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Wortschatz in Gefahr : Sächsische Wörter des Jahres 2014 gesucht!

"Wir müssen den sächsischen Wortschatz retten." Das sagen sich prominente Sachsen wie Uwe Steimle und Tom Pauls und suchen auch in diesem Jahr die Sächsischen Wörter des Jahres.

Suche nach dem sächischen Wort des Jahres: Hornzsche, Hitsche, ???

Die Aktion

Seit 2008 kürt die Ilse-Bähnert-Stiftung die Sächsischen Wörter des Jahres. Sinn der Aktion ist es, aussterbende sächsische Wörter zu retten und die sächsische Mundart als wichtigen Teil der deutschen Sprache zu fördern.

"Wer einem Volk die Sprache nimmt, bricht ihm das Rückgrat."

Uwe Steimle
Schauspieler

Jährlich kürt eine Jury die Sächsischen Wörter des Jahres. Als feste Mitglieder sitzen Tom Pauls, Uwe Steimle, Dr. Peter Ufer und Andreas Berger im Gremium, Gäste sind in diesem Jahr Kati Grasse, Beate Laaß, Uta Simone von der Dresdner Theaterkahn-Inszenierung "Mann über Bord: Eingereicht wurden die Wort-Vorschläge von den Sachsen, die immer im Frühjahr dazu aufgerufen werden, ihre Favoriten an die Stiftung zu senden.

Screenshots Mundart
MDR SACHSEN

Uwe Steimle aus Dresden

Uwe Steimle erklärt, welche unterschiedlichen Bedeutungen hinter dem sächsischen Wort "Kneppe" stecken.

07.08.2014, 16:42 Uhr | 03:14 min

Abstimmung ab 08. September

7000 Wörter wurden in diesem Jahr eingesandt. 20, die am häufigsten genannt wurden, stehen ab 08. September hier im Internet zur Wahl für das beliebteste Wort. Gekürt wird das Wort des Jahres immer am Tag der Deutschen Einheit, am 3. Oktober, bei der großen Sachsen-Wort-Gala im Dresdner Schauspielhaus.

Sächs. Wörter
MDR SACHSENSPIEGEL

Juwelen des sächsischen Wortschatzes

Auch in diesem Jahr werden wieder die "Sächsischen Wörter des Jahres" gesucht. Kabarettist Uwe Steimle schwärmt für Worte, die vom Aussterben bedroht sind.

10.05.2014, 19:00 Uhr | 02:07 min

Die bisherigen Sächsischen Wörter des Jahres:
Jahr Beliebtestes Wort Schönstes Wort Bedrohtestes Wort
2014 ? ? ?
2013 Hitsche (Fußbank) forhohnebibln (verspotten) schnorbslich (köstlich)
2012 didschen
(Lebensmittel in Flüssigkeit eintunken)
plumbn
(Wasser pumpen, heftiger Starkregen, schnell und viel trinken)
Renfdl
(Brotkanten)
2011 katschn
(laut kauen oder schmatzen)
bomforzionös
(großartig, aber etwas pompös)
Haderlump
(Taugenichts/ Landstreicher in abgerissener Kleidung)
2010 Hornzsche
(Rumpelkammer oder altes, verwahrlostes Haus)
bäbbeln
(Fußballspielen/ Kicken als Freizeitvertreib
dschidschoriengrien
(kräftige, "giftige" Grüntöne)
2009 färdsch
(fertig)
fischelant
(clever, rührig, auf Zack)
Asch
(Aufwaschschüssel oder große Waschschüssel)
2008 nu
(als Lückenfüller oder Synonym für "ja")
muddln
(vor sich hin arbeiten, sein Ding machen, etwas ziel- und lustlos bei der Sache sein)
lawede
(instabil, ausgeleiert, marode)

Zuletzt aktualisiert: 02. September 2014, 10:15 Uhr

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