2013 - Ein Jahr mit der Kamera dabei : Die Großstadtschäferin
Kerstin Doppelstein ist Großstadtschäferin aus Leidenschaft. Die Herde der Diplom-Biologin und Hundetrainerin weidet im Leipziger Süden - zwischen dem Cospudener See und Vergnügungspark Belantis. Klingt entspannt - doch die Idylle trügt. Es ist eine harte Arbeit, die kaum was abwirft. Und doch beißt sich Kerstin Doppelstein durch. Seit vier Jahren schon.
Schafe sind genau mein Ding
Kerstin Doppelstein ist auf Umwegen zu den Schafen gekommen. Die 34-Jährige stammt aus Berlin, ist Diplom-Biologin und Hundetrainerin. "Ich hatte da wohl auch andere Vorstellungen vom Studium, vom Biologen-Beruf; bin eher der Praktiker und die Schafe sind genau mein Ding", erzählt sie. Und drückte nebenbei nochmal die Schulbank: Seit Oktober ist sie nun Tierwirtin mit Spezialisierung Schafhaltung, wie es offiziell heißt.
365 Arbeitstage im Jahr
Ihre Herde umfasst derzeit rund 150 Mutterschafe, Jährlinge und Lämmer, plus etwa 50 Ziegen. Insgesamt rund 400 Tiere. Nebenbei betreibt sie noch eine Hundeschule und geht mit einem Therapiehund ins Behindertenheim. Ihr Jahr hat 365 Arbeitstage und der Tag beginnt um halb acht und endet oft nicht vor elf in der Nacht. Urlaub kann sie sich nicht leisten, Vertretung gibt es keine, Freunde und ihr Vater helfen ab und zu.
Ein Jahr lang zwischen Schäferromantik und Realität
Ein Jahr lang wird ein Kamerateam von "MDR um 11" Kerstin und ihre Schafe begleiten. Wird vom Hüten im Winter berichten, von der Lammzeit, von den Widrigkeiten und Freuden, von Träumen und der Realität.



