MDR.DE | Druckansicht | 19. März 2010 | 14:36 Uhr
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Der Redakteur | Ratgeber

Woher kommen immer diese Obstfliegen?

Obst- oder Essigfliegen, auch Fruchtfliegen genannt, sind eine Plage, die wie aus dem Nichts auftaucht. Kaum steht Obst auf dem Tisch, oder ein Weinrest, schon tummeln sich die Minifliegen in Scharen. Grund ist die schnelle Vermehrung. Die Eiablage erfolgt in gärendem Obstmilieu. Meist genügt schon die kleinste Schadstelle am Apfel oder eben eine Fruchtsaftneige. Der beste Schutz ist die Vermeidung solcher Bedingungen: Obst im Kühlen aufbewahren, und am besten in fest verschlossenen Gefäßen, Bioabfall mehrmals täglich aus der Wohnung bringen, Saftflaschen fest verschließen, Arbeitsflächen von Fruchtresten immer gründlich reinigen. Auch versteckte Tummelstellen bedenken: Fugen, Ritzen, der Platz hinterm Kühlschrank – überall könnten gärende Speisereste eine Brutstätte für Obstfliegen sein. Wer auf den Obstteller im Wohnzimmer nicht verzichten möchte, sollte darauf achten, schadhafte Früchte schnell zu entfernen, sonst kann die Anzahl der Fruchtfliegen in wenigen Stunden stark zunehmen. Verschiedene Hausmittel sollen zudem Abhilfe schaffen: Die Fliegenfalle.

Die Fliegenfalle

Eine Plastikflasche wird in der Mitte durchgeschnitten. In den Verschluss wird ein kleines Loch geschnitten. In den unteren Flaschenteil gibt man einen Lockstoff. Verschiedene Hörer haben mit Bier/Sekt-Mischungen oder zerdrückten Bananen positive Erfahrungen gemacht. Dann wird die obere Flaschenhälfte herumgedreht, so dass sie trichterförmig in den unteren Teil hineinragt. Beide Teile mit Klebeband verbinden. Die Fliegen werden durch den Duft angelockt, fliegen durch die Öffnung im Verschluss nach unten, finden dann jedoch nicht wieder hinaus.

Ein anderes Fallenprinzip funktioniert so: Man fülle in eine Schale 2/3 Apfelsaft und 1/3 Essig, gebe einen Spritzer Spülmittel hinzu. Die Fliegen werden durch den Duft angezogen, können aber nicht auf dem Wasser stehen, da das Spülmittel die Oberflächenspannung reduziert, so dass die Fliegen ertrinken. Zum Vertreiben der Fruchtfliegen werden auch zerstoßene Gewürznelken empfohlen. Gefährlich sind die Fliegen jedoch nicht, sie gelten als lästig und unästhetisch. Gesundheitsgefahren durch einige Fliegen im Haus kann man ausschließen.

Zuletzt aktualisiert: 13. Oktober 2006, 09:59 Uhr

 

 

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