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MDR 1 RADIO SACHSEN | Dienstags direkt | 28.08.2012 | 20:00-23:00 Uhr : Urlaub – Traum und Wirklichkeit

Dem Jahresurlaub schenken viele Menschen eine hohe Aufmerksamkeit - mit großen Erwartungen an Reiseziel und Erholungseffekt. Die Wirklichkeit sieht dann oft anders aus. Darüber haben wir mit Ihnen diskutiert.

Ein junges Paar am Strand

Urlaub - die schönste Zeit des Jahres. Neben der Planung von Familienfeiern, die nicht alljährlich sind, kommt dem Urlaub die größte Aufmerksamkeit in der Vorbereitung zu. Wann, wohin, wie lange, das sind die ersten wichtigen Entscheidungen. Schon mit der Wahl des Urlaubsziels verbinden sich Erwartungen. Wir wissen, dass Katalogfotos alles ins rechte Licht setzen. Aber die Hoffnung, dass das Wasser wirklich so blau und der Strand wirklich so weiß und menschenleer ist, bleibt.

Ernüchterung dann bei der Anreise. Kein tiefblaues Wasser und ob der Strand weiß ist, kann man nicht sagen, denn er ist überfüllt. Die Stimmung geht in den Keller. Streit bricht aus und eskaliert. Nach drei Wochen reist man gestresst ab. Und das sollte die Erholung sein?

Pärchen reisen- Singles kommen zurück

"Endlich Urlaub- jetzt sprechen wir uns mal richtig aus!"– dieser Vorsatz ist aus der Sicht vieler Paartherapeuten ein geplantes Desaster. Wer im Alltag aneinender vorbei lebt, der kann auch in zwei Wochen keine innige Beziehung aufbauen. Rettungsversuche scheitern und es kommt zum Streit „wegen der Fliege an der Wand“. Der Urlaub ist für viele zerrüttete Beziehungen dann das endgültige Aus. Und dabei sollte alles wieder gut werden. Welche Ansprüche stellen wir an diese drei Wochen? Und wie kann ein Ortswechsel einen wirklich fühlbaren Erfolg für die Beziehung bringen?

Ganz raus aus dem Alltag?

"Wir wollen richtig abschalten!"- die häufigste Begründung für die Wahl des Urlaubsortes. Es soll alles anders sein. Und nach drei Wochen kommt man nicht wirklich erholt wieder. Die Begründung von Experten lautet: weil bestimmte Rituale fehlten. Wer zum Frühstück immer Zeitung liest, sollte dies auch im Urlaub tun. Wer die Sportschau liebt, sollte sich das auch im Urlaub gönnen. Ist der wahre Urlaub dann irgendwie wie Zuhause, aber ohne Arbeit? Warum dann wegfahren?

Schon vor der Reise krank

Unser Tag ist voller Stress. Deshalb brauchen wir den Urlaub. In den Wochen vor der Abfahrt wird die körperliche und geistige Belastung bei den meisten Menschen immer höher. Die ersten Symptome einer Erkältung werden ignoriert: "Jetzt bloß nicht krank werden!". Bis zur letzten Minute wird gearbeitet und gepackt und dann wird man sofort im Urlaub krank. Der Körper nimmt sich seine Auszeit. Ab wann sollten wir denn den Stresspegel runterfahren, um im Urlaub wirklich zu entspannen und wie geht das? Wie lange braucht der Mensch für die Regeneration?

Unsere Studiogäste:

Mit Urlaub ist nicht zu spaßen. Was im Urlaub niemals zu schaffen ist, warum und welche Wege dennoch zur Erholung führen, darüber haben wir gesprochen. Am Dienstag von 20–23 Uhr mit Ihnen und:

  • Diplom-Psychologe Jörg Hartig
Jörg Hartig
Jörg Hartig

Er sagt: "Urlaub soll erholsam und bereichernd sein. Das kann für jeden etwas anderes bedeuten. Reisen sind nie ganz berechenbar. Man muss sich einlassen können. Es ist gut ein Ziel zu haben; aber die Erwartungshaltung sollte flexibel sein." Jörg Hartig berät und coacht Privatpersonen und Firmenkunden zu den Themen Stress und Stressfolgen, Burnout, gesunde Führung, Souveränität, Entwicklung und Positionierung der eigenen Persönlichkeit, Kommunikation, Rhetorik und Verhandlungskunst.

  • Prof. Dr. Peter Walschburger
Peter Walschburger
Peter Walschburger

Sein Statement: "Urlaub sollte das Gegenteil von Arbeit sein, Zeit für Kreativität und Selbstverwirklichung bieten und vor allem phantasievoll sein."

Prof. Dr. Peter Walschburger ist seit 1983 Professor an der Freien Universität Berlin. Er vertritt die Auffassung, dass im Alterungsprozess Körper und Seele gleichermaßen gefordert sind, um wirklich fit zu bleiben. Zu Walschburgers Forschungsschwerpunkten an der FU Berlin zählen unter anderem die Biopsychologie, Aktivierungs-, Emotions- und Stresstheorie sowie der Mensch als Natur- und Kulturwesen.





Dürfen wir aus Ihrer Frage/Meinung in Hörfunk oder im Internet zitieren?*


Dürfen wir mit Ihnen am Dienstagabend telefonieren? *



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Zuletzt aktualisiert: 29. August 2012, 00:34 Uhr

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