Sa 18.11. 2017 13:15Uhr 43:30 min

Tier im Visier Schüsse in der Wolfsheide

Film von Stephan Heise

Komplette Sendung

Szene aus: "Schüsse in der Wolfsheide"
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
MDR FERNSEHEN Sa, 18.11.2017 13:15 13:58
Ein toter Wolfsrüde wird im Juli 2015 in der Nähe von Görlitz entdeckt. Erschossen. Und sichtbar an einem Wegesrand platziert. Der fünfte gezielt getötete Wolf in eineinhalb Jahren. Zwei davon wurden geköpft und provokativ abgelegt. Einmal an einem Naturschutzschild in der Lausitz. Es ist eine Machtdemonstration. Seitdem wurden sechs weitere Wölfe illegal getötet. Obwohl sie in Deutschland streng geschützt sind, haben die Täter anscheinend nichts zu befürchten. Alle Ermittlungen verlaufen regelmäßig im Sande. Der Tatort-Schauspieler und engagierte Naturschützer Andreas Hoppe begibt sich in einem realen Krimi zusammen mit einem Artenschutzexperten auf Spurensuche. Wie kam der Wolfsrüde ums Leben? Und warum konnte, wie auch in allen vorhergehenden Fällen, kein Täter ermittelt werden? In einem Klima gefühlter Gesetzlosigkeit blüht auch das illegale Geschäft mit Wolfsfellen.

Der Artenschutzexperte findet Händler, die ihm Pelzmäntel und vollständige präparierte Wölfe anbieten. Gültige Papiere können sie nicht vorlegen, niemand sagt, woher die Felle stammen. Und in Rumänien berichten Jagdanbieter von Jagd-Touristen die auch aus Deutschland kommen. Es geht um Trophäen von Bären, Luchsen und auch Wölfen. Geschützte Tiere als Freiwild. Verbote bleiben folgenlos. Zwei Jahre nach seinen Recherchen hinterfragt Andreas Hoppe erneut den Stand der Ermittlungen. Der Handel mit Wolfsfellen auf der Jagdmesse in Leipzig hat sich verändert, stellt er fest. Aber Wölfe stehen weiter heimlich unter Beschuss: am 5. Juli 2017 wird in Lausitz eine tote Wolfsfähe gefunden. Sie wurde überfahren. In ihrem Körper werden in späteren Untersuchungen Schrotkugeln entdeckt.

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