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Der Redakteur | MDR THÜRINGEN - Das Radio | 09.06.2011 : Warum gibt es nur in einigen großen Städten Umweltzonen?

Umweltzonen sind Gebiete, die nur Fahrzeugen vorbehalten sind, die bestimmte Abgasstandards einhalten. Fahrzeuge, die diese Vorgaben nicht einhalten, müssen draußen bleiben. Sichtbar wird das durch die Feinstaubplaketten, die je nach Farbe Aufschluss über den Schadstoffausstoß des Fahrzeug geben.

Erfurt bekommt Umweltzone
Erfurt soll 2012 eine Umweltzone bekommen.

In Berlin gibt es seit Januar 2008 Umweltzonen. Nach einem Jahr konnte dort der Ausstoß von Dieselruß mit Einführung der Stufe 1 bereits um 24 Prozent verringert werden. In Leipzig hat man seit März 2011 für die Innenstadt eine Umweltzone eingerichtet. Nur noch Fahrzeuge mit grüner Feinstaubplakette dürfen hier fahren.

Die EU gibt die Feinstaubgrenzen vor. Bei Überschreitung sind die Städte gefordert, die Luftqualität zu verbessern. Dazu können unterschiedliche Maßnahmen ergriffen werden. Park-and-Ride-Parkplätze, effektive Ampelschaltung, Tempo-30-Zonen, Straßenbegrünung, Umgehungsstraßen oder eben die Einrichtung von Umweltzonen. Diese Maßnahme eignet sich jedoch nicht für alle Städte und wird aus Kostengründen auch erst in Erwägung gezogen, wenn alle anderen Versuche, die Feinstaubbelastung zu verringern nicht ausreichend erfolgreich gewesen sind.

In Erfurt soll erstmals in einer Thüringer Stadt ab 2012 eine Umweltzone in der Innenstadt eingerichtet werden. Messungen im Vorfeld haben ergeben, dass es dadurch zu einer Verbesserung kommen kann. Kritiker halten Umweltzonen allerdings für zu starr, um damit flexibel auf veränderte Wetter- und Verkehrssituationen reagieren zu können. Fahrverbote seien nicht der Weg, zumal gerade die Umrüstung bzw. Neuanschaffung eine unverhältnismäßige Investition darstelle.

Zuletzt aktualisiert: 09. Juni 2011, 19:24 Uhr

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