Kleinwagenmodelle bei einem Autohändler
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Leichter leben | 19.04.2017 | 17:00 Uhr Klein, aber fein! Kleinwagen im Trend

Nichts ist geblieben vom „Gehhilfen“-Image der 1950er, als die Nachkriegsgesellschaft sich mühsam vom Moped über das Beiwagengespann zu Behelfsmobilen á la Leukoplastbomber und Rennpappe hocharbeiten musste. Aktuelle Kleinwagen sind mit einer Fülle von pfiffigen Ideen ausgerüstet, die es selbst altgedienten Limousinen-Fans schwer machen dürften, den Verlockungen der schicken Kleinen zu widerstehen.

Kleinwagenmodelle bei einem Autohändler
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Kleinwagen -- eine Nummer kleiner, aber nicht in Komfort und Verbrauch!

Der Begriff „Kleinwagen“ war einmal mit dem Metermaß zu definieren: Alles, was nicht vier Türen hatte und kürzer als vier Meter war, fiel automatisch in diese Kategorie. Das ist längst vorbei; geblieben ist allein der Grundsatz, dass kleine Autos billig sein müssen. Denn es gibt inzwischen auch „kurze“ Autos, die preislich mindestens eine Stufe über den Kleinwagen rangieren.

Weniger ist mehr

Kleinwagen
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  • In Ballungsräumen gibt es aktuell durch die hohe Zahl der Autos zwar kaum noch Schadstoffärger, dafür aber ganz extreme Platzprobleme! Möglichst kleine Autos können „die Freude am Fahren“ im Großstadtverkehr deutlich erhöhen.
  • Kleine Autos haben große Technik! Fahrerassistenzsysteme, Navi, Klimaanlage, Automatik: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Leider gilt das auch für die Preise....
  • Beim Kleinwagenkauf nicht zu sehr aufs Geld schauen! Billigangebote vom Gebrauchtwagenmarkt verschlingen genau so hohe Summen für die Reparatur wie ein deutlich größeres Auto. Auch hier gilt: Wer billig kauft, zahlt später drauf....
  • Beim Kleinwagenleasing keine zu lange Leasingzeit wählen. Mehr als 36 Monate sind nicht empfehlenswert. Eine sog. „Ballonfinanzierung“ ist bei fast gleicher monatlicher Belastung für Privatpersonen oft besser als „echtes“ Leasing.

Kleine Autos = kleine Kosten?

Andreas Keßler
Andreas Keßler weiß, wie man mit einem Kleinwagen wirklich sparen kann. Bildrechte: Axel Berger/MDR

Wer heute über Kleinwagen redet, hat fast immer den Verbrauch und damit den CO2 – Ausstoß im Kopf. Seit dem 1. Juli 2009 wird die Kfz-Steuer mit einem Grenzwert von 120 g CO2 /km (EZ bis 2011) / 110 g CO2 /km  (EZ bis 2013) / 95 g CO2 /km  (EZ ab 2014) berechnet. Jedes Gramm oberhalb dieser Grenze kostet 2 € / Jahr Kfz-Steuer. Autos, die darunter liegen, zahlen nur 2 € / 100 ccm Hubraum (Benziner) bzw. 8,50 € / 100 ccm (Diesel). Da diese Art der Kfz-Besteuerung wahrscheinlich für längere Zeit so bleibt, wird auch das Thema  CO2 – Ausstoß für Neu- und Gebrauchtwagenkäufer wichtig bleiben. Genauso wichtig sind aber Anschaffungs- und Unterhaltskosten, die schon beim Neuwagenhändler durch den Erwerb einer Garantieverlängerung positiv beeinflusst werden können. Tritt etwa im Laufe der Benutzung ein Elektronik-Problem auf, rechnet sich diese Mehrausgabe sofort. Auch bei Kleinwagen sind nämlich inzwischen neben Fahrerassistenzsystemen wie ABS, ESP und PDC sehr viele weitere, elektronisch gesteuerte Sicherheitssysteme (Airbags, Gurtstraffer) integriert, die gerne Fehlermeldungen an die Bord-Elektronik weiter geben.

Zuletzt aktualisiert: 23. Mai 2017, 15:10 Uhr