Der Redakteur | MDR 1 RADIO THÜRINGEN | 13.09.2007

Lassen sich Pfifferlinge züchten?

...oder können sie nur im Wald gefunden werden?

Pfifferlinge kann man vor allem in wenig genutzten Nadelwäldern finden.

Die Zucht ist bislang nicht gelungen, da der Pfifferling zu den sogenannten Mykorrhizapilzen gehört und sein Myzel, also das Wurzelgeflecht, an die Feinwurzeln von Waldbäumen gebunden ist. Diese Symbiose konnte noch nicht künstlich hergestellt werden. Vor allem in alten, wenig genutzten Nadelwäldern kann man den Pfifferling finden. Feuchter Sandboden oder Hochmoore werden von dem exzellenten Speisepilz bevorzugt.

Die handelsüblichen Pfifferlinge, die in der Saison zu Hauf in den Lebensmittelmärkten angeboten werden, kommen in erster Linie aus Osteuropa- vor allem aus Litauen, Polen oder Weißrussland. Viele Sammler bestreiten damit einen Teil ihres Lebensunterhalts. In manchen Gegenden schwärmen in der Hochsaison tausende Pilzsammler aus, um Pfifferlinge oder Steinpilze zu suchen.

Die Pfifferlinge werden, nach Angabe des Thüringer Gesundheitsministeriums, auf Schadstoffe oder Strahlenbelastung geprüft. Bei Lieferungen aus EU-Staaten werden Stichproben genommen. Pfifferlinge aus Drittländern werden vollständig unter die Lupe genommen. Der Grenzwert liegt, was die Strahlenbelastung anbelangt, bei 600 Bequerelle. Der höchste bisher gemessene Wert lag bei 450. Dabei handelte es sich um Pilze aus Thüringen. Das sei allerdings ein außergewöhnlich hoher Wert. Normalerweise liegen die Messungen um 100 Bequerelle.

Nach Angabe der Thüringer Lebensmittelüberwachung können handelsübliche Pfifferlinge bedenkenlos in der Küche verarbeitet werden.

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2007, 14:39 Uhr

 

 
 
 
 
 
 

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