammen mit der Uni Zürich das System entwickelt. Es soll helfen, schneller und objektiver das Gefahrenpotential von Islamisten zu beurteilen. Ab Sommer soll das System bundesweit eingesetzt werden.


Schweres Bus-Unglück in Nord-Italien

Bei einem Bus-Unglück in Nord-Italien sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Über 30 weitere wurden bei dem Unfall in der Nacht verletzt. Unter den Opfern sollen vor allem Schüler eines Gymnasiums aus Budapest sein. Nach Medienangaben war der Bus auf der Rückfahrt von Frankreich nach Ungarn, als er bei Verona gegen einen Mast prallte und ausbrannte. Die Ursache für dieses Unglück ist noch unklar.


Türkisches Parlament für Präsidial-System

In der Türkei hat das Parlament für die Ausweitung der Befugnisse von Präsident Erdogan gestimmt. Eine geplante Verfassungsreform wurde in der Nacht mehrheitlich gebilligt. Im Frühjahr soll darüber aber noch das Volk entscheiden. Stimmt es ebenfalls zu, werden Macht und Einfluss Erdogans noch größer. Er könnte dann zugleich als Staats- und Regierungschef amtieren. Die Opposition sieht mit der Reform eine autoritäre Ein-Mann-Herrschaft auf die Türkei zukommen.


Auswärts-Erfolg für Bayern

Bayern München hat das Auftaktspiel der Fußball-Bundesliga nach der Winterpause für sich entschieden. Beim SC Freiburg gewannen die Bayern am Abend mit 2:1. Anfangs hatten sie 0:1 hinten gelegen, bevor Lewandowski ausglich. Erst in der Nachspielzeit erzielte er dann den Siegtreffer.


Deutsche Handballer in WM-Achtelfinale

Die deutschen Handballer haben bei der WM in Frankreich als Gruppensieger die K.O.-Runde erreicht. Gegen Kroatien haben sie ihr letztes Vorrundenspiel mit 28:21 gewonnen. Gegner im Achtelfinale morgen ist Vize-Weltmeister Katar.

Zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2017, 09:05 Uhr