Serie | MDR 1 RADIO THÜRINGEN | 06.-12.02.2012 : Traumhafte Winterlandschaften
Frost und Schnee haben Thüringen in den vergangenen Tagen in ein Winterwunderland verwandelt. MDR 1 RADIO THÜRINGEN führt Sie in dieser Woche täglich in traumhaft schöne Winterlandschaften: auf Bildern und in Beiträgen unserer Reporter. Lassen Sie sich verzaubern und lassen Sie sich aninmieren, selbst auf Entdeckungsreise zu den Schönheiten des Winters zu gehen.
Auf dieser Seite:
- Winterspaß in Frauenwald
- Wandern, Rodeln, Ski-Fahren auf dem Inselsberg
- Deesbach - eine Geheimtipp für Wintersportler
- Von Ruhla mit Katzensprung in den Schnee
- Winter in Cursdorf
- Snowtubing in Siegmundsburg
- Wasserwelten in Bad Frankenhausen
- In Oberweißbach mit der Bergbahn durch den Winterwald
- Gut zu Fuß auf den Berg in Steinbach-Hallenberg
- Mit Einheimischen auf der Piste in Neuhaus am Rennweg und Ernstthal
- Winterlandschaften am Ellenbogen in der Hohen Rhön
- Mit Karacho über die schwarze Piste in Steinach
Winterspaß in Frauenwald
Fast genau in der Mitte des Rennsteigs liegt der Erholungsort Frauenwald. Wintersport ist hier in allen seinen Facetten möglich: vom Skilanglauf auf rund 60 Kilometern Loipe und Skiwanderweg über Abfahrt, Schneeschuhwandern bis zum Rodeln. Ski und Schlitten können auch ausgeliehen werden. Detaillierte Informationen über die Wintersportmöglichkeiten bekommt man in der Tourist Information, gleich am Ortseingang.
Möglich sind auch Winterwanderungen durch das Biospährenreservat Vessertal, ein Ausflug zum historischen Bahnhof Rennsteig mit seiner urigen Gastronomie oder ein Besuch des Bunkermuseums: die frühere Kommandozentrale der Stasi-Bezirksverwaltung Suhl beherbergt heute eine Ausstellung.
Wandern, Rodeln, Ski-Fahren auf dem Inselsberg
Ein Winterausflug lohnt sich auch auf den märchenhaft verschneiten Inselsberg. Er ist 916,5 Meter hoch und bietet vor allem für Skifahrer viele Möglichkeiten. Der Schlepplift zieht Wintersportler auf 900 Meter und erschließt so eines der größten Ski-Gebiete im Thüringer Wald. Neben der Abfahrtspiste gibt es viele Wanderwege rund um den Inselsberg. Ein Restaurant auf dem Gipfel bietet Möglichkeiten zur Rast. Und mit einer Neuheit wartet die Region in dieser Wintersaison auch auf: mit dem "Zauberteppich". Das ist eigentlich ein langes Förderband, das nach sanfter Abfahrt die Skifahrer und Rodler wieder auf den Berg bringt.
Deesbach - eine Geheimtipp für Wintersportler
Eine der attraktivsten Winterlandschaften, die noch dazu ein Geheimtipp ist, findet sich in Deesbach im Kreis Saalfeld-Rudolstadt. Dort gibts nicht nur die steilste Dorfstraße Thüringens, sondern auch einen Skihang, der es in sich hat. Deshalb betreiben die Deesbacher an diesem Hang seit 1988 ihren Skilift, zu dem natürlich auch eine gemütliche Baude gehört. In diesem Jahr wird das Angebot dort noch perfektioniert durch eine Pistenraupe, die der Deesbacher Christian Kirsch extra gekauft hat. Damit präpariert er eine Rodelbahn, den Abfahrtshang und natürlich auch Wanderwege und einen Parkplatz. Das alles tun die Deesbacher ehrenamtlich und bei besonders schönem Wetter und wenn viele Gäste da sind, wird Flutlichtfahren und Fackelrodeln angeboten.
Von Ruhla mit Katzensprung in den Schnee
Denkt man an Ruhla, fällt einem vielleicht die "Mini-a-tür" ein, eine Ausstellung mit detailgetreue Modellen Thüringer Bauwerke. Oder man denkt an die große Sommerrodelbahn auf der man im T-Shirt und bei angenehmen Temperaturen Fahrt aufnimmt. Mit Wintersport wird Ruhla aber eher nicht in Verbindung gebracht. In Ruhla hat Frau Holle bis jetzt auch mit der weißen Pracht gespart. Im Ort liegen gerade einmal zehn Zentimeter Schnee. Trotzdem lohnt sich ein Ausflug in den Ort, der im westlichen Rennsteig liegt. Und von Ruhla bis in den Tiefschnee ist es nur ein Katzensprung.
Schnee und Sauna in Masserberg
Der Kurort Masserberg liegt 780 Meter hoch und ist eingeschneit mit feinstem Pulverschnee. Gerade Langläufer finden hier ideale Bedingungen vor. Loipen laden zum Skiwandern ein. Von der Friedrichshöhe in Masserberg können Langläufer bis nach Schnett immer auf dem Kamm entlang fahren. Außerdem gibt es einige Rundwanderwege. Masserberg ist auch Familien zu empfehlen. Es gibt drei offizielle Rodelhänge und am Ersteberg in Masserberg befördert ein Skilift die Wintersportler auf den Berg. Außerdem hat Masserberg eine ordentliche Infrastruktur: Skiausleihe und Skischule für alle Altersklassen sind selbstverständlich. Wer sich aufwärmen will, kann das Badehaus mit üppiger Saunalandschaft besuchen. Masserberg bietet also Spaß im Schnee, aber auch die Ruhe und Entspannung, die man nach einem langen Wintertag gerne haben möchte.
Winter in Cursdorf
Eine zauberhafte Winterlandschaft zeigt sich dieser Tage auch in Cursdorf, gleich in der Nachbarschaft von Oberweißbach. Dort gibt es gespurte Loipen, aber auch eine Snowtubing-Anlage, die die Cursdorfer an der Stelle installiert haben, wo früher ihr Skilift fuhr. In diesen Tagen haben sie mit viel Gaudi das zweijährige Jubiliäum der Anlage gefeiert. Ausflugsgaststätten in denen sich müde Wintersportler ausruhen und wärmen können, gibt es reichlich. Außerdem haben die Cursdorfer zusammen mit den Deesbachern einen Skiwanderweg präpariert. Vom Skilift in Deesbach wandert man gemütlich zur Snowtubinganlage in Cursdorf. Glühwein und andere wärmende Getränke gibt es übrigens hier wie dort.
Snowtubing in Siegmundsburg
In Siegmundsburg, direkt gelegen an der B 281 zwischen Eisfeld und Neuhaus am Rennweg, bietet auf seiner Snowtubing-Anlage Winterferienvergnügen ohne Ende. In luftgefüllten Gummireifen geht's am Drahtseil nach oben, anschließend saust man runter ins Tal. Die rasante Fahrt dauert etwa 25 Sekunden. Eine Fahrt kostet 1,20 Euro. Für eine halbe Stunde sind sechs Euro zu zahlen. Wer schnell ist, schafft sechs Fahrten und hat damit eine Fahrt gratis. Außerdem gibt es im Skigebiet eine Skischule einen kleinen Skilift für Anfänger. Auch Skiwanderungen auf gespurten Loipen sind möglich. Im Tal erwartet ein Bistro die Gäste. Allerdings ist der Parkplatz besonders an den Wochenenden oft voll belegt. Um kein Risiko einzugehen, sollten Autofahrer auf andere Parkflächen ausweichen und ein paar Meter Fußweg in Kauf nehmen.
Wasserwelten in Bad Frankenhausen
Wem es draußen zu kalt ist, der sollte sich aufwärmen. Zu empfehlen ist der Besuch einer Therme, beispielsweise der Kyffhäusertherme in Bad Frankenhausen. Die Anlage ist riesig. Es gibt einen Wellnessbereich, zahlreiche Saunen, Physiotherapie und sechs Schwimmbecken mit insgesamt 750 Quadratmeter Wasserfläche. Langeweile dürfte bei dem Angebot nicht aufkommen. Während sich die Älteren im Salzwasser entspannen, können Familien Rutsche und Strömungskanal ausprobieren oder sich ins Kanu setzten. Und wer sich aufgewärmt hat, kann draußen wieder auf Entdeckungstour gehen und beispielsweise das Wahrzeichen von Bad Frankenhausen – den schiefen Turm – bestaunen, wenn er noch dasteht.
Einsam rodeln in Wurzbach
Ein noch unbekanntes Ski- und Rodelgebiet in Thüringen ist die Gegend um Wurzbach im Saale-Orla-Kreis. Dabei sind zwischen Wurzbach und Lehesten Loipen gespurt, die auch zu einem Abschnitt des Rennsteigs führen, der zu DDR-Zeiten für Wanderer und Skiläufer nicht zugänglich war. In Wurzbach selbst gibt es einen Lift, den Frankenlift am Oßlaberg. Nachdem es in der Gegend kräftig geschneit hat, soll er am 11. Februar eröffnet werden. Das Hotel vor Ort bietet seinen Gästen Skilehrgänge an und am Fuße des Lifts kann Langlaufausrüstung geliehen werden. Im Skigebiet bei Lehesten am Wetzstein, einem über 800 Meter hohen Berg, lädt eine kleine Gaststätte und eine Skibaude zum Verweilen ein. Skiwanderer und Winterspaziergänger können sich hier aufwärmen und stärken.
In Oberweißbach mit der Bergbahn durch den Winterwald
Auch um Oberweißbach haben Touristen und Einheimische viele Möglichkeiten, den Winter zu genießen. Viele Loipen sind gezogen, die zum Skiwandern einladen. Am Fuße des Fröbelturms gibt es einen kleinen Lift und einen Rodelhang. Dort veranstalten die Vereine häufig Nachtrodeln und bieten Glühwein und Bratwurst an. Sehr reizvoll ist aber auch eine Fahrt mit der Bergbahn durch die verzuckerte Winterlandschaft. Wenn es die Sonne durch die Wolken schafft, genießt man einen Blick weit übers Land bis hin zum Beerberg oder zum Kickelhahn. Wer wagemutig ist, kann mit der Bergbahn nach oben fahren und dann mit dem Schlitten die Abfahrt wagen. Das ist aber nur etwas für erprobte Schlittenfahrer. Der Winterwald lädt natürlich auch zu Spaziergängen ein. Momentan ist die Schneedecke so dünn, dass niemand im Schnee versinkt.
Gut zu Fuß auf den Berg in Steinbach-Hallenberg
Wer es gern bequem hat und mit dem Lift auf den Berg gezogen werden möchte, der sollte sich in dieser Saison ein anderes Skigebiet als Steinbach-Hallenberg aussuchen. Der Lift am Skihang "Kniebreche" ist defekt und wird in dieser Saison auch nicht wieder in Betrieb genommen.
Trotzdem ist ein Winterausflug nach Steinbach sehr zu empfehlen. Rodeln und Skifahren kann man hier natürlich trotzdem und wer die 700 Meter auf den Berg zu Fuß gemeistert hat, steht inmitten einer herrlichen Winterlandschaft. Von hier, auf rund 700 Meter Höhe, führen gespurten Loipen und Skiwanderwegen nach Oberhof, Zella-Mehlis und auf den Rennsteig. Unterwegs genießen Wanderer bei schönem Wetter einen Panoramablick über große Teile des Thüringer Waldes und der Rhön.
Mit Einheimischen auf der Piste in Neuhaus am Rennweg und Ernstthal
Auch in Neuhaus am Rennweg herrscht in diesen Tagen pures Skivergnügen, es liegt richtig dick Schnee. Für Touristen ist Neuhaus als Skigebiet eher unbekannt. Am Skilift am Apelsberg geht es ruhig zu, vor allem Einheimische wollen nach oben und müssen auch nicht Schlange stehen.
Auch nach Ernstthal, einem Ortsteil von Lauscha, lohnt sich ein Ausflug. Am Pappenheimer Berg gibt es im Sommer die Sommerrodelbahn und im Winter drei tolle Abfahrtspisten mit Lift, zwei davon sind beleuchtet. Eine Tageskarte für Erwachsene kostet 15 Euro, dafür können Skifahrer von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr unentwegt den Skilift nutzen. Anreisende parken kostenlos auf dem Parkplatz gleich am Hang. Für Getränke und Verpflegung ist gesorgt. Auf dem Berg erwartet die Glühweinhütte Besucher, unten in der Talstation ein Bistro.
Winterlandschaften am Ellenbogen in der Hohen Rhön
Der Ellenbogen ist als erloschener Vulkan mit über 800 Metern der weitaus höchste Berg im thüringischen Teil der Rhön. Er liegt an der hessischen Grenze in der Nähe von Frankenheim. Früher war die Region Sperrgebiet, heute sind hier vor allem viele Langläufer und Wanderer unterwegs. Sie genießen eine einzigartige Aussicht und können vor allem "grenzüberschreitend" unterwegs sein. Guter Anlaufpunkt und Startpunkt ist das "Eisenacher Haus" auf dem Ellenbogen. Gleich hinterm Haus hat eine Snowtubing-Anlage eröffnet. Familien finden in der Nähe schöne Schneewanderwege und ausreichend Rodelmöglichkeiten. Direkt vor dem "Eisenacher Haus" beginnen auch gespurte Loipen, sie sind auf 19 Kilometer präpariert und haben Anschluss an die Strecken in der hessischen und der bayerischen Rhön. Zu empfehlen ist auch eine Tagestour zur Wasserkuppe in Hessen, dem höchsten Berg der Rhön.
Mit Karacho über die schwarze Piste in Steinach
Die Skiarena Silbersattel gehört zu den bekanntesten Skigebieten in Thüringen. Vor allem Snowboarder und Skifahrer, die schnelle und steile Abfahrten bevorzugen kommen auf ihre Kosten. Acht Pisten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden stehen zur Auswahl, sogar eine schwarze Piste gibt es. Vom Fellbergplateau hat man eine traumhafte Aussicht auf das Steinacher Stadtzentrum. Bei schönem Wetter kann man bis zum Ochsenkopf gucken. Von diesem Berg wurde früher übrigens das Westfernsehen gesendet. Steinach gehört übrigens zu den preisintensiveren Skigebieten, die Tageskarte kostet 20 Euro. Dafür fahren Kinder bis acht Jahren in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos. Silbersattel heißt aber nicht nur Skiabfahrt, sondern auch -langlauf. Im Sonneberger Land werden in diesen Tagen von Steinach aus rund 90 Kilometer Skiwanderwege und Loipen präpariert.
Programmvorschau:
Donnerstag, 09.02.2012: Inselbergbad Brotterode, Oberweißbach, Skigebiet Knüllfeld bei Steinbach-Hallenberg
Freitag, 10.02.2012: Neuhaus am Rennweg, Skilanglaufgebiet der Rhön, die Therme Bad Klosterlausnitz
Sonntag, 12.02.2012: Skiarena Silbersattel in Steinach, Waikiki-Therme Zeulenroda, Reportage aus Oberhof



