MDR um elf

MDR um 11 | 08.-12.10.2012 | 11:00 Uhr : Wir machen Theater: Die Oper Halle vor der neuen Spielzeit

Mit dem Schwung der vergangenen Jubiläumsspielzeit haben sich Künstler und Mitarbeiter der halleschen Oper daran gemacht, für ihr Publikum neue musikalische Erlebnisse vorzubereiten.

Sandra Maxheimer
Die Mezzo-Sopranistin Sandra Maxheimer nimmt die "MDR um 11"-Zuschauer mit in die Oper Halle.

Eine von ihnen ist Sandra Maxheimer, eine junge Mezzo-Sopranistin, die seit zwei Jahren zum Ensemble gehört. Ihre erste große Herausforderung in der neuen Spielzeit ist im wahrsten Sinne des Wortes eine märchenhafte Aufgabe: Sie singt den Hänsel in Humperdincks Oper "Hänsel und Gretel", die am Freitag, den 12. Oktober Premiere feiert.

Für das Ländermagazin "MDR um 11" probierte sie noch etwas Neues aus: In der Woche vor der "Hänsel"-Premiere, der ersten in der neuen Spielzeit, schlüpfte sie in die Rolle einer Moderatorin und zeigte in fünf Fernsehbeiträgen den Zuschauern mehr von ihrer Arbeit und von der ihrer Kollegen an der Oper Halle. Dazu gehörten Probenbesuche, ein Blick in die Werkstätten, ein Gespräch mit Intendant Axel Köhler. Und sie erlaubte der Kamera dabei zu sein, wenn aus der attraktiven jungen Sängerin der smarte Orlofsky bzw. der Knabe Hänsel wurde.

Montag, 8. Oktober

Die Sängerin begrüßte am Montag die Fernsehzuschauer am Bühneneingang und nam sie mit in ihre Garderobe. Dort konnten sie Privates und etwas über ihre berufliche Entwicklung erfahren. Denn die junge Frau stammt aus einer Artistenfamilie und reiste schon als Dreijährige mit ihren Eltern und dem Zirkus um die Welt. Da hat sie bereits erste "Gesangsversuche" unternommen, und sie liebte schon damals die Verwandlung: Die Garderobiere ihrer Eltern musste ihr heimlich Zirkuskostüme schneidern.

Sandra Maxheimer mit Sonnenbrille im Haar
Die Sängerin hat Halle für sich entdeckt und liebt Spaziergänge auf der Peißnitz-Insel.

Später wurde es ernst. Sandra Maxheimer begann ein Gesangsstudium an der Musikhochschule Lübeck und hatte in der Stadt ihr erstes Engagement. Musikalisch liegen ihre Vorlieben bei Richard Wagner. So hat sie in der Gemeinschaftsproduktion der Oper Halle und des Theaters Ludwigshafen die Grimgerde in der Walküre gesungen. Und sie ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Halle.

In der neuen Spielzeit warten wieder große Herausforderungen von Wagner bis Humperdinck auf Sandra Maxheimer, die das Ganze auch sportlich nimmt: Tägliches individuelles Fitnesstraining gehört dazu, weil sie nicht nur möchte, dass die Stimme Top in Form ist. Sie liebt Spaziergänge auf der Peißnitz-Insel und hat Halle als "ihre" Stadt entdeckt.

Dienstag, 9. Oktober

Im Beitrag vom Dienstag stellte Sandra Maxheimer die Oper vor, in der wenige Tage vor der Premiere für alle Gewerke "Hochspannung" herrschte. Intendant Axel Köhler fand Zeit für ein kurzes Gespräch zur neuen Spielzeit.

Neben der Premierenvorbereitung lief aber auch der ganz "normale" Arbeitsalltag: Die Proben für Wagners "Götterdämmerung" liefen an. Die "Fledermaus" wurde wieder ins Programm aufgenommen. In der Operette mimt Sandra Maxheimer den Grafen Orlofsky. Mit unserer Protagonistin dürften wir dabei sein, als das Bühnenbild aufgebaut wurde. Die Fernsehzuschauer erfuhren etwas über den schweren Job der Bühnenarbeiter, und sie erlebten während einer Vorstellung die Leichtigkeit, mit der Graf Orlofsky seine Gäste begrüßt.

MDR um 11 | 08.-12.10.2012 | 11:00 Uhr: Bilder zur Wochenserie

Eine Frau spannt einen Faden Zwei Frauen auf einer Theaterbühne Sandra Maxheimer als Graf Orlofsky mit einer Schauspielkollegin auf der Theaterbühne

Mittwoch und Donnerstag, 10. und 11. Oktober

Sandra Maxheimer bereitete sich in Einzelproben auf ihre neuen Aufgaben vor. Die Zuschauer konnten erfahren, wie eine Sängerin ihre Rolle erarbeitet, wie sie mit dem Regisseur und dem Dirigenten zusammenarbeitet. Unterbrochen wurde die künstlerische Arbeit durch Kostümproben. Die junge Sängerin fand Zeit, den Fernsehzuschauern zu zeigen, worauf sich z.B. das Ballett vorbereitet, welche Aufgaben ein Inspizient hat und wie es im "KBB" des Hauses, dem künstlerischen Besetzungsbüro, wenige Tage vor der ersten Spielzeitpremiere zu ging.

Freitag, 12. Oktober

Der Schwerpunkt des Freitagsbeitrages am Freitag war natürlich die bevorstehende Premiere von "Hänsel und Gretel" am Abend des Sendetages. Wir begleiteten "Hänsel"-Darstellerin Sandra Maxheimer und fingen ihre Gefühle, ihre Erwartungen und ihr Lampenfieber ein. Sie erzählte auch etwas über die bevorstehenden anstrengenden Wochen, wenn sie fast jeden Tag in der Vorweihnachtszeit vor allem die kleinen Opernbesucher verzaubern wird.

Die Beiräge der Wochenserie zum Nachschauen

Zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2012, 12:41 Uhr

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