Eishockey | 2. Bundesliga : Eispiraten und Füchse punkten - Löwen geknickt
Zwei jubelnde Gastgeber und eine schwer enttäuschte Heimmannschaft: So sah der Eishockey-Sonntag in Sachsen aus. Sowohl die Eispiraten Crimmitschau als auch die Lausitzer Füchse schenkten ihren Fans zum ersten Heimspiel des Jahres die volle Ausbeute an Punkten. Nicht so die Dresdner Eislöwen. Sie fingen sich erneut zu viele Gegentore ein.
Sechs-Punkte-Wochenende für Crimmitschau
Die Eispiraten Crimmitschau haben im Kampf um die Playoffs drei wichtige Punkte eingefahren: Gegen die TowerStars Ravensburg gewannen die Westsachsen nach packenden 60 Minuten mit 5:3 (1:1,0:0,4:2). Crimmitschau begann druckvoll, geriet aber bei eigener Überzahl in Rückstand (7.). Die Gäste drängten einige Minuten auf das 2:0, doch die Eispiraten fingen sich und glichen noch vor der ersten Drittelsirene durch Wycisk aus. Im zweiten Drittel schenkten sich beide Teams nichts und erarbeiteten sich einige Möglichkeiten, wobei keiner der beiden Torhüter hinter sich greifen musste.
Im Schlussabschnitt überschlugen sich die Ereignisse: Pielmeier und Keith sorgten mit einem Doppelschlag innerhalb von zehn Sekunden für das 3:1 (43.) der Eispiraten. Ravensburg antwortete umgehend und drückte fortan auf den Ausgleich. Ohne Erfolg: Heinisch fälschte einen Schuss von Keith unhaltbar ab und stellte damit den alten Abstand wieder her (51.). Die Tower Stars gaben sich aber noch nicht geschlagen und erzielten zwei Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer zum 4:3. Die Gäste setzten nun alles auf eine Karte, nahmen Keeper Rohde vom Eis und belagerten das Crimmitschauer Gehäuse. Doch Eispirat Lee setzte dem Zittern ein Ende und traf ins verwaiste Tor zum 5:3-Endstand.
Füchse ohne Probleme gegen Schlusslicht
Im zweiten Spiel des neuen Jahres präsentierten sich die Lausitzer Füchse in Topform. Nach der bitteren 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Hannover Indians gewannen die Füchse ihr Heimspiel am Sonntag gegen Schlusslicht SC Riessersee souverän mit 8:2. Die Hausherren zeigten von Beginn an, wer im Eisstadion in Weißwasser das Sagen hat. Nicht einmal zwei Minuten dauerte es, bis Pavel Vostrak die Hausherren in Front brachte. Den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich drehten Matt McKnight und wieder Pavel Vostrak in eine 4:2-Führung nach vierzig Spielminuten. Im Schlussabschnitt fiel die Defensive der Gäste völlig auseinander. Jens Heyer, Robert Bartlick, erneut Matt McKnight und Kevin Lavallee erhöhten zum 8:2-Endstand.
Spieler des Spiels war Füchse-Stürmer Matt McKnight. Der Kanadier erzielte zwei Tore selbst und legte zu zwei weiteren auf. Durch den Sieg klettert Weißwasser in der Tabelle mit nun vierzig Punkten auf Platz zehn. Der SC Riessersee ist weiter abgeschlagen am Tabellenende.
Eislöwen schwächeln auch gegen Hannover
Die zehn Gegentore in Schwenningen haben den Dresdner Eislöwen noch so schwer im Magen gelegen, dass es am Sonntag zuhause gegen die Hannover Indians nicht wesentlich besser wurde. Am Ende schlichen die Löwen mit einer 1:5- Niederlage vom Eis.
Die Dresdner gingen in der 8. Minute durch ein Überzahl-Tor von Bruce Becker in Führung, doch danach lief kaum noch etwas zusammen. Der Wille war da, nur das Schussglück nicht. So konnte Hannover dank Dirk Joachim Jelitto (18.) ausgleichen und im zweiten Drittel durch einen Doppelpack von Dave Reid (33./35.) nachlegen. Im Schlussdurchgang wurde es dann deutlich. Die Eislöwen-Abwehr hatte Schwerstarbeit zu verrichten, konnte aber zwei weitere Tore nicht verhindern. Jelitto (43.) und Feodor Boiarchinov (45.) hießen die Schützen für Hannover. Wenigstens einen halbwegs versöhnlichen Abgang wollten sich die Eislöwen noch verschaffen und fighteten verbissen. Aber selbst die angestrebte Ergebniskosmetik blieb aus. Das nächste Spiel findet beim Tabellenführer in Bietigheim statt.
