Service | MDR THÜRINGEN - Das Radio | 17.09.2012 : Ausgeschleudert
Technik ist schön, so lange sie auch funktioniert. Doch wenn Toaster, Kaffeemaschine, Waschmaschine und Bügeleisen den Geist aufgeben, wandern Sie oft auf den Schrott. Je nach Anschaffungspreis denken viele Verbraucher gar nicht darüber nach, die Geräte zu reparieren. Und klar, die Händler empfehlen schnell ein neues Produkt.
Ist die gesetzliche Gewährleistung oder die Hersteller-Garantie abgelaufen, muss der Kunde die Reparatur bezahlen. Das kann teuer werden. Eine Reparaturpauschale bietet dem Verbraucher ein kalkulierbares Kostenrisiko. Sie ist ein verbindlicher Festpreis des Herstellers für die Reparatur seiner Geräte. Der Vorteil: Egal, wie teuer die Materialien und der Zeitaufwand sind - der vorher vereinbarte Preis gilt. Auf dieser Grundlage kann jeder abwägen, ob sich die Reparatur lohnt oder eher ein neues Gerät anschafft wird.
Kosten-Nutzen
Haase und Waage haben sich Dirk Weinsheimer von der Thüringer Verbraucherzentrale eingeladen. Er rät zu schauen, ob eine Reparatur wirtschaftlich sinnvoll ist. Schließlich will niemand für die Reparatur mehr zahlen, als ein neues Gerät kosten würde. Die Höhe der Reparaturpauschale unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen. Bosch repariert beispielsweise eine kleine Küchenmaschine für knapp 50 Euro, Kaffeevollautomaten kosten etwa 150 Euro. Der Experte rät, aber auch bei freien Kundenservices die Preise anzufragen.
Und sich zu erkundigen, was alles mit der Pauschale abgedeckt wird. Denn das entscheiden die Hersteller selbst. Die einen nehmen die kaputten Geräte nur bis zu einem bestimmten Alter zum Reparieren an, andere schließen einzelne Modelle von Anfang an aus. Ob es sich also lohnt, den Staubsauer überprüfen zu lassen, können Sie an der Servicehotline der jeweiligen Herstellerfirma erfragen. In der Bedienungsanleitung steht der Kontakt mit drin. Bosch, Siemens, AEG, Philips, Saeco, Jura und Laurastar bieten Pauschalen an.
Ausfall versichern?
Einige Hersteller bieten außerdem Elektrogeräteversicherungen an. Kaufen Sie ein neues Elektrogerät, sollen sie die am besten gleich mit abschließen, so der Verkäufer. Doch Verbraucherschützer wie Dirk Weinsheimer raten ab. Das Geld für die Prämie kann man auch so zur Seite legen und hat dann Geld für ein neues Gerät, das man sich ohne Ärger mit der Versicherung einfach so kaufen kann.
