Sa 09.04. 2016 18:15Uhr 29:30 min

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MDR FERNSEHEN Sa, 09.04.2016 18:15 18:45

Unterwegs in Thüringen

Unterwegs in Thüringen

Unterwegs in Ilmenau

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"In Ilmenau, da ist der Himmel blau, da tanzt der Ziegenbock mit seiner Frau." – Sagen die Ilmenauer. Ob da was dran ist, will Moderatorin Steffi Peltzer-Büssow wissen. Deshalb beginnt sie ihren Ausflug nach Ilmenau auch mit einer Sonnenaufgangswanderung und einem herrlichen Blick auf die Stadt. Deren Karriere begann als Bergbaustädtchen. Goethe und heute die TU Ilmenau machten sie weltbekannt.

Aber, was viele nicht wissen, Ilmenau war mal ein schicker Badeort. Beim Flanieren mit der Pensionswirtin "Grete Siebenpfeiffer" alias Susanne Fröhlich wird "Bad Ilmenau" lebendig. Man sieht förmlich die Kurgäste beim Lustwandeln auf der Promenade, im Café, in der Jakobuskirche, in den Badehäusern, bei erbaulichen Spaziergängen im Sommer und Schlittenpartien im Winter. Überhaupt: Schlitten. Die spielen in Ilmenau eine große Rolle. Davon überzeugt sich die Moderatorin in der Schlittenscheune. Ein privates Museum voller Rodel- und Bobgeschichte von den Anfängen bis heute.

Apropos heute. Heute sind die Wissenschaftler der TU Ilmenau schon in der Zukunft. Mit ihren Forschungen zur "künstlichen Photosynthese" zum Beispiel oder zu "Fullerenen" in der Krebstherapie, mit denen sich Prof. Peter Scharff, der Rektor der TU, beschäftigt. Und da ein Rektor auch mal "den Kopf auslüften" muss, nimmt er Steffi Peltzer-Büssow mit zum Schwalbenstein. Der Felsen ist einer seiner Lieblingsorte - landschaftlich reizvoll und ein Ort für Denker. Goethe schrieb hier an seiner "Iphigenie".

Überhaupt: Goethe. Der ist in Ilmenau ein "must have". Nicht nur, weil er hier seinen letzten Geburtstag feierte, sondern weil der große Dichter sinnlich und ein Genießer war, die schönsten Stellen und Blicke rund um Ilmenau kannte: Den "Kickelhahn zum Beispiel ... Auf diesen Berg muss Steffi Peltzer-Büssow natürlich hinauf und beim hinab steigen hinein ins Jagdhaus Gabelbach mit einer wunderbaren Ausstellung zu Goethe, aber auch zum Wald. Im Goethe-Stadtmuseum begegnet sie dem Dichter noch einmal, erfährt aber auch viel zur Stadt selbst und findet die Ilmenauer Ziegen - nicht in "natura" sondern aus Keramik. Da guckt sie doch glatt bei Familie Smalun in Gehren beim Fertigen zu.

Und nach so viel Nahrung für den Geist muss auch etwas in den Magen - ein feines heißes Süppchen von Thierry in der "Arche", einem Ort für schöne Dinge, Kunsthandwerk, Tee, frisch gerösteten Kaffee und herzliche Gespräche.